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Konsum

Tag der Lebensmittelverschwendung: In den Mülleimer damit!

Der 2. Mai ist der Tag der Lebensmittelverschwendung: Ab diesem Datum landen die für Deutschland produzierten Nahrungsmittel rechnerisch nicht mehr auf dem Müll. 2,6 Millionen Hektar Nutzfläche werden für den Anbau von Nahrungsmitteln verschwendet, die allesamt weggeworfen werden.
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Der 2. Mai ist der Tag der Lebensmittelverschwendung: Ab diesem Datum landen die für Deutschland produzierten Nahrungsmittel rechnerisch nicht mehr auf dem Müll. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
Der 2. Mai ist der Tag der Lebensmittelverschwendung: Ab diesem Datum landen die für Deutschland produzierten Nahrungsmittel rechnerisch nicht mehr auf dem Müll. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

In Deutschland werden nach Angaben der Naturschutzorganisation WWF jährlich rund 18 Millionen Lebensmittel verschwendet. Das sei fast ein Drittel des aktuellen Verbrauchs von Nahrungsmitteln in der Bundesrepublik, erklärte der World Wide Fund For Nature (WWF) am Dienstag in Berlin. Zugleich übt die Organisation mit einem Aktionstag daran Kritik.


Der 2. Mai ist "Tag der Lebensmittelverschwendung"
 

So markiere der 2. Mai als "Tag der Lebensmittelverschwendung" symbolisch den Tag, "ab dem die für Deutschland produzierten Nahrungsmittel nicht mehr auf dem Müll landen - sondern endlich verwertet und tatsächlich genutzt werden", hieß es. WWF-Landwirtschaftsreferentin Tanja Dräger de Teran kritisierte, dass es in Deutschland bislang an einer fundierten Erfassung der Lebensmittelverluste fehle. "Wir brauchen endlich eine abgestimmte nationale Strategie zur Verminderung von Lebensmittelverlusten, die klare und verbindliche Zielvorgaben vom Produzenten über die Lebensmittelindustrie bis hin zum Handel und der Gastronomie erarbeitet", sagte sie.


Lebensmittelverluste vermeiden: Gewohnheiten ändern
 

Laut WWF werden jährlich 2,6 Millionen Hektar landwirtschaftliche Fläche bewirtschaftet, nur um die darauf angebauten Produkte wieder wegzuwerfen. Hinzu kämen unnötig freigesetzte Treibhausgasemissionen in Höhe von 48 Millionen Tonnen. Bereits heute könnten zehn Millionen Tonnen Lebensmittelverluste vermieden werden "durch ein verbessertes Management entlang der Wertschöpfungskette, nachhaltigere Marketingstrategien und veränderte Konsumgewohnheiten", erklärte die Naturschutzorganisation.



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