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Ernährung

Ungesund und unnötig: Auf diese 12 Lebensmittel sollten Sie besser verzichten

Es gibt Lebensmittel, die zu Unrecht einen guten Ruf haben. Welche zwölf Lebensmittel Sie besser von Ihrem Speiseplan streichen sollten, lesen Sie hier.
 
Ungesund und unnötig: Diese Lebensmittel sollten Sie meiden
Foto: pexels/pixabay.com

Gepökeltes Fleisch, dazu weißer Reis, fertig geschnittener Salat und eine Instant-Soße - kommt bei vielen auf den Teller, aber ist wirklich ungesund und unnötig. Auch die alternative Veggie-Wurst dazu ist oftmals alles andere als gut für unseren Körper. Und wer jetzt dachte, dass er sich mit einem Glas ACE-Saft den ultimativen Gesundheits-Kick verschafft, liegt auch falsch.

Viele Lebensmittel sind ungesünder, als es ihr Image vermuten lässt und tragen langfristig  nicht zu einer intakten körperliche Gesundheit bei. Wir zeigen Ihnen 12 Lebensmittel, die Sie von Ihrem Speiseplan streichen und am besten sofort aus Ihrer Küche verbannen sollten.

Auf diese 12 Lebensmittel sollten Sie besser verzichten

Viele der Lebensmittel, die auf unserem täglichen Speiseplan stehen, sind ungesünder und unnötiger, als gedacht. Das bedeutet nicht, dass wir diese gar nicht mehr konsumieren dürfen - aber wir sollten häufiger mal zu einer gesünderen Alternative greifen. Diese gibt es für fast alle Lebensmittel, die wir Ihnen im Folgenden vorstellen. 

#1 Light- und Diät-Lebensmittel sind voll von künstlichen Geschmacksverstärkern & Co.

Beginnen wir mit etwas, das jeder kennt, der sich schon einmal an einer Diät versucht hat: Light- und Diät-Lebensmittel. Diese  sind zwar kalorienarm, aber keineswegs gesund. Die Stiftung Warentest bemängelt auf ihrer Website, dass diese Produkte zwar beim Kaloriensparen helfen, jedoch dafür an vielen anderen Stellen patzen. Beispielsweise beim Geschmack: Wo Fett oder Zucker fehlt, fehlt auch der Geschmack, weshalb die Hersteller mit künstlichen Geschmacksverstärkern und Süß- und Zusatzstoffen nachhelfen müssen. 

So werden beispielsweis Fruchtnektare, Ketchup, Konfitüren und Desserts mit künstlichen Süßstoffen wie Aspartam, Acesulfam K oder Cyclamat angereichert. Das sei laut Stiftung Warentest zwar nicht per se gesundheitsschädlich, aber förderlich für die Gesundheit sind diese Ersatzstoffe auch nicht. Lange galt Aspartam als potentiell krebserregend, das ist jedoch mittlerweile widerlegt. Wer abnehmen möchte, schafft dies nicht alleine durch Light-Lebensmittel - viel wichtiger sind genügend Bewegung und eine ausgewogene und gesunde Ernährung.

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#2 Einfach unnötig: Proteinriegel

Wer regelmäßig Sport macht und Muskeln aufbauen möchte, greift gerne zu Proteinriegeln - doch wie gesund sind sie tatsächlich? Laut der Krankenkasse DAK benötigt ein Erwachsener pro Tag circa 0,8 Gramm Eiweiß je Kilogramm Körpergewicht. Wird von einer Frau ausgegangen, die 60 Kilogramm wiegt, benötigt sie am Tag rund 48 Gramm Eiweiß. Protein-Riegel enthalten bis  zu 20 Gramm Eiweiß, was fast der Hälfte des Tagesbedarfs entspricht. Umgerechnet sind das zwei Scheiben Gouda. 

Das zeigt deutlich, dass Proteinriegel überflüssig sind, da wir durch eine ausgewogene, normale Ernährung genügend Protein zu uns nehmen. Eine "Überdosis" Protein kann außerdem unschöne Nebenwirkungen wie Bauchschmerzen, Wassereinlagerungen und Verstopfung zur Folge haben. Hinzu kommt, dass Proteinriegel häufig zu viel künstliche Aromen, Süßstoffe und weitere künstliche Zusatzstoffe enthalten. Gerade künstliche Süßstoffe wirken sich nachweislich förderlich auf Übergewicht aus, weil schnell eine Gewöhnung an den süßen Geschmack stattfindet und wir so viel mehr Verlangen nach Süßem haben. Deshalb sollten Proteinriegel nicht als gesunder Snack, sondern als Süßigkeit gesehen werden. Die bessere Alternative für einen Proteinschub sind eiweißhaltige Lebensmittel wie beispielsweise Hülsenfrüchte.

 #3 Popcorn aus der Mikrowelle ist ungesünder als gedacht

Beim gemütlichen Filme-Abend kommt es als Snack zum Einsatz: Mikrowellen-Popcorn. Der Griff zum Popcorn sollte jedoch noch einmal überdacht werden, denn es ist ungesunder, als man denken könnte. Laut dem Gesundheitsportal Zentrum der Gesundheit gilt das in erster Linie für Mikrowellen-Popcorn, welches mit dem künstlichen Butteraroma Diacetyl versehen ist. Dieser chemische Stoff kann zu der sogenannten Popcorn-Lunge führen, die in erster Linie bei Arbeitern aufgetreten ist, die konstant in Kontakt mit diesem Stoff waren. Bei der Popcorn-Lunge handelt es sich um Vernarbungen des Lungengewebes, die durch Diacetyl-Dämpfe entstanden sind.

Wird das Popcorn in der Mikrowelle erhitzt, können dabei ebenfalls solche Dämpfe entstehen - es ist bereits ein Fall bekannt, bei dem ein Mann an der Popcorn-Lunge erkrankte, da er sehr regelmäßig Popcorn aus der Mikrowelle aß. Generell ist von Lebensmitteln abzuraten, die Diacetyl enthalten - oft versteckt sich dieser Stoff hinter Bezeichnungen wie "Butteraroma" oder "natürliches Butteraroma".

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#4 Von wegen gesund: Veggie-Wurst

Da Fleisch ja bekanntlich nicht zu den gesündesten Lebensmitteln  gehört, wie wäre es also mit der vegetarischen Variante? Die Krankenkasse DAK rät auf ihrer Website von vielen ab: Da es sich bei der Veggie-Wurst um ein hoch verarbeitetes Lebensmittel handelt, sind nur noch sehr wenige gesunde Inhaltsstoffe enthalten. Im Idealfall liefern Gewürze den Geschmack, in den meisten Fällen sind jedoch künstliche Geschmacksstoffe dafür verantwortlich. 

Oft wird Saitan als Fleisch-Ersatz heran gezogen. Dabei handelt es sich um 100-prozentiges Weizeneiweiß alias Gluten, was von immer mehr Menschen aufgrund einer Unverträglichkeit vermieden wird. Ebenfalls problematisch: Viele der Veggie-Fleischimitate enthalten Eiklar als Bindemittel. Somit sind sie schon einmal nicht vegan, wie es um das Tierwohl steht ist unklar. 

#5 Frühstückscerealien sind echte Zuckerbomben

Gesunden Start in den Tag gefällig? Dann sollten Sie auf fertig gemischte Frühstückscerealien verzichten. Der Bundesverband der AOK untersuchte in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) 1.400 Frühstückscerealien im Rahmen der großen Cerealien-Studie 2020. Das Ergebnis: Sie sind durchweg ungesund und machen dick. Oftmals enthalten sie zu viele Zusatzstoffe und selten Vitamine

Gerade Kinder lieben die süßen Frühstück-Cerealien - besonders fatal ist deshalb, dass 99 Prozent der Cerealien, die speziell für Kinder gedacht sind, mehr Zucker enthalten, als es die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt. Tipp: Wer gesund in den Tag starten möchte, sollte auf fertige Müslis verzichten und sich einfach selbst eine Bowl aus Haferflocken, Beeren, Nüssen und Joghurt mischen. 

#6 Weißer Reis enthält nur einen Bruchteil der Nähstoffe von braunem Reis

Wer seinem Nährstoffhaushalt etwas Gutes tun möchte, greift besser zu braunem Vollkorn-Reis, anstatt zu geschältem und polierten weißen Reis. Denn der weiße Reis enthält viel weniger gesunde Nährstoffe wie etwa Kalium, Calcium, Eisen und Magnesium. Zudem hält weißer Reis nicht so lange satt wie brauner.

