Alle Informationen zur Grippe-Saison 2019 im News-Ticker: Die Grippewelle 2018 war laut Experten die schlimmste seit 2001 - und sorgte in Deutschland für den höchsten Krankenstand aller Zeiten. Seit Mitte Januar hat laut Robert-Koch-Institut die Grippesaison 2019 so richtig begonnen: Seitdem steigt die Zahl der Influenza-Fälle stark.

Dabei ist es eigentlich schon zu spät, wenn die ersten Symptome einer Grippe auftreten: Schüttelfrost, Fieber, Husten, Schnupfen, Gliederschmerzen und Abgeschlagenheit sind die körperlichen Anzeichen einer Grippe. Diese sind dieses Jahr wohl besonders stark ausgeprägt: Der Bayerische Hausärzteverband spricht von einem aggressiven Krankheitsverlauf in diesem Jahr.

Update vom 30.04.2019, 15:42 Uhr: Weniger Infektionen als in der vergangenen Saison

Im Freistaat sind in dieser Grippesaison weniger Menschen an Influenza erkrankt als in der vergangenen Saison. Fast 40 Prozent weniger Infektionen wurden seit Anfang Oktober 2018 bis Ende April 2019 registriert - so Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Dienstag in München.

Dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit seien rund 45 800 Influenza-Fälle in diesem Zeitraum gemeldet worden. In der Saison davor waren es etwa 73 500 Fälle. Außerdem zählte die Behörde bis zum 26. April 111 Grippe-Tote - in der vorherigen Saison waren es 178.

Auch die Zahl der aktuell gemeldeten Neuerkrankungen ist den Angaben zufolge deutlich zurückgegangen. So wurden in der 16. Woche des Jahres, also vom 15. bis 21. April, 278 neue Influenza-Fälle gemeldet. In der Woche zuvor waren es 530 Fälle, davor jeweils 880 und 1571 Fälle.

Update vom 22.03.2019, 20:22 Uhr: Grippewelle ebbt im Landkreis Bamberg ab

Die Influenza schwächt sich laut einer Pressemitteilung des Landratsamt deutlich ab. Zu dem Ergebnis kamen Landrat Johann Kalb und der Leiter des Fachbereiches Gesundheitswesen beim Landratsamt Bamberg, Dr. Heinz-Jürgen Wagner beim Blick auf die aktuellen Influenza-Fälle.

Im März hatte die Behörde bisher 321 Grippefälle registriert. Zur gleichen Zeit des Vorjahres markierte die Influenza laut der Mitteilung noch eine Hochphase mit 583 Fällen im Vergleichszeitraum.

2019 war der Höhepunkt der Krankheitswelle nach bisherigem Verlauf im Februar. 748 Menschen erkrankten insgesamt in diesem Monat an Grippe. Ein Jahr zuvor gab es im Februar 2018 mit 705 einen ähnlichen Krankheitsverlauf.

Insgesamt falle die Zahl der registrierten Erkrankungen im Landkreis Bamberg in diesem Winter etwas niedriger aus. Von Oktober 2018 bis zum 21. März wurden 1270 Erkrankte gemeldet. Ein Jahr zuvor waren es im gleichen Zeitraum 1485 Influenza-Fälle.

Ist eine Impfung sinnvoll? Wie ist der aktuelle Stand der Forschung? Welche aktuellen Zahlen liefert die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) des Robert-Koch-Instituts zur Grippe 2018/2019? Wie viele Infektionen gibt es aktuell in Deutschland? In unserem Grippe-Ticker halten wir Sie auf dem Laufenden.

Update vom 15.03.2019, 09.10 Uhr: Schwere Grippewellen beeinflussen Entwicklung der Lebenserwartung

Die schweren Grippewellen der vergangenen Jahre könnten die Entwicklung der Lebenserwartung in Deutschland negativ beeinflusst haben. Das vermuten Forscher des Berliner Robert Koch-Instituts mit Blick auf die Statistiken der vergangenen 25 Jahre. In dieser Zeit stieg die mittlere Lebenserwartung von Frauen von 79 auf 83,2 Jahre. Bei den Männern wuchs sie von 72,5 auf 78,4 Jahre, heißt es im Journal of Health Monitoring. Allerdings beobachten die Forscher immer wieder rätselhafte kleine Unterbrechungen bei diesem kontinuierlichen Anstieg - zum Beispiel 2013, 2015 und 2017.

Die Wissenschaftler werten das nicht als reinen Zufall. Denn 2013, 2015 und 2017 waren in Deutschland Jahre mit auffallend starken Grippewellen, die geschätzt jeweils rund 20.000 Todesopfer mehr forderten als sonst - vor allem unter älteren Menschen. Der Anstieg der Lebenserwartung werde allerdings von vielen Faktoren beeinflusst, heißt es in der Untersuchung. Effekte wie die medizinische Versorgung und Prävention wirkten dabei zum Beispiel eher langfristig.

Die wachsende Lebenserwartung in Deutschland resultierte bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts vor allem aus einem Rückgang der Sterblichkeit bei Säuglingen, Kindern und jungen Erwachsenen. Seitdem sind vor allem sinkende Sterblichkeitsraten der Älteren für den stetigen Anstieg verantwortlich. Grippewellen könnten dem aber vielleicht kurzfristig einen leichten Dämpfer versetzen.

Die jüngste Untersuchung bestätigt erneut, wie stark auch soziale Unterschiede die Lebenserwartung immer noch beeinflussen. Vor dem 65. Geburtstag sterben 13 Prozent der Frauen und 27 Prozent der Männer aus der niedrigsten Einkommensgruppe. Bei Spitzenverdienern sind es nur acht Prozent der Frauen und 14 Prozent der Männer. Diese Unterschiede sind seit 25 Jahren gleich geblieben.

Update vom 07.03.2019, 20 Uhr: Im Vergleich zum Vorjahr könnte Grippewelle in Bayern glimpflicher abgehen

Die Grippe-Saison hat Bayern noch immer im Griff, doch schon jetzt zeichnet sich ab: Trotz einiger dramatischer Fälle wie im Kreis Donau-Ries, wo drei Menschen an den Folgen einer Influenza starben, dürfte es dieses Mal glimpflicher abgehen als in den vergangenen Jahren. Das liegt nicht nur daran, dass mehr Bayern geimpft waren als früher.

Update vom 28.02.2019, 15 Uhr: Grippewelle noch nicht vorbei

Trotz frühlingshafter Temperaturen ebbt die Zahl der Grippepatienten noch nicht ab. In der dritten Februarwoche wurden rund 23 900 bestätigte Krankheitsfälle an das Robert-Koch Institut gemeldet, teilte die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) mit. Das war der höchste Wert dieser Grippewelle. Sie hat nach der Definition der AGI Mitte Januar begonnen. Es dominieren weiterhin Viren des Typs A.

Die Auswertung umfasst nur einen kleinen Ausschnitt des Krankheitsgeschehens. Denn lediglich ausgewählte Praxen schicken Proben ein und nicht jeder Grippekranke geht zum Arzt. Die realen Fallzahlen liegen deshalb wahrscheinlich weitaus höher als die bisher gemeldeten rund 84 500 bestätigten Grippefälle in dieser Saison.

Die Statistik gilt dennoch als guter Gradmesser für die Grippe-Entwicklung. Rund ein Fünftel der erfassten Patienten kam wegen der Schwere der Erkrankung in eine Klinik. Bisher gab es in dieser Saison in Deutschland 199 gemeldete Todesfälle im Zusammenhang mit Influenza. In der EU gehört Deutschland in diesem Jahr zu den Ländern mit einer hohen Influenza-Aktivität.

Im Vergleich zum Vorjahr verläuft die Welle aber deutlich milder. In der vergangenen Saison waren rund neun Millionen Menschen wegen einer Influenza-Erkrankung zum Arzt gegangen. Die Zahl der Toten wird hochgerechnet bisher auf 20 000 geschätzt - dabei handelt es sich vor allem um Menschen mit Vorerkrankungen.

Update 28.02.2019, 14.30 Uhr: Vorrat an Grippeimpfstoff soll erhöht werden

Um Engpässe beim Grippeimpfstoff wie in der laufenden Saison zu vermeiden, sollen die Vorräte in Bayern künftig aufgestockt werden. Die Vorbestellmengen für Kassenärzte sollen in den nächsten Jahren von bisher zwei Drittel auf mindestens drei Viertel des voraussichtlichen Bedarfs erhöht werden, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Donnerstag mit. Das habe die Landesarbeitsgemeinschaft Impfen am Mittwoch beschlossen. Hintergrund ist den Angaben nach, dass die Nachfrage in diesem Winter mit mehr als 1,5 Millionen Impfstoffdosen um zehn Prozent höher lag als in den drei Saisons zuvor.

Die Impfstoff-Hersteller rechnen den Gesamtbedarf auf der Basis der Vorbestellungen hoch. Daher sei es sehr wichtig, dass Vorbestellungen auch deutschlandweit möglichst vollständig sind. "Dies war vor einem Jahr nicht überall der Fall", hieß es in der Mitteilung. Damit sollen sich Experten der Obersten Landesgesundheitsbehörden Anfang März bei einem Treffen in Schwerin befassen. Bayern setze sich auch auf Bundesebene für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung ein.

Die impfenden Ärzte sollen zudem mehr Planungssicherheit bekommen. Die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern sicherte demnach zu, dass bei der geplanten Erhöhung der Vorbestellungen keine Forderungen erhoben werden, wenn die Impfstoffe nicht alle genutzt werden sollten. Ende 2018 hatten Ärzte untereinander Grippeimpfstoff getauscht, auch gab es eine Impfstoffbörse für Apotheken. Diese Maßnahmen können auch in Zukunft bei Bedarf ergriffen werden.

Update vom 25.02.2019, 18.38 Uhr: Grippeimpfung kann auch für Fernreisen sinnvoll sein

Nicht nur vor einer Grippewelle zu Hause kann eine Impfung gegen Influenza sinnvoll sein - sondern auch vor einer Fernreise. Derzeit verzeichnen zum Beispiel Südostasien und Südchina einen Grippeausbruch, informiert das Centrum für Reisemedizin (CRM). Wer dorthin reist, sollte sich jetzt schützen. Die Frage, ob eine Grippeimpfung für eine bestimmte Reise ratsam ist, sollten sich den Experten zufolge nicht ausschließlich Menschen ab 60 Jahren stellen.

Update 25.02.2019, 7:23 Uhr: Grippe-Symptome erkennen - Ansteckung vorbeugen

Eine Grippe von einer Erkältung zu unterscheiden, fällt vor allem im Anfangsstadium nicht leicht. Typische Symptome einer Influenza sind Schleim in der Nase, hohes Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Auch Husten kann auftreten. "Eine Influenza beginnt sehr plötzlich", so Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der Barmer-Krankenkasse. Innerhalb weniger Stunden fühlten sich die Betroffenen in der Regel deutlich kränker als bei einer Erkältung und litten häufig unter trockenem Husten, starken Kopf-, Glieder- und Muskelschmerzen sowie hohem Fieber - auch über 40 Grad.

Verbreitet kommt es bei Grippe zu Appetitlosigkeit und großer Müdigkeit. Bei Babys und kleinen Kindern kommen oft noch Magen-Darm-Beschwerden hinzu."Es kommt auf das Immunsystem an, wie stark man auf eine Influenza reagiert. Daher kann es auch vorkommen, dass sich die Symptome von einer Erkältung kaum unterscheiden. Im Zweifelsfall sollte man immer zum Arzt gehen."

Grippewelle: So vermeiden Sie eine Ansteckung

Das Grippevirus verbreitet sich vor allem durch Husten und Niesen, die sogenannte Tröpfcheninfektion. Daher ist es ratsam, von Erkrankten möglichst Abstand zu halten - eineinhalb bis zwei Meter seien in der regel ausreichend. Um eine indirekte Übertragung zu vermeiden, raten Experten zu regelmäßigem Händewaschen. Auch solle man sich möglichst wenig ins Gesicht fassen. Denn oft finden sich Viren auf den Händen: Wenn man beispielsweise eine erkrankte Person mit Handschlag begrüßt oder einen Gegenstand berührt, den diese zuvor angefasst hat. "Regelmäßiges Händewaschen ist zur Vermeidung einer Influenza auch deshalb so wichtig, weil eine Person bereits dann ansteckend sein kann, wenn sie noch keine Symptome zeigt", so Dr. Marschall.

Erkältung oder Grippe?

Im Gegensatz zur Grippe sind die Symptome bei einer Erkältung oder dem berühmten "grippalen Infekt" (Rhino-Viren) deutlich weniger stark ausgeprägt. Das Fieber ist ind er Regel niedriger, oft müssten betroffene niesen, das Krankheitsgefühl sei weniger schlimm. Insgesamt beschränken sich die Krankheitssymptome meist auf den Nasen-Rachen-Raum. Das in der betreffenden Situation allerdings selbst richtig einzuschätzen, fällt vielen Betroffenen schwer. Im Zweifelsfall ist deshalb immer der Gang zum Arzt angeraten.

Update vom 21.02.2019, 12:17 Uhr: Grippewelle in Bamberg auf dem Vormarsch

Die Zahl der Influenza-Fälle ist im Februar in Stadt und Landkreis Bamberg stark angestiegen. Dies berichtet das Landratsamt Bamberg in einer Pressemitteilung. Bis zum 20. des Monats wurden dem Fachbereich Gesundheitswesen beim Landratsamt Bamberg Gesundheitsamt 486 Erkrankungen gemeldet. Im gesamten Januar waren es 209 Fälle. Darüber informierte dessen Leiter Dr. Heinz-Jürgen Wagner den Bamberger Landrat Johann Kalb. Der Zenit der Krankheitswelle, so die Statistik, ist dabei noch nicht überschritten. Täglich werden der Behörde aktuell zwischen 20 und in der Spitze 40 Erkrankungen angezeigt.

Ein Blick in das vergangene Jahr zeigt vom Verlauf her eine ähnliche Entwicklung. Insgesamt fiel die Krankheitswelle 2018 sogar noch ausgeprägter aus. Im Januar 2018 zählten die Mitarbeiter des Fachbereiches Gesundheitswesen 283 Krankheitsfälle. Vom 1. bis zum 20. Februar 2018 stieg die Zahl der Influenza-Fälle dann auf 646.

Die Gesundheitsexperten raten, die bekannten Vorsichtsmaßnahmen zu beachten, beispielsweise gründliches Händewaschen und regelmäßiges Lüften der Wohnung.

Update 18.02.2019, 07:50 Uhr: RS-Virus zirkuliert in Franken - Babys in großer Gefahr

Aktuell ist besondere Vorsicht geboten. In mehreren Kliniken in Franken zirkuliert das RS-Virus. Besonders für Säuglinge kann das Virus sehr gefährlich werden. Die Symptome ähneln zunächst denen einer Grippe: Gefahr besonders für Säuglinge - RS-Virus erreicht Franken

Symptome - bei Kleinkindern wie Erwachsenen - sind beispielsweise Schnupfen, Husten oder Halsschmerzen und Fieber. All das plagt auch Influenza-Patienten. Bei Säuglingen verläuft eine RSV-Infektion jedoch häufig sehr schwer. Es kann zu einer spastischen Bronchitis oder eben einer Lungenentzündung kommen.

Update 13.02.2019, 06:13 Uhr: Warum Grippe-Kranke dieses Jahr besonders leiden

Die Grippeverläuft nach Auskunft des Bayerischen Hausärzteverbandesin diesem Jahr besonders schwer. Die Patienten seien "richtig krank", sagte der Münchner Hausarzt Wolfgang Ritter aus dem Landesvorstand des Verbandes. Sie kämen mit 40 Grad Fieber und brennendem Husten in die Praxis und seien wirklich todmüde.

Bei rund 20 Prozent der Erkältungskrankheiten handele es sich um die echte Influenza. Weit verbreitet ist laut Ritter in diesem Jahr das Influenza-Virus vom Typ A. Es sei recht aggressiv, führe häufiger zu Komplikationen und die Kranken fühlten sich extrem schlecht.

Das merken auch die Krankenhäuser, etwa die Notaufnahme des Klinikums der Universität München. Bis vor kurzem behandelten die Ärzte dort zwei bis drei Grippefälle pro Woche. Aktuell seien es mitunter drei bis vier Patienten am Tag, berichtete ein Sprecher. Doch nicht nur die Grippeviren gehen um. Auch normale Erkältungskrankheiten sorgen derzeit nach Angaben der Hausärzte für volle Praxen.

Mehr als 5800 Influenza-Fälle in Bayern registrierte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zwischen Oktober 2018 und dem 4. Februar 2019. Im Vorjahr waren es zu diesem Zeitpunkt bereits fast 12 000 Fälle. Mindestens fünf Menschen starben in dieser Saison bereits an den Folgen der Krankheit.

Wie sich die aktuelle Grippewelle entwickelt und ob sie so schlimm wird wie 2017, lässt sich nach Auskunft der Hausärzte noch nicht abschätzen. Derzeit lasse sich nur feststellen: "Es nimmt stetig zu", berichtete Ritter. Eine Impfung lohne sich deshalb noch. Vergangenes Jahr dauerte die Grippesaison bis in den April.

Update 08.02.2019, 17:22 Uhr: Zahl der Grippe-Infektionen in Bayern stark gesunken

Die Zahl der Grippefälle in Bayern ist in diesem Winter bislang deutlich gesunken. 5838 Menschen seien im Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 3. Februar an Grippe erkrankt, teilte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Freitag mit. Ein Jahr zuvor waren es mit 11.957 mehr als doppelt so viele Betroffene. Die Werte für die beiden Jahre beruhen auf einer neuen Grippe-Definition des Robert-Koch-Instituts (RKI), die seit diesem Jahr gilt. Den Angaben zufolge starben in der Saison 2018/2019 fünf Menschen an den Folgen der Erkrankung. Im selben Zeitraum kamen ein Jahr zuvor 21 Menschen deswegen ums Leben.

Wie das LGL mitteilte, ist in der aktuellen Grippesaison die Nachfrage nach Grippe-Impfungen gestiegen. Auch zum jetzigen Zeitpunkt kann eine Grippe-Impfung noch sinnvoll sein, teilte ein Sprecher mit. Dies gelte vor allem für Menschen über 60 Jahre oder Schwangere.

Anfang des Jahres änderte das Robert-Koch-Institut (RKI) die Falldefinition für Influenza. Nach der neuen Definition reicht eine Labordiagnose für die Erfassung. Auf diese Weise soll unter anderem der Ermittlungsaufwand bei den Gesundheitsämtern erleichtert werden.

Update 25.01.2019: Grippewelle rollt durch Thüringen

Die Zahl der gemeldeten Infektionen mit dem Influenza-Virus in unserem nördlichen Nachbarland Thüringen ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) von der ersten auf die vierte Januarwoche um rund 40 Fälle gestiegen - die Zahl der gemeldeten Erkrankungen lag im Freistaat damit zuletzt bei etwa 45 Fällen. Eine Sprecherin sagte, dass sich der Anstieg in den kommenden Wochen weiter fortsetzen werde.

Die Auswertung umfasst jedoch nur einen kleinen Ausschnitt des Krankheitsgeschehens. Denn lediglich ausgewählte Praxen schicken Proben ein und nicht jeder Grippekranke geht zum Arzt. Die realen Fallzahlen liegen deshalb wahrscheinlich weitaus höher als die bisher gemeldeten. Die Statistik gilt dennoch als guter Gradmesser für die Grippe-Entwicklung.

Update 24.01.2019: Grippewelle macht sich breit

Durch Deutschland rollt die Grippewelle. In der dritten Januarwoche wurden rund 2.200 bestätigte Krankheitsfälle an das Robert-Koch-Institut gemeldet, teilte die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) mit. Das war mit Abstand der höchste Wert dieser Saison, die offiziell im Oktober begann und Anfang Dezember langsam an Fahrt aufnahm. Nach der Definition der AGI hat die Grippewelle Mitte Januar begonnen. Es dominieren zur Zeit Viren des Typs A.

Die Auswertung umfasst aber nur einen kleinen Ausschnitt des Krankheitsgeschehens. Denn lediglich ausgewählte Praxen schicken Proben ein und nicht jeder Grippekranke geht zum Arzt. Die realen Fallzahlen liegen deshalb wahrscheinlich weitaus höher als die bisher gemeldeten 6334 bestätigten Grippefälle in dieser Saison. Die Statistik gilt dennoch als guter Gradmesser für die Grippe-Entwicklung. Bisher gab es in Deutschland 20 gemeldete Todesfälle im Zusammenhang mit Influenza.

In der vergangenen schweren Grippesaison waren rund neun Millionen Menschen wegen einer Influenza-Erkrankung zum Arzt gegangen. Vermutlich starben mehr als 20 000 Menschen durch Grippe, vor allem Ältere mit Vorerkrankungen. Für diese Saison standen in Deutschland rund 15,7 Millionen Impfdosen bereit. Es wurde noch weiterer Impfstoff aus anderen EU-Ländern zugekauft, weil das nicht ausreichte.

Update vom 18.01.2019: Grippewelle steht kurz bevor

Experten rechnen mit dem baldigen Beginn einer Grippewelle in Deutschland. In der zweiten Januarwoche seien bislang rund 1260 bestätigte Grippefälle an da Robert-Koch-Institut gemeldet worden, teilte die Arbeitsgemeinschaft Influenza mit. Das war mit Abstand der höchste Wert dieser Saison, die offiziell im Oktober begann und Anfang Dezember langsam an Fahrt aufnahm. Bisher gab es in Deutschland elf gemeldete Todesfälle im Zusammenhang mit Grippe.

Die Auswertung umfasst nur einen kleinen Ausschnitt des Krankheitsgeschehens, da lediglich ausgewählte Praxen Proben einschicken und untersuchen lassen. Die realen Fallzahlen liegen deshalb weitaus höher. Die Statistik gilt dennoch als guter Gradmesser für die Grippe-Entwicklung. Bisher wurden in dieser Saison rund 3680 von Laboren bestätigte Influenza-Fälle registriert.

Die Komponenten des diesjährigen Impfstoffs passen gut zu den bislang entdeckten Viren des Typs A. Wer sich jetzt noch impfen lässt, muss allerdings bis zu zwei Wochen warten, bis der Impfschutz aufgebaut ist. Und es ist nicht sicher, dass jeder Arzt noch Impfstoff bekommt. Mehr als 15 Millionen Dosen sind insgesamt bereits verwendet worden. Mehrere Tausend Dosen wurden bereits aus EU-Ländern importiert, da sich der Bedarf nicht exakt planen lässt.