• Definition: Was ist Superfood?
  • Bekannte Superfood-Lebensmittel
  • Verwendung und mögliche Risiken
  • Die sekundären Pflanzenstoffe im Check
  • Fokus auf die Nachhaltigkeit und mögliche Alternativen
  • Superfood im Diät-Check

Superfoods liegen noch immer voll im Trend. Oft verliert man dabei allerdings den Überblick. Welche Lebensmittel zählen zum Superfood und wofür sind sie gut? Alles, was du rund um Superfoods wissen musst, erfährst du hier.

Was genau ist "Superfood" eigentlich?

Eine offizielle Definition von "Superfood" gibt es nicht. Im alltäglichen Sprachgebrauch verwendet man den Begriff, um Lebensmittel mit einer besonders hohen Menge an Nährstoffen, Mineralstoffen und Vitaminen zu beschreiben.

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Die entsprechenden Lebensmittel sollen durch die Inhaltsstoffe verschiedene positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Wissenschaftliche Beweise gibt es dafür jedoch meist nicht. Dabei gibt es das Superfood in vielen verschiedenen Ausführungen: als ganze Frucht, als Samen, in Form von Säften, Extrakten oder Pulvern kann das Superfood im Handel erworben werden.

Bekannte Superfoods sind beispielsweise Chiasamen, Gojibeeren, Moringa, Açai-Beeren, Gerstengras, Papaya, Traubenkerne oder Acerola. Eine weiterreichende Eingrenzung benennt aber auch Kohlgemüsesorten wie Brokkoli oder Grünkohl, rohes Sauerkraut, Shiitake-Pilze, Mandeln, Kürbiskerne, Ingwer, Granatäpfel, Avocados, Kurkuma und Oregano als "Superfood".

Anwendung von Superfood und mögliche Risiken

Superfood kann vielseitig in den alltäglichen Speiseplan integriert werden. Chiasamen, Pulver, Nüsse oder Beeren jeglicher Art können beispielsweise gut in das morgendliche Müsli gemischt werden. Eine Idee für einen Start in den Tag mit einem Superfood ist ein Ingwertee, den du auch mit Kurkuma verfeinern kannst.

Auch Smoothies kannst du mit Superfood ideal herstellen - beispielsweise mit Kohlgemüse oder Beeren. Geröstete Kürbiskerne, Mandeln oder Papayakerne kannst du auch immer zwischendurch snacken. Avocado kann man einfach auf einem Brot anrichten und anschließend mit einem Salat aus Brokkoli, Granatapfelkernen, Shiitake-Pilzen und Hanföl-Dressing genießen.

Nutzt du wie etwa die Hälfte der Bevölkerung Superfoods im Alltag, ist, trotz der gesunden Ernährungsweise, auch Vorsicht geboten: durch die fragmentarische wissenschaftliche Forschung zu vielen Superfoods kann es zu unerwünschten Reaktionen kommen. Dazu gehören beispielsweise vorher unerkannte Allergien, eine Überreaktion auf die Lebensmittel oder Wechselwirkungen mit Medikamenten, die du einnimmst. Kläre Unsicherheiten also unbedingt mit einem Arzt ab und achte immer auf eine vorsichtige Dosierung des Superfoods. Aufpassen solltest du vor allem auch bei Extrakten: Kommen die exotischen Superfoods aus dem Ausland, gibt es oft keine genauen Dosierungsvorgaben oder Lebensmittelkontrollen. Folglich kann es vorkommen, dass konzentrierte Substanzen enthalten sind, die gesundheitsschädigend wirken können.

Fokus auf die sekundären Pflanzenstoffe: Das enthalten die meisten Superfoods

Nicht nur, wenn du abnehmen möchtest, spielt eine gesunde Ernährung eine wichtige Rolle: die ausreichende Versorgung mit allen notwendigen Vitaminen und Nährstoffen ist ausschlaggebend, damit alle Körperfunktionen erhalten bleiben. Superfoods zeichnen sich dadurch aus, dass neben vielen Vitaminen und Mineralstoffen auch oft eine hohe Konzentration an sekundären Pflanzenstoffen enthalten. 

