Omaha
Gesundheit

Sie dachte sie habe Schnupfen: Frau (52) verliert zwei Jahre lang Hirnflüssigkeit

Eine Frau aus den USA wird einen Schnupfen einfach nicht los: Die hartnäckige Erkältung erweist sich später als gefährlicher, als angenommen.
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Kendra Jackson (52) plagte eine hartnäckige Erkältung. Dachte si e jedenfalls. Die Diagnose war jedoch deutlich gefährlicher. Symbolbild: Klaus-Peter Adler / Fotolia
Kendra Jackson (52) plagte eine hartnäckige Erkältung. Dachte si e jedenfalls. Die Diagnose war jedoch deutlich gefährlicher. Symbolbild: Klaus-Peter Adler / Fotolia
Frau verliert zwei Jahre lang Hirnflüssigkeit und denkt es sei ein Schnupfen:
Kendra Jackson dachte, sie habe eine hartnäckige Erkältung. Die Nase der 52-Jährigen aus Omaha (Nebraska, USA) lief und lief und lief. Laut einem Bericht von "CNN" begann der üble Schnupfen rund zweieinhalb Jahre nach einem Autounfall. Ihr Gesicht war gegen das Armaturenbrett geknallt. Als erste Folge schlug sie sich mit Migräne herum.

Die 52-Jährige besuchte dutzende Ärzte - jeder verschrieb ihr ein anderes Medikament. Ohne Wirkung. Vor einigen Monaten, dann eine stichhaltige Diagnose: Es handelte sich nicht um einen gewöhnlichen Schnupfen, sondern um auslaufendes Hirnwasser. Das "Liqor cerebrospialis (CSF)" tropfte durch ein kleines Loch im Schädel nach Außen.

Laut Aussage der US-Amerikanerin verlor sie täglich einen halben Liter der Flüssigkeit. Teilweise wachte sie morgen auf und ihr T-Shirt war an der Vorderseite komplett durchnässt.


Lebensgefahr besteht

Ärzte gehen davon aus, dass dieser seltene Fall (Fünf von 100.000 Personen weltweit) lebensgefährlich sein kann. Das kleine Loch in der Schädeldecke, könnte auf den Aufprall und das damit zusammenhängende Schädel-Hirn-Trauma zurückzuführen sein. Eine der vielen Theorien besagt, dass das Trauma Druck aufgebaut hat und so das Loch in der Schädeldecke zu erklären ist.
Die Lebensgefahr der Verletzung besteht hauptsächlich durch ein sehr hohes Infektionsrisiko des Patienten. Ein Beispiel hierfür könnte eine Hirnhautentzündung sein.


Jackson hatte Glück

Der Fall von Kendra Jackson ging gut aus: Die Mediziner "reparierten" den entstandenen Schaden. Mit Hilfe von Haut- und Fettgewebe konnte das Loch geflickt werden. Rund einen Monat nach der Diagnose konnte sie das Klinikum wieder verlassen. Dauerhafte Kopfschmerzen hat jedoch immer noch.
red/tu


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