Reis ist generell mit Vorsicht zu genießen und sollte nicht im Übermaß konsumiert werden. Öko-Test untersuchte 21 Reis-Marken auf Herz und Nieren. Das erschreckende Ergebnis: Alle getesteten Produkte enthielten das krebserregende Halbmetall Arsen. Auch Mineralöl konnte leider in einigen der Marken nachgewiesen werden. Das Arsen steckt in besonders hohem Maße in Naturreis, da dieser den giftigen Stoff auch in der Schale anlagert. In Basmati-Reis lässt sich generell weniger Arsen feststellen.

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#7 Instant-Gemüsebrühe strotzt vor Geschmacksverstärkern

Die meisten Instant-Gemüsebrühen kommen nicht ohne Geschmacksverstärker aus - das Gemüse in großen Mengen sucht man vergeblich. Enthält eine Brühe den Geschmacksverstärker Glutamat, ist das besonders kritisch, so die Stiftung Warentest auf ihrer Website. Glutamat steht im Verdacht, den Appetit anzuregen, und somit Übergewicht zu fördern. Außerdem soll es zu Unverträglichkeiten führen. 

Einige Brühen werben damit, ohne Glutamat auszukommen und nutzen dafür Würze und Hefeextrakt. Das Problem: Beide enthalten sie ebenfalls Glutamat, nur unter einem Deckmantel und in geringeren Mengen. Hefeextrakt enthält aber immerhin noch einige Vitamine. Auch der übermäßig hohe Anteil an Salz in Gemüsebrühen ist viel kritisiert - weshalb man nicht täglich zur Gemüsebrühe greifen sollte. Am besten ist es, sich die Brühe selbst zu kochen: Auf zwei Liter Wasser kommt Gemüse wie etwa Karotten, Sellerie und Lauch, Salz und eventuell Fleisch und Knochen. Das ganze wird eine Weile lang köcheln gelassen und schon ist die gesunde Gemüsebrühe fertig.

#8 Fertig-Blattsalat steckt voll Keimen

Nicht nur, dass in Tüten verpackte Fertig-Salate unnötig sind, sie sind auch noch gesundheitsgefährdend und wirklich ekelerregend! Forscher des Max-Rubner-Instituts wiesen laut Öko-Test in einer großangelegten Untersuchung von verzehrfertigen Salaten in den meisten Produkten hohe Keimbelastungen nach. In einem der Teil der untersuchten Salate konnte der Keim Bacillus cereus nachgewiesen werde, welcher zu Durchfall und Erbrechen führen kann. Auch Schimmelpilze konnten in vielen der Fertig-Salate nachgewiesen werden.

In einer Untersuchung von 2015 nahm Öko-Test 27 Fertig-Blattsalate unter die Lupe. Ein Großteil der Salate enthielt neben einer zu hohen Anzahl an Keimen und Schimmelpilzen Rückstände von Chlorat und Perchlorat. Das ist gefährlich, denn durch diese Stoffe kann die Jodaufnahme der Schilddrüse gehemmt werden. Auch Nitrat aus der Düngung steckt in vielen Fertig-Blattsalaten. Es kann sich im Körper in Nitrit verwandeln, was krebserregend wirken kann. Es gilt also die Devise: Den Salat besser selber schnippeln, denn so viel Aufwand ist das nun auch wieder nicht. 

#9 Nutella zum Frühstück? Keine gute Idee

Kommen wir zu etwas Offensichtlichem: Nutella zum Frühstück ist keine gute Idee. Der leckere Schoko-Aufstrich besteht zum Großteil aus Zucker, darauf folgen Palmöl, Haselnüsse, Kakao und Milchpulver. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) warnt vor dem Konsum von Palmöl: Wird das Öl verarbeitet, können Prozesskontaminanten wie Glycidyl-Fettsäureester (GE) entstehen. Diese GE wurden von der Weltgesundheitsorganisation bereits als "wahrscheinlich karzinogen beim Menschen" eingeschätzt. 

Neben den negativen Auswirkungen auf unsere Gesundheit steht die Zutat Palmöl auch in Bezug auf Umwelt und Gesellschaft stark in der Kritik. Für die Errichtung von Palmöl-Plantagen werden große Flächen des Regenwaldes in Südamerika gerodet und so der natürliche Lebensraum von unzähligen Tieren und Pflanzen zerstört. Es sollte also besser zu Produkten gegriffen werden, die andere Speiseöle enthalten - für die Gesundheit und für die Umwelt. Schokoaufstriche gibt es mittlerweile auch in einer Vielzahl ohne Palmöl*

#10 Weißmehl-Produkte sollten durch Vollkornprodukte ersetzt werden

Das Gesundheitsportal Zentrum der Gesundheit rät von Weißmehl-Produkten ab. Zum einen steht Weißmehl im Verdacht, Diabetes zu befördern. Das liegt daran, da das Weißmehl viele Kohlenhydrate und kaum Ballaststoffe besitzt. So wird die enthaltene Stärke im Dünndarm sehr zügig in Zucker aufgespalten, der dann auf schnellstem Wege ins Blut gelangt - und der Blutzuckerspiegel steigt. 

Hinzu kommt, dass Weißmehl - in erster Linie Weizenmehl Type 405 - sehr viel weniger Nährstoffe enthält als andere Mehlsorten mit einem höheren Mahlgrad. Es empfiehlt sich, zu Vollkornprodukten* zu greifen: Diese enthalten alle Nähr- und Ballaststoffe aus dem vollen Korn und machen zudem lange satt. Ihr Mahlgrad wird meistens mit der Typenzahl 1700 oder 1800 angegeben.

#11 ACE-Saft - unnötig und kaum gesund

Das Bundeszentrum für Ernährung rät von einem zu hohen Konsum von ACE-Getränken ab, da zu hohe Mengen an isoliertem Beta-Carotin - welches sich in dem Getränk befindet - zu einer Erhöhung des Lungenkrebsrisikos bei Rauchern führt. Aus diesem Grund empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung, nicht mehr als 2 mg/Tag zu sich zu nehmen. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit erklärt ACE-Säfte sogar als überflüssig: Wer sich ausgewogen und gesund ernährt, benötigt solche  mit Vitaminen angereicherten Getränke nicht.

Außerdem ist der oftmals sehr hohe Zuckergehalt der ACE-Getränke sehr kritisch zu sehen. Um Zähne und Gewicht zu schonen, sollten solche ACE-Säfte grundsätzlich immer nur in geringen Mengen konsumiert werden. Wer seinen Vitamin*-Haushalt durch Getränke auffüllen möchte, sollte besser zu anderen Gemüse- und Obstsäften greifen, beispielsweise zu Johannisbeersaft.

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#12 Gepökelte Wurst und Fleisch können krebserregend sein

Gerade im Sommer, wenn viel gegrillt wird, landen sie oft auf dem Rost: gepökelte Würste und Fleisch. Die Bundesregierung empfiehlt, möglichst auf solche gepökelten Produkte zu verzichten, da sie oftmals Nitritpökelsalz enthalten. Dieses ist beispielsweis oft in Fleischkäse und Bockwürsten zu finden. Wird das enthaltene Nitrit im Körper aufgenommen entstehen unter Umständen sogenannte Nitrosamine - diese wirken sich nachweislich krebserregend aus.

Wer sich gesünder ernähren will, greift deshalb zu ungepökelter Bio-Ware - am besten noch sollte man auf hoch verarbeitete tierische Produkte verzichten. In Rohschinken und Rohwurst ist der Gehalt an Nitritpökelsalz besonders hoch. Fatal: Drei Prozent der Belastung durch Nitrit in unserem Körper stammt allein aus dem Konsum solcher tierischen Produkte, die mit Nitritpökelsalz behandelt wurden. Wer sich gesund ernähren möchte, sollte also generell auf solche gepökelten Fleischprodukte verzichten.

Fazit: Finger weg von diesen 12 Lebensmitteln

Wer sich gesund ernähren möchte, sollte die Finger von einigen Lebensmitteln lassen. Die meisten lassen sich durch eine gesündere Variante ersetzen, beispielsweise weißer Reis durch braunen Reis, Weißbrot durch Vollkornbrot oder gepökelte Fleischprodukte durch unverarbeitete. Grundsätzlich gilt: Achten Sie stets auf eine ausgewogene Ernährung mit einem großen Anteil an Vitaminen, Nähr- und Ballaststoffen, können Sie nichts falsch machen. 

 

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