• Die Darmgesundheit nimmt großen Einfluss auf unser Immunsystem
  • Vorsicht bei diesen Lebensmitteln: Sie zerstören den Darm
  • Gereizter Darm – was nun? So sanierst du ihn

Denkt man an den Darm, fällt einem vermutlich zuerst seine offensichtliche Aufgabe ein: die Verdauung unserer Mahlzeiten. Dick- und Dünndarm kümmern sich um den korrekten Ablauf, wenn es um die Aufnahme von essenziellen Nährstoffen aus unserer Nahrung geht. Aber nicht nur aus diesem Grund ist der Darm ein wichtiges Organ: Rund 70 Prozent unserer Immunzellen befinden sich in den Schleimhäuten des Verdