• Vitamin-K-Mangel: So erkennst du ein Defizit
  • Blutgerinnungsstörung als mögliche Folge: Vitamin K ist besonders wichtig für den Wundverschluss
  • Drei Symptome weisen häufig auf einen Vitamin-K-Mangel hin 
  • In diesen Lebensmitteln kommt besonders viel Vitamin K vor

Ein Vitamin-K-Mangel tritt in der Regel nicht häufig auf. Bei bestimmten Personengruppen kann es jedoch zu einem Defizit kommen. Wir erklären, bei welchen drei Symptomen du hellhörig werden solltest.

Vitamin K: Bei bestimmten Personen kommt es schneller zum Mangel

Vitamin K gehört neben den Vitaminen A, D und E zu den fettlöslichen Vitaminen. Der Körper kann es nicht selbst herstellen, daher muss es über die Ernährung aufgenommen werden. Ein Mangel kann zu Blutgerinnungsstörung führen. 

Laut der AOK  ist das Vitamin aufgeteilt in Vitamin K1 und K2. Vitamin K1 muss über die Nahrung aufgenommen werden. Darmbakterien im Dickdarm produzieren auch Vitamin K2, das wird jedoch nur unzureichend vom Körper aufgenommen und deckt den Vitamin-K-Bedarf insgesamt nicht. 

Vitamin K wird mithilfe von Gallensäure und Bauchspeicheldrüsenenzymen in die Zellen der Dünndarmschleimhaut aufgenommen und von diesen in Lymphgefäße abgegeben. Anschließend wird das Vitamin zur Leber transportiert und von dieser in bestimmte Proteine zum Weitertransport im Blutkreislauf umgepackt. Vitamin K findet sich in der Leber und weiteren Geweben, unter anderem im Gehirn, Herz, in den Knochen und der Bauchspeicheldrüse.  

Vitamin K ist wichtig für den Wundverschluss 

Das K in Vitamin K steht für Koagulation. Koagulation bedeutet, dass sich bei einer offenen Wunde ein Blutpfropf bildet und das Blut gerinnen kann. Dieser Blutpfropf bewirkt, dass die Wunde verschlossen wird und wir nicht verbluten. Vitamin K aktiviert für diesen Prozess die nötigen Gerinnungsfaktoren. Ein Mangel von Vitamin K kann also schwere gesundheitliche Folgen haben und fällt vor allem durch eine gestörte Blutgerinnung auf.

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Laut vital.de ist ein Vitamin K-Mangel bei ausgewogener Ernährung glücklicherweise fast ausgeschlossen. Jedoch können bestimmte Medikamente, eine einseitige Ernährung oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Zöliakie, Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa einen Vitamin-K-Mangel hervorrufen.

Auch Neugeborene betrifft der Vitamin-K-Mangel, weil das Vitamin nur schlecht über die Plazenta transportiert wird. Dies kann bei Babys in den ersten Lebenswochen zu Blutungen führen, weswegen sie in Deutschland routinemäßig Vitamin-K-Tropfen erhalten. 

Diese 3 Symptome weisen häufig auf einen Vitamin-K-Mangel hin 

Gerade, wenn du an einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung leidest, solltest du unbedingt ein Blutbild machen lassen, um deine Vitamin-K-Werte zu bestimmen. Des Weiteren können die folgenden Symptome auf eine Unterversorgung oder einen Mangel hindeuten: 

1. Zahnfleischbluten oder Nasenbluten 

Das typischste und auffälligste Symptom bei einem Vitamin-K-Mangel ist, dass man schnell zu Blutungen neigt. Da die Blutgerinnung infolge des fehlenden Vitamins K gestört ist, können die Blutplättchen Wunden nicht mehr ausreichend verschließen und es kommt vermehrt zu Zahnfleischbluten oder Nasenbluten und selbst aus kleinen Verletzungen strömt unerwartet viel Blut. 

2. Blaue Flecken 

Vitamin K-Mangel kann aber nicht nur äußere Blutungen begünstigen, sondern auch innere Blutungen. Diese Blutungen können sich in Form von blauen Flecken, also Blutergüssen unter der Haut, äußern. Wenn du bereits bei leichten Berührungen schnell blaue Flecken bekommst, dann könnte dies auf einen Vitamin-K-Mangel oder eine Blutgerinnungsstörung hindeuten. Gefährlich wird es, wenn der Mangel beispielsweise zusammen mit einem Magengeschwür auftritt, da so ernsthafte innere Blutungen entstehen können. 

3. Brüchige Knochen 

Für die Knochengesundheit ist Vitamin K gleich doppelt wichtig: Es fördert zusammen mit Vitamin D und Calcium nicht nur den Aufbau von Knochenmasse, sondern hemmt gleichzeitig auch die Aktivität der sogenannten Osteoklasten. Diese bauen die Knochensubstanz ab und fördern damit Osteoporose. Forschende der Havard Medical School fanden in einer Studie mit über 72.000 Frauen heraus, dass diejenigen mit den niedrigsten Vitamin-K-Werten ein signifikant erhöhtes Risiko für Knochenbrüche hatten. Der tägliche Verzehr von Salat und anderen grünen Gemüsesorten kann dieser Gefahr jedoch effektiv entgegenwirken. 

Diese Lebensmittel enthalten besonders viel Vitamin K:

  • Grünkohl 
  • Spinat 
  • Rucola 
  • Brokkoli
  • Kopfsalat 
  • Blumenkohl 
  • Sauerkraut 
  • Joghurt und Quark mit hohem Fettgehalt 
  • Hühnerfleisch 
  • Rindfleisch 

Vitamin K wird im Körper so gut wie nicht gespeichert, sondern schnell verstoffwechselt. Ein Überschuss wird über den Darm oder die Nieren ausgeschieden. 

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