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Oben-ohne-Trend: Ist es wirklich gesünder keinen BH zu tragen?

Oben-Ohne-Trend: Immer mehr Frauen verzichten darauf, einen BH zu tragen. Ob aus gesundheitlichen oder aus emanzipatorischen Gründen: Ist es gesünder keinen BH zu tragen?
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Oben-ohne-Trend auf dem Vormarsch: Internationale Kampagnen wie die #noBra und die #freeyourboobs Bewegung erfreuen sich aktuell großer Beliebtheit. Doch was steckt dahinter? Im Fokus steht vor allem die Natürlichkeit, Weiblichkeit und das Recht auf Selbstbestimmung. Ob Gigi Hadid oder Rihanna, viele leben den Trend und bekennen sich öffentlich dazu, auf BHs zu verzichten. Aber wie funktioniert das, und was passiert mit dem Körper?

Ohne BH: Freie Brüste, freie Meinung - bessere Gesundheit?

Ob man mit oder ohne BH durchs Leben geht, ist vor allem eine persönliche Entscheidung. Da sich der "Free The Nipple" Bewegung in letzter Zeit aber auch viele Stars und Personen des öffentlichen Lebens angeschlossen haben und dies frei zelebrieren, wurde das Thema in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Während der "Oben ohne"-Trend in den Sozialen Medien meist positive Kommentare und Solidarität hervorruft, wird die Entscheidung zu einem Leben ohne BH nicht immer positiv aufgenommen und löst teils heftige Kritik aus.

Oben ohne: Gestärkter Brustmuskel bei Verzicht auf BHs

Immer wieder stößt man in der Debatte auf den Namen Jean-Denis Rouillon . Der französische Arzt sorgte vor einigen Jahren für Aufsehen mit seiner These, das Büstenhalter überflüssig seien, weil dadurch die natürliche Muskulatur der Brüste geschwächt würde. Es soll sogar ein Lifteffekt einsetzen, wenn man keinen Büstenhalter trägt - gegenteilig kann ständiges BH-Tragen zur Erschlaffung des Busens führen.

Wie Focus Onlineberichtet, ruderte der Sportmediziner nach seinem Vortrag in der Universität der Franche-Comté in Besançon zurück, da er diese Beobachtung nur bei 320 jungen Frauen gemacht habe. "Meine Ergebnisse sind nicht repräsentativ. Dafür braucht es um die 300.000 Teilnehmer", so Rouillon. Wenn es um gesundheitliche Nachteile von Büstenhaltern geht, wird er seitdem dennoch zitiert.

Wenige medizinische Gründe sprechen für einen BH

Auch wenn die Natur die Frau ursprünglich ohne Büstenhalter geschaffen hat: Heutzutage können zivilisationsbedingte Veränderungen wie ein schwaches Bindegewebe und Übergewicht ein Grund sein, um das Tragen eines BHs zu empfehlen. Besonders Frauen mit üppiger Oberweite betrifft das: Ohne BH fehlt der nötige Halt, das Gewebe wackelt und auch die Haltung kann darunter leiden. Die Folge sind Rückenschmerzen und fiese Verspannungen im Nacken.

Bei manchen Büstenhaltern bilden sich den Tag über Abdrücke auf der Haut, da die Unterwäsche zu eng sitzt. Verzichtet man darauf, wird die Haut nicht mehr so stark beansprucht und sogar die Blutzirkulation wird positiv beeinflusst.

BH-los: Brüste sind in Bewegung

Was bei Frauen mit kleinerer Oberweite kein Problem ist, wird beim einem üppigen Dekolleté noch stärker bemerkbar, wenn man keinen BH mehr trägt. Es ist jedoch ganz normal, dass sich die Brüste ohne einen stützenden Büstenhalter bewegen. Solange man sich wohlfühlt und die Brüste nicht schmerzen, ist alles in Ordnung. Und die irritierten Blicke, die damit einher gehen? Freie Brüste als Problem scheinen wohl nur in unseren Köpfen zu existieren.

Tipp: Beim Sport sieht die ganze Sache etwas anders aus. Durch die ständige Bewegung kann nämlich das Gewebe belastet werden. Ohne Schutz bewegt sich der Busen in der Vertikalen durchschnittlich 8,5 cm von der normalen Position weg - schon bei leichtem Joggen. Pro Kilometer ergibt das ganze 84 Meter Auf-und-Ab, wie Experten des Fachmagazins "Runner´s World" berechnet haben.

Ein guter Sport-BH ist somit sinnvoll, wenn auch nicht einfach zu finden: Fachgerechte Beratung und Anprobieren sind wichtig. Dabei sollte die Unterbrustweite gemessen und auf gepolsterte Träger geachtet werden.

Zum BH-Berater

Stolz auf ein natürliches Dekolleté sein

Mit einem guten Push-Up-BH kann man sich schnell ein paar Körbchengrößen nach oben schummeln. Legt man den Büstenhalter beiseite, sieht es natürlich nicht mehr ganz so üppig aus. Es zeichnet sich eben die natürliche Form des Busens ab - was ganz und gar kein Nachteil sein muss. Die Frauen der #noBra-Bewegung machen es vor.

Und was macht man nun mit den alten BHs? Statt sie wegzuwerfen, können alte BHs das Leben einer Schildkröte retten.

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