So schlecht ist Alkohol für Frauen wirklich: Anlässlich des Internationalen Frauentages am 08. März weist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf die gesundheitlichen Risiken hin, die für Frauen mit dem Konsum von Alkohol einhergehen. 
 
Alkohol wird als Zellgift definiert und kann die Schädigung aller Organe bewirken. Bei Frauen können die Folgen des Alkoholkonsums allerdings noch stärker sein, als bei Männern. Beispielsweise ist der Anteil an Körperflüssigkeit, auf die sich Alkohol im Körper verteilen kann, bei Frauen von Natur aus geringer. Dadurch liegt die Blutalkoholkonzentration bei gleicher Alkoholmenge höher als bei Männern. Zudem bauen Frauen den Alkohol auch langsamer wieder ab.

Alkoholkonsum bei Frauen: Krebs und Leberschäden können die Folge sein

Für den Alkohol-Abbauprozess wird in der Leber das Enzym Alkoholdehydrogenase benötigt, das bei Frauen in geringerer Menge vorliegt, als bei Männern. Daher kann es bei ihnen schneller zu alkoholbedingten Leberschäden und auch Leberkrebs kommen. 

Darüber hinaus steigt bei Frauen durch Alkoholkonsum das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Studien belegen, dass Alkohol die Produktion von Östrogen fördert, was wiederum das Brustkrebsrisiko erhöht. In der Schwangerschaft und Stillzeit oder wenn Frauen schwanger werden möchten, ist beim Alkoholkonsum besondere Vorsicht geboten. Die sicherste Wahl ist da grundsätzlich alkoholfrei zu bleiben, da Alkohol zu schwerwiegenden Folgen für die Entwicklung des Embryos und zu bleibenden Schädigungen beim Kind führen kann.

Frauen, die trotzdem nicht gänzlich auf den Genuss von Alkohol verzichten müssen, wird von der BZgA empfohlen, maximal ein kleines Glas Bier oder Wein täglich zu trinken. Mindestens zwei Tage pro Woche sollte gar kein Alkohol getrunken werden, damit sich nicht schleichend eine Alkoholabhängigkeit entwickeln kann. 

Mehr Informationen der BZgA zu Alkoholkonsum:

Alkohol in der Schwangerschaft
Online-Beratung für Schwangere zu den Themen Alkohol und Tabak
Alkohol als Gesundheitsrisiko
 
Möglichkeit zur Prävention haben Sie bei der BZgA-Telefonberatung zur Suchtvorbeugung: Telefonnummer 0221/892031. Montag bis Donnerstag von 10 bis 22 Uhr und Freitag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr.