Mehrmals täglich waschen wir uns die Hände. Gerade jetzt in Zeiten von Corona ist das noch wichtiger, um sich vor einer Infektion zu schützen. Auch Seife ist gefragt wie lange nicht mehr. Teilweise war sie zu Beginn der Pandemie in Drogerien und Supermärkten in Deutschland sogar ausverkauft.

Wenn jetzt vermehrt Seife gekauft wird, fragt sich der ein oder andere vielleicht, welche Produkte gut und zusätzlich noch umweltschonend sind. Seife in Nachfüllbeuteln soll weniger Müll produzieren als Einmal-Seifen in Kunststoffflaschen. Tatsächlich senkt diese Art von Seife auf die Menge gesehen den Anteil an Plastikabfall, da die Verpackung nur aus einer sehr dünnen Folie besteht. Aber: "Flüssige Seife besteht bis zu 90 Prozent aus einfachem Wasser, das sorgt für überflüssiges Gewicht beim Transport und eine schlechtere Ökobilanz. Und sie enthält oft bedenkliche Stoffe, etwa Konservierungsmittel. 

Mit Seife die Umwelt schonen: Selbstgemachte oder Festseife verwenden

"Die ökologisch beste Option ist daher Festseife", erklärt der Abfall- und Umwelt-Experte Doktor Rolf Buschmann vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland der Bild am Sonntag. Die mittlerweile häufig aus Haushalten verschwundene Festseife ist deutlich umweltfreundlicher als flüssige, da sie weniger Verpackungsmüll hinterlässt. Wem die feste Seife zu unhygienisch ist, trifft aber mit einem Nachfüllbeuteln trotzdem noch die ökologisch bessere Wahl im Vergleich zu Einmal-Seifenspendern.

Flüssigseife lässt sich aber auch ganz leicht selbst herstellen und wird so noch umweltfreundlicher als die gekaufte Variante. Bild der Frau liefer ein  ganz einfaches Rezept.

Zutaten:

  • 100 Gramm eines Seifenstücks, am besten Naturseife ohne Konservierungsstoffe oder synthetische Farbstoffe
  • 1 Liter Wasser, abgekocht
  • 2 Teelöffel Honig
  • 2 Teelöffel Kokos- oder Olivenöl
  • nach Belieben: ein paar Tropfen ätherische Öle, Glycerin für mehr Feuchtigkeit

Anleitung:

  1. Raspeln Sie das Seifenstück mit einer Reibe klein.
  2. Geben Sie einen Liter Wasser in einen Kochtopf und geben Sie die Seifenraspel hinzu. Erwärmen Sie das Gemisch unter Rühren, bis es aufkocht.
  3. Lassen Sie das Seifengemisch unter regelmäßigem Rühren abkühlen und danach 12-24 Stunden ruhen.
  4. Fügen Sie den Honig und das Öl hinzu, sowie Duftöle nach Belieben.
  5. Vermischen Sie alles nochmal mit einem Handrührgerät, bis eine homogene Masse entsteht.
  6. Sie können die selbstgemachte Seife in einen wiederbefüllbaren Seifenspender aus Keramik oder Glas füllen.

Fazit: Gerade in Zeiten von Corona sollten wir nicht auf regelmäßiges Händewaschen und Seife verzichten. Es gibt aber auf jeden Fall Möglichkeiten, Plastikmüll zu reduzieren, selbst wenn unser Seifenverbrauch steigt.