Syphilis breitet sich in Europa aus: Die Geschlechtskrankheit Syphilis war insbesondere im 19. Jahrhundert verbreitet. Lange war die Krankheit verschwunden - mittlerweile ist sie erneut auf dem Vormarsch: Einem Bericht des "Europäischen Zentrums für Prävention und Kontrolle von Krankheiten" (ECDC) zu folge, ist die Zahl der Syphilis-Fälle in Europa massiv angestiegen. Seit 2010 hat sich die Zahl der Betroffenen um 70 Prozent gesteigert. Im Zeitraum zwischen 2010 und 2017 wurde der jährliche Rekordwert 33.189 erreicht. In diesen sieben Jahren wurden 260.505 Krankheitsfälle in Europa dokumentiert.

Syphilis: Alarmierende Zahlen in Deutschland

Wie die EU-Behörde, die im schwedischen Stockholm ansässig ist, mitteilt, rücken in dieser Entwicklung insbesondere fünf EU-Staaten in den Fokus. In diesen Ländern hat sich die Rate seit 2010 mehr als verdoppelt. Folgende Staaten sind betroffen:

  • Deutschland
  • Irland
  • Island
  • Großbritannien
  • Malta

Syphilis-Ausbreitung: Was sind die Gründe?

"Die Zuwächse bei den Syphilis-Infektionen, die wir in Europa sowie in anderen Ländern in aller Welt sehen, sind ein Ergebnis mehrerer Faktoren wie Sex ohne Kondom und mit mehreren Sexualpartnern, kombiniert mit einer geringeren Angst, HIV zu bekommen", so Andrew Amato-Gauci, Leiter des ECDC zur Deutschen Presse-Agentur. Die "Deutsche Aidshilfe" sieht ebenfalls die zurückgehende Benutzung von Kondomen als Grund der Entwicklung. Das liege insbesondere an besseren Therapien.

So schützen Sie sich vor der Geschlechtskrankheit

Um sich vor der Geschlechtskrankheit effektiv zu schützen, gibt es nur einen Weg: Kondome verwenden. Dabei ist zu beachten, dass Kondome das Risiko sich anzustecken, lediglich stark senken. Nässende Hautstellen des Sexualpartners können unabhängig davon gefährlich sein, wie die "Deutsche Aidshilfe" rät.

Grundsätzlich ist es ratsam, sich testen zu lassen. Mit einem Bluttest lässt sich der Verdacht auf Syphilis schnell im Keim ersticken - oder eben nicht. Dann sollte gehandelt werden: Die Geschlechtskrankheit kann heutzutage sehr gut durch Antibiotika behandelt werden. Penizillin fällt oftmals als Stichwort, es gilt als effektivste Behandlung der Krankheit.

Syphilis: Das sind die Symptome

Der Verlauf der Geschlechtskrankheit Syphilis kann unterschiedlich intensiv ausfallen und sich über eine kurze beziehungsweise lange Zeit hinziehen. Zu Beginn der Erkrankung sind meist kleine Geschwüre am Körper zu sehen. Oftmals befinden sich die Geschwüre an der Stelle, an der die gefährlichen Bakterien in den Körper gelangt sind - zum Beispiel am Penis, an der Scheide oder im Analbereich. Geschwüre im Mundbereich sind ebenfalls möglich: Diese gehen meist mit angeschwollenen Lymphknoten einher. Was Syphilis so tückisch macht, ist, dass die Symptome nach kurzer Zeit ohne medikamentöse Behandlung wieder abklingen. Das bedeutet allerdings keinesfalls, dass die Gefahr gebannt ist.

In den meisten Fällen treten nach zwei Monaten intensivere Symptome auf: Es kommt zu Fieber, Kopf- beziehungsweise starken Gelenkschmerzen. Zudem bilden sich Hautausschläge oder Beläge auf der Zunge. Auch diese Welle an Symptomen klingt nach geraumer Zeit wieder ab. Während den ersten beiden Phasen der Krankheit ist eine rechtzeitige und medikamentöse heutzutage äußerst erfolgversprechend.

Breitet sich die Geschlechtskrankheit allerdings weiter im Körper aus, kann es auch nach Jahren zur dritten Phase kommen: Überall im Körper bilden sich Geschwüre, die sowohl das Nervensystem als auch die Organe angreifen. Dies führt in vielen Fällen dazu, dass der Organismus mit mehreren schwerwiegenden Schäden zu recht kommen muss. Beispielsweise droht geistiger Verfall, weil das Gehirn angegriffen wird oder Blind- sowie Taubheit, da Augen und Ohren beschädigt werden. Da die Medizin in den letzten Jahrzehnten große Fortschritte gemacht hat, kommt es nur in den seltensten Fällen zur dritten Phase.

Sex und Drogen: Übertragung von Syphilis

Syphilis wird oft beim Geschlechtsverkehr übertragen: Haut und Schleimhäute bieten optimale Bedingungen, die Erreger weiterzugeben. Meist passiert das bei ungeschütztem Oral- beziehungsweise Analverkehr.

Zudem kann Syphilis auch beim Drogenkonsum übertragen werden: Spritzen, die beispielsweise gemeinsam benutzt werden, können ebenfalls gefährliche Syphilis-Erreger beinhalten. Injiziertes Spritzbesteck ist somit neben Geschlechtsverkehr oftmals für die Übertragung der Erreger verantwortlich, wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilt.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informiert über die Krankheit Syphilis auf ihren Informationsportal liebesleben.de.

Warnung vor Hepatitis-E-Infektion beim Grillen

Vorsicht beim Grillen! Medizinier warnen aktuell vor einer Infektion mit Hepatitis E durch falsches Grillen. Es drohen schwere Leberschäden. Die Zahl der Fälle in Deutschland nimmt zu. So können Sie sich schützen.

Sie sind single und in Franken auf der Suche nach einem Partner? Dann schauen Sie doch mal auf single.inFranken.de vorbei.