• Salz in der Ernährung: Würzmittel liefert wichtige Stoffe für den Körper
  • Wie viel Salz ist genug? Diese Mengenangaben sind wichtig
  • Was passiert mit dem Körper, wenn du zu viel Salz isst?
  • Tipps, mit denen du einen zu hohen Salzkonsum vermeiden kannst

Speisesalz, auch als Koch- oder Tafelsalz bezeichnet, wird wegen seiner geschmacksgebenden und konservierenden Eigenschaften vor allem verarbeiteten Lebensmitteln wie Brot, Fleisch, Wurst und Käse zugefügt. Es ist zudem die Hauptquelle für Natrium und Chlorid in unserer Ernährung. Diese beiden Stoffe haben wichtige Funktionen für den menschlichen Körper: Sie sorgen für den richtigen Flüssigkeitshaushalt in den Zellen und regulieren den Blutdruck. Aber ab welcher Menge wird Salz ungesund oder sogar schädlich?

Wie viel Salz ist gesund? Diese Mengen werden empfohlen

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, sich an einem Wert von sechs Gramm Salz am Tag zu orientieren. Das entspricht in etwa einem Teelöffel. Außerdem wird empfohlen, Speisesalz zu verwenden, das mit Jod und Fluorid angereichert ist. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt sogar nur fünf Gramm Salz pro Tag. Tatsächlich liegen die meisten Deutschen jedoch weit über der empfohlenen Menge. Die Verbraucherzentrale berichtet, dass Männer im Durchschnitt zehn Gramm und Frauen etwa acht Gramm Salz am Tag zu sich nehmen. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) konsumieren vor allem Männer, Kinder und Jugendliche zu viel Salz. 

Wenn der Salzkonsum zu hoch ist, erhöht sich der Blutdruck. Dabei steigt auch das Risiko, an Bluthochdruck (Hypertonie) zu erkranken. Bluthochdruck ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wenn also zu viel Salz zu Bluthochdruck führt, erhöht sich durch zu hohen Salzkonsum auch indirekt das Risiko für Herz-Kreislauf-KrankheitenInsgesamt sind Herz-Kreislauf-Krankheiten laut der DGE mit einem Anteil von knapp 40 Prozent die häufigste Todesursache.

Eine kanadische Studie mit 95.767 Teilnehmer*innen, in der der Zusammenhang zwischen Salzkonsum, Bluthochdruck und Herzgesundheit untersucht wurde, kommt zu einem beruhigenden Ergebnis: Zwar wird auch hier ein hoher Salzkonsum mit einem erhöhten Blutdruck in Verbindung gebracht. Allerdings erst bei einem Konsum von 12 Gramm pro Tag. Interessant ist auch diese Erkenntnis: Sehr wenig Salz ist auch nicht gesund. Ein zu geringer Salzkonsum erhöhe nämlich ebenfalls das Risiko für Herzerkrankungen.

Täglicher Salzkonsum: Eigenverantwortung oder politisches Thema?

Auch wenn die Studie aus Kanada Risiken erst bei einem Konsum von 12 Gramm am Tag sieht, ist sich das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sicher: Die Deutschen essen zu viel Salz. Um den Salzkonsum zu reduzieren, wird nicht nur auf Eigenverantwortung gesetzt. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft will mit einer nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie dabei unterstützen, "sich gesundheitsförderlich zu ernähren". Dabei soll neben Zucker und Fett, auch der Salzgehalt vor allem in Fertigprodukten reduziert werden. Das Ziel ist es, bis Ende 2025 nur noch 1,1 Gramm Salz pro 100 Gramm in verpackten Backwaren zu erreichen und nur noch 1,25 Gramm Salz in Tiefkühlpizzen.

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Man kann aber auch selbst auf seinen Salzkonsum achten, indem man ein paar einfache Tipps der Verbraucherzentrale umsetzt:

  • selbst kochen, statt Fertigprodukte zu kaufen
  • lieber mit frischen Kräutern als mit Salz würzen
  • Hauptsalzquellen in der täglichen Ernährung reduzieren: Brot und Brötchen, Fleisch- und Wurstwaren, Milchprodukte und Käse

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