Einige der wichtigsten Pflanzenstoffe sind beispielsweise die Flavonoide, Carotinoide und die Phytoöstrogene. Diese sorgen dafür, dass die Pflanze in verschiedenen Farben erscheint: Flavonoide färben die Pflanze beispielsweise rot, hellgelb, blau oder violett.

Bei den Flavonoiden ist eine antioxidative Wirkung zu erwarten. Dies bedeutet, dass freie Radikale im Körper abgefangen werden. Entzündungen können somit gelindert werden, aber auch der Blutdruck gesenkt und das Immunsystem gestärkt werden. Die Carotinoide sollen das Herz-Kreislaufsystem aktiv unterstützen, vorbeugend für Krebserkrankungen wirken und ebenfalls antioxidativ wirken. Zuletzt sind die Phytoöstrogene zu erwähnen, die auch vor Krebserkrankungen schützen können und antioxidativ sowie entzündungshemmend wirken.

Fokus auf die Umwelt: Woher kommt Superfood?

Als der Begriff aufkam, wurde er vorwiegend für Lebensmittel exotischer Herkunft verwendet. Dazu gehören beispielsweise die Aroniabeeren oder die Gojibeeren; diese müssen meist weite Transportwege hinter sich legen. Das bedeutet, dass diese Superfoods vergleichsweise teuer sind und auch mit Blick auf die Umwelt einen großen Nachteil haben: Langen Flugwege und teils keine Kühlung der Lebensmittel sorgt für eine schlechte Klimabilanz der Superfoods.

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Um umweltfreundlicher anzubauen, haben sich auch regionale Betriebe damit auseinandergesetzt, manche Superfoods hier anzupflanzen. Viele lassen sich aber nicht unter den Klimabedingungen in Deutschland anbauen. Kaufst du also ein Superfood im Fachmarkt oder online, solltest du unbedingt darauf achten, ein Bio-Produkt zu kaufen und einen Blick auf das Herkunftsland werfen. Ist das Produkt nicht mit einem Bio-Siegel verifiziert, kann es sein, dass es mit Schadstoffen oder mit Pestiziden belastet ist. Alternativ zu den exotischen Superfoods kann man aber auch auf andere regionale Lebensmittel zurückgreifen, die ähnliche Inhaltsstoffe enthalten: Anstelle der Acai-Beere kannst du beispielsweise genauso gut Kirschen, Brombeeren oder Rotkohl essen.

Weitere regionale "Superfoods" sind Lebensmittel wie Spinat, Leinsamen, Johannisbeeren, Walnüsse*, Hafer oder Hirse*. Auch aus diesen Lebensmitteln sind reich an Vitaminen und Nährstoffen. Vorteil regionaler Superfoods ist, dass diese kostengünstiger sind und du damit nicht nur regionale Betriebe unterstützt, sondern auch der Umwelt etwas Gutes tust.

Eignung des Superfoods zum Abnehmen

Verschiedenen Superfoods wird ein hohes antioxidatives Potenzial zugeschrieben. Dieses soll dir dabei helfen, schneller abzunehmen. Auch mit einem Sättigungseffekt, der für das Abnehmen vorteilhaft sei, wird geworben. Wie effektiv die Lebensmittel wirklich sind, ist nicht konkret wissenschaftlich belegt: Jegliche Tipps folgen meist aus persönlichen Erfahrungen.

Viele Lebensmittel wie Kokosnuss oder Papaya sollen auch der Haut etwas Gutes tun. Zudem sollen sie den Appetit zügeln. Generell kannst du verschiedene Superfoods in eine gesunde Ernährung integrieren, solange du sie gewissenhaft dosierst: vor allem die regionalen Superfoods versorgen deinen Körper ideal mit wichtigen Nährstoffen und Vitaminen.

Vor allem bei exotischen Superfoods solltest du genauer hinschauen: Versprechen, dass die Lebensmittel beim Abnehmen helfen sollen, sind nicht garantiert und Nebenwirkungen oft nicht erforscht. Grundsätzlich ist für eine erfolgversprechende Diät wichtig, auf gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten und sich entsprechend zu bewegen. Hier kannst du nachlesen, wie du beispielsweise auch alleine durch die Wahl der Getränke einfach abnehmen kannst.

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