Alle Informationen zur Grippe-Saison 2019 im News-Ticker: Die letztjährige Grippewelle war laut Experten die schlimmste seit 2001 - und sorgte in Deutschland für den höchsten Krankenstand aller Zeiten. Wenn die ersten Symptome einer Grippe auftreten, ist es auch schon zu spät: Schüttelfrost, Fieber, Husten, Schnupfen, Gliederschmerzen und Abgeschlagenheit sind die körperlichen Anzeichen einer Grippe. Viele Menschen lassen sich deshalb impfen - allerdings werden in Deutschland die Impfdosen knapp. Nun wurden deshalb sogar Impfstoffe importiert.

Ist eine Impfung sinnvoll? Wie ist der aktuelle Stand der Forschung? Welche aktuellen Zahlen liefert die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) des Robert-Koch-Instituts zur Grippe 2018/2019? Wie viele Infektionen gibt es aktuell in Deutschland? In unserem Grippe-Ticker halten wir Sie auf dem Laufenden.

Update vom 15.01.2019: Deutsches Kreuz rechnet mit Problemen bei Blutspenden

Das Deutsche Kreuz rechnet in der diesjährigen Grippewelle mit Engpässen bei Blutspenden, weil die Spenden nicht lange haltbar sind. Die Engpässe würden vor allem auch dadurch zustande kommen, weil immer weniger Menschen Blutspenden gehen. "Die geburtenstarken Jahrgänge wachsen langsam raus", sagte die Sprecherin des DRK-Blutspendedienstes Baden-Württemberg und Hessen, Stefanie Fritzsche. "Das merkt man jetzt schon, dürfte uns aber in fünf bis zehn Jahren wirklich hart treffen. Die älteren sind zudem die treuen Spender" - und bräuchten dann im Alter häufiger selbst Blutkonserven.

Nur drei Prozent der Menschen hierzulande spenden Blut. Es könnten nach den Zulassungskriterien deutlich mehr sein. Blut spenden kann jeder Gesunde zwischen 18 und der Vollendung des 73. Lebensjahres.

Update vom 13.01.2019: Überall weniger Grippefälle, außer in Schwaben

Nach der neuen RKI-Definition von Influenza, die seit Anfang des Jahres gültig ist, reicht eine Labordiagnose für die Erfassung. Auf diese Weise soll unter anderem der Ermittlungsaufwand bei den Gesundheitsämtern erleichtert werden. Früher mussten auch die klinischen Symptome ermittelt und angegeben werden.

Während - entsprechend dem landesweiten Trend - in allen anderen Regierungsbezirken die Zahl der Krankheitsfälle heuer geringer ist als 2017/2018, stieg sie in Schwaben gemäß der neuen Definition leicht von 58 auf 62. In Unterfranken war hingegen mit 8 Fällen nur ein Bruchteil im Vergleich zum Vorjahr betroffen, als es 67 Kranke in dem Zeitraum gab. Kräftige Rückgänge verzeichnete das LGL auch in Mittelfranken von 272 auf 80 und in Oberbayern von 714 auf 275.

Doch 2017 war die Grippewelle schon Anfang Dezember losgegangen - statt wie in der Regel erst im Januar. Den Höhepunkt erreicht sie laut LGL meist zwischen Ende Januar und Anfang März. Auch weil die Grippewelle in der vergangenen Saison mit deutschlandweit geschätzt neun Millionen influenza-bedingten Arztbesuchen heftig verlief, ließen sich heuer mehr Menschen als in den Vorjahren gegen Grippe impfen. Dem LGL zufolge gab es eine erhöhte Nachfrage. Im November war es vereinzelt bei der Impfstoff-Lieferung eng geworden.

Wie sich die Zahl der Grippefälle in dieser Saison entwickelt, ist laut LGL nicht vorherzusagen: "Wie stark eine Grippewelle ausfällt, hängt unter anderem vom Wetter, von den aktuell vorkommenden Virustypen sowie von der Immunität in der Bevölkerung ab."

Aktualisierung 12.01.2019: Schon jetzt Hunderte Menschen in Bayern erkrankt

In diesem Winter sind im Freistaat bislang deutlich weniger Menschen an Grippe erkrankt als in der Saison 2017/2018. Bis zum 7. Januar wurden nach einer neuen Falldefinition für Influenza vom Robert Koch-Institut (RKI) 589 Grippefälle gemeldet, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen mitteilte. Ein Jahr zuvor waren es im gleichen Zeitraum mit 1362 mehr als doppelt so viele Betroffene.

Nach der neuen RKI-Definition von Influenza, die seit Anfang des Jahres gültig ist, reicht eine Labordiagnose für die Erfassung. Auf diese Weise soll unter anderem der Ermittlungsaufwand bei den Gesundheitsämtern erleichtert werden. Früher mussten auch die klinischen Symptome ermittelt und angegeben werden.

Während - entsprechend dem landesweiten Trend - in allen anderen Regierungsbezirken die Zahl der Krankheitsfälle heuer geringer ist als 2017/2018, stieg sie in Schwaben gemäß der neuen Definition leicht von 58 auf 62. In Unterfranken war hingegen mit 8 Fällen nur ein Bruchteil im Vergleich zum Vorjahr betroffen, als es 67 Kranke in dem Zeitraum gab. Kräftige Rückgänge verzeichnete das LGL auch in Mittelfranken von 272 auf 80 und in Oberbayern von 714 auf 275.

Doch 2017 war die Grippewelle schon Anfang Dezember losgegangen - statt wie in der Regel erst im Januar. Den Höhepunkt erreicht sie laut LGL meist zwischen Ende Januar und Anfang März. Auch weil die Grippewelle in der vergangenen Saison mit deutschlandweit geschätzt neun Millionen influenza-bedingten Arztbesuchen heftig verlief, ließen sich heuer mehr Menschen als in den Vorjahren gegen Grippe impfen. Dem LGL zufolge gab es eine erhöhte Nachfrage. Im November war es vereinzelt bei der Impfstoff-Lieferung eng geworden.

Aktualisierung 09.01.2019 Tausende Dosen Grippe-Impfstoffe nach Deutschland importiert

Deutschland hat wegen des Impfstoffmangels mehrere Tausend Dosen Grippe-Impfstoffe von EU-Ländern importiert. Dennoch gibt es mancherorts noch Engpässe bei der Versorgung. Allein nach Berlin seien 3000 Dosen geordert worden, sagte eine Sprecherin des Landesamts für Gesundheit und Soziales. Das Saarland erhielt nach Auskunft der Landesapothekenkammer "sehr kleine Mengen" von Impfstoffen aus Polen und Frankreich, dennoch sei nun keiner mehr verfügbar.

Apotheken in Schleswig-Holstein hätten Impfstoffe "im vierstelligen Bereich" aus dem Ausland, überwiegend aus Großbritannien bezogen, sagte der Geschäftsführer der Landesapothekenkammer, Frank Jaschkowski. "Damit konnten kleinere Versorgungslücken geschlossen werden." Geschätzt einige Tausend Menschen des Bundeslandes hätten sich wegen des Impfstoffmangels nicht gegen Grippe impfen lassen. In anderen Bundesländern wie Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen gibt es nach Behördenangaben keine größeren Probleme mit den Impfstoffen.

Für diese Saison hatte das Paul-Ehrlich-Institut 15,7 Millionen Dosen freigegeben, rund eine Million mehr als in der Vorsaison verimpft worden waren. Nach Engpässen hatte das Bundesgesundheitsministerium im November den Import von Grippe-Impfstoffen erlaubt.

Menschen mit besonderem Risiko sollten sich auch derzeit noch impfen lassen - falls in der Region noch Impfstoff vorhanden sei, sagte die Sprecherin der Robert Koch-Instituts (RKI), Susanne Glasmacher. Dazu zählen unter anderem chronisch Kranke und Menschen über 60. Es dauert aber bis zu zwei Wochen, bis ein Impfschutz aufgebaut sei.

Die vergangene Grippewelle hatte das RKI bereits als stärkste seit Jahren gewertet. Vermutlich starben daran in Deutschland mehr als 20 000 Menschen, vor allem Ältere. Dies sehen Experten als einen Grund dafür an, dass sich in dieser Saison so viele Menschen impfen ließen. Ein weiterer sei die Einführung des Vierfach-Impfstoffs, der als wirksamer gilt als der mit drei Komponenten.

Wann beginnt eine Grippewelle?

"Die jährliche Grippewelle hat in den vergangenen Jahren meist im Januar begonnen und drei bis vier Monate gedauert", schreibt das Robert-Koch-Institut auf seiner Webseite. "Außerhalb dieser Zeit werden nur wenige Fälle beobachtet."

Update vom 13.09.2018: Forscher rufen zum Impfen auf

Nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts war die vergangene Grippewelle die stärkste seit über 16 Jahren. "Geschätzte neun Millionen Menschen sind wegen einer Influenza-Erkrankung zum Arzt gegangen", sagte Forscherin Silke Buda am Mittwoch. Die Zahl der Todesfälle liege für die vergangene Grippe-Saison vermutlich wieder über 20.000, wobei es dazu noch keine gesicherten Daten gibt.

Eu-Gesundheitsbehörden halten es für sinnvoll, dass drei Viertel der Bevölkerung gegen Grippe geimpft sind. In Deutschland sind es zu wenige. Besonders bei den über 60 -Jährigen, in deren Gruppe die meisten Todesfälle in Zusammenhang mit einer Grippe-Erkrankung vorkommen, zeigt sich das mit nur knapp einem Drittel geimpfter Personen. "Die Schutzmöglichkeiten müssen besser genutzt werden", betonte RKI-Präsident Lothar Wieler, weil sie die wichtigste Schutzmaßnahme sei. "Mit keiner anderen Impfung lassen sich hierzulande mehr Leben retten", betonte er. Die Impfung wird in medizinischen Berufen nicht nur zum eigenen Schutz empfohlen, sondern auch um Ansteckungen von Patienten zu minimieren.

Update vom 04.09.2018: Neuer Impfstoff könnte Durchbruch sein

Seit der letzten Grippewelle zu Beginn des Jahres steht fest, dass die Menschen für die nächste Krankheitssaison besser gewappnet sein müssen. Deshalb haben Forscher aus den USA einen neuen Impfstoff an Mäusen getestet, berichten siein der Fachzeitschrift Nature Communications.Ihre Ergebnisse versprechen einen Durchbruch: Bei einer Weiterentwicklung könnte aus dem Impfstoff eine "Universal-Impfung" entstehen, die die jährliche Grippeimpfung ersetzen könnte. Menschen müssten nur noch wenige Male im Leben eine Spritze bekommen.

Im Test bildeten die Mäuse nach der Impfung viele Antikörper gegenüber Grippeviren. Jetzt hegen die Forscher die Hoffnung, dass der neue "Super-Impfstoff" genauso gut bei Menschen wirkt. Genau das soll im nächsten Schritt der Forschung getestet werden.