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Gesundheit

Wein, Bier und Schnaps: Eine Studie erklärt, in welchem Alter Alkohol besonders schädlich ist

Wein, Bier und Schnaps: Gerne wird nach dem Feierabend, am Wochenende oder in gemütlicher Runde getrunken. Die Ergebnisse einer Studie legen nun dar, in welchem Alter Alkohol besonders schädlich für uns ist.
 
  • Eine Studie zum Thema Alkohol legt dar, in welchem Alter der Konsum besonders schädlich ist
  • Ergebnis: Vor allem kognitive Fähigkeiten werden beim Genuss von Wein, Bier und Schnaps geschädigt
  • Deutschland gehört zu den Ländern mit dem höchsten Alkoholkonsum pro Kopf

Alkohol gehört zu den beliebtesten Genussmitteln der Welt - und den Deutschen schmeckt es besonders: Mit einem Pro-Kopf-Konsum von 12,9 Litern purem Alkohol übertraf Deutschland im Jahr 2018 den weltweiten Durchschnitt von 6,2 Litern um mehr als das Zweifach. Das berichtet das Online-Portal für Statistik statista.de. Auch, wenn in der Corona-Krise der Bierkonsum der Deutschen gesunken ist, haben andere Alkoholika und Spirituosen stark zugenommen.

Alkohol mehr oder weniger schädlich? - Das Alter ist entscheidend

Es gibt jedoch Lebensphasen, in denen Sie dringendst auf Alkoholkonsum verzichten sollten. Eine Studie hat drei Phasen herausgearbeitet, in den Bier, Wein Schnaps und Co. besonders schädlich sind. Die britisch-australische Studie wurde im medizinischen Fachmagazin British Medical Journal veröffentlicht.

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Starker Alkoholkonsum während der Schwangerschaft zum Beispiel kann enorme Hirnschäden bei Säuglingen auslösen. „Weltweit konsumieren rund zehn Prozent der schwangeren Frauen Alkohol, wobei die Raten in europäischen Ländern erheblich höher sind als im globalen Durchschnitt“, so Louise Mewton, Leiterin der Studie.

Alkohol verringere das Gehirnvolumen des Neugeboren stark und es könne zu kognitiven Beeinträchtigungen kommen. Man spricht dann auch von einem fetalen Alkoholsyndrom.

Alkohol in der Schwangerschaft: So wirkt sich der Konsum auf das Baby aus

Doch laut Studie seien auch bereits geringe Mengen Alkohol schädlich: Zu einem empfindlichen Zeitpunkt, wie beispielsweise während der Entwicklung des Gehirns im Embryo, seien schon wenige Milliliter Alkohol gefährlich für die Hirnstruktur des Kindes.

Die zweite hochsensible Phase sei zwischen dem 15. und 19. Lebensjahr. Ein starker Alkoholrausch habe schwerwiegende Folgen für Heranwachsende. Laut Studie würde etwa jeder fünfte Jugendliche regelmäßig 60 Gramm reinen Alkohol zu sich nehmen. Das Ergebnis:

  • verringertes Gehirnvolumen
  • Defizite bei kognitiven Leistungen
  • langsamere Entwicklung der weißen Hirnsubstanz

Alkohol im Rentenalter: Schon geringe Mengen beschleunigen Verfall

Den Wissenschaftlern zufolge würde aus der verzögerten Entwicklung der Hirnmasse ein erhöhtes Risiko für Verkehrsunfälle und eine höhere Affinität für suizidale Gedanken resultieren.

Die dritte kritische Lebensphase betrifft die älteren Generationen. Wer ab einem Alter von 65 Jahren aufwärts weiterhin regelmäßig Alkohol trinkt, der müsse laut Studie mit einer Verringerung des Gehirnvolumens rechnen. Auch moderater Alkoholgenuss würde die Gehirnmenge verkleinern. Allerdings sei unklar, ob diese strukturelle Veränderung des Gehirns auch Einfluss auf die kognitiven Fähigkeiten habe. Die Studienautoren gehen allerdings stark davon aus.

Besonders besorgniserregend empfände Mewton den weltweit steigenden Alkoholkonsum. Ziel der Studie sei es deshalb gewesen, noch einmal zu betonen, welche Schäden alkoholische Getränke hervorrufen können.

Doch für viele gehört ein Feierabendbier einfach zum Alltag dazu - aber ab wann wird es ungesund? Ein Experte verrät, welche Menge Bier pro Tag noch im Rahmen ist. Außerdem erfahren Sie hier, ab wann der Alkoholkonsum zur Sucht wird.

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