Berlin
Sexualverhalten

Große Sex-Studie zeigt: Das tun die Deutschen wirklich im Bett

Eine Umfrage der TU Braunschweig zeigt, welchen Sex die Deutschen haben, wie viele Männer und Frauen fremd gehen und dabei ungeschützten Sex haben.
Artikel drucken Artikel einbetten
Eine Umfrage der TU Braunschweig zeigt, welchen Sex die Deutschen haben, wie viele Männer und Frauen fremd gehen und dabei ungeschützten Sex haben.  Foto: StockSnap/pixabay.com
Eine Umfrage der TU Braunschweig zeigt, welchen Sex die Deutschen haben, wie viele Männer und Frauen fremd gehen und dabei ungeschützten Sex haben. Foto: StockSnap/pixabay.com
Die Forscher der TU Braunschweig fragten über 2000 Männer und Frauen zwischen 14 und 100 nach deren Sexualleben sowie zu "Außenkontakten", also Sex außerhalb einer bestehenden Zweierbeziehung sowie zum Verhütungsverhalten.

Die Umrage ergab, dass 88 Prozent der Männer und 89 Prozent der Frauen schon einmal Vaginalverkehr hatten. Etwa die Hälfte der Befragten gaben an, schon einmal aktiven oder passiven Oralverkehr gehabt zu haben. Passiven Analverkehr hatten 4 Prozent der Männer und 17 Prozent der befragten Frauen, wohingegen 19 Prozent der befragten Männer angaben, schon einmal aktiven Analverkehr ausgeübt zu haben.

Grund zu etwas Sorge macht die folgende Zahl: 13 Prozent der Personen gaben in der Umfrage an, schon einmal ungeschützten Verkehr außerhalb der Partnerschaft gehabt zu haben. Von diesen Menschen sagte nur ein kleiner Teil (2 Prozent), dass sie beim partnerschaftlichen Geschlechtsverkehr Kondome verwenden würden. Angst vor sexuell übertragbaren Krankheiten (STI) scheinen 25 Prozent der Menschen mit sexuellem Außenkontakt gehabt zu haben: Sie haben anschließend eine Untersuchung in Anspruch genommen, um sich testen zu lassen.

Teil der Befragung war auch die Antwort von 8 Prozent der Männer, die angaben, schon einmal Sexualkontakt zu Prostituierten gehabt zu haben.

Ziel der Studie war es, erstmals bevölkerungsbasierte Befragungsergebnisse zum Sexualverhalten der Deutschen zu gewinnen. Die gesammelten Daten sollen vor allem genutzt werden, um über Infektionsrisiken sexuell übertragbarer Krankheiten aufzuklären. So geben die Forscher auch an, dass gerade bei wechselnden Sexualpartnern auf die Übertragungswege sexuell übertragbarer Krankheiten hingewiesen werden sollte, darunter der unbekanntere orogenitale Übertragungsweg (Kontakt des Mundes mit Genitalien). Außerdem empfehlen die Forscher, Mädchen gegen HPV (Humane Papillomviren) im Alter von 9 bis 14 Jahren zu impfen.
Im Rahmen einer Mehrthemenbefragung wurden von 2 524 Personen per Fragebogen Informationen zu sexueller Orientierung, sexuellen Praktiken und Außenkontakten sowie zu Verhütungsmaßnahmen erhoben.


was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren