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Gesundheitsrisiko

Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung: Was ändert sich im Jahr 2020?

Je früher bösartige Tumore in der Gebärmutter erkannt werden, desto höher sind die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung. Vorsorgeuntersuchungen sind deshalb besonders wichtig. Seit Anfang dieses Jahres gibt es Neuerungen bei der Früherkennung.
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Seit Januar 2020 gelten neue Regelungen für die Erkennung von Gebärmutterhalskrebs. Symbolfoto: unsplash.com
Seit Januar 2020 gelten neue Regelungen für die Erkennung von Gebärmutterhalskrebs. Symbolfoto: unsplash.com

  • Für Frauen gibt es eine Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung bei Gynäkologen.
  • Seit dem 01.01.2020 können Frauen den Test auf "HPV" alle drei Jahre in Anspruch nehmen.

Die Untersuchung der weiblichen Gebärmutter zählt zu Routineterminen beim Frauenarzt. Mit Hilfe eines Spachtel entnimmt ein Gynäkologe Zellen aus dem Muttermund. Im Labor wird anschließend analysiert, ob Anzeichen für Krebs- oder andere Tumorerkrankungen vorhanden sind. Die gängige Untersuchungsmethode stellt der sogenannte "Pap-Test" dar. Daneben können sich Frauen auf "humane Papillomviren (HPV)" untersuchen lassen. Ab 2020 soll in der Früherkennung von Gebärmutterkrebs dieser Untersuchungsbereich stärker in den Fokus gerückt werden.

Gebärmutterfrüherkennung: Was ändert sich 2020?

Seit dem Jahresbeginn wird dabei in zwei Frauengruppen aufgeteilt:

  • Im Alter zwischen 20 und 34 Jahren können sich Frauen einmal jährlich den Unterleib ärztlich untersuchen lassen. Dabei wird ein Zellabstrich vorgenommen.
  • Ab einem Alter von 35 Jahren wird in Zukunft eine Screening-Analyse für Gebärmutterhalskrebs angeboten. Diese Untersuchung kann jedes dritte Jahr wahrgenommen werden.
  • Das Screening zielt darauf ab, "humane Papillomviren (HPV)" zu entdecken.

    Was sind "humane Papillomviren (HPV)"?

    Informationen des "Deutschen Krebsforschungszentrums" zufolge handelt es sich bei "humanen Papillomviren" - kurz: "HPV" - um "mikroskopisch kleine Partikel", die Infektionen hervorrufen können. Unter den mehr als 200 bisher bekannten "HPV"-Virustypen befinden sich einige, die ebenfalls krebsfördernd sein können. "Die am häufigsten von HPV hervorgerufene Krebserkrankung ist Gebärmutterhalskrebs", heißt es weiter.

    Für Mädchen, die noch keinen Geschlechtsverkehr hatten, gibt es eine Impfung gegen "HPV". Krebserkrankungen, wie im Bereich der Gebärmutter, werden in der Regel Jahre nach der viralen Infektion deutlich - beispielsweise durch stark veränderte Hautpartien.

    Für Frauen gilt: Zeigt ein "HPV"-Test Auffälligkeiten auf dem Abstrich, sollte ein Gynäkologe mit Zusatzqualifikationen in diesem Bereich aufgesucht werden. Der "Berufsverband der Frauenärzte" schlägt bei diesem Thema Alarm: Demnach gebe es bei weitem zu wenige Frauenärzte, die diese Untersuchungen anbieten. Das berichtet die Frankfurter Rundschau.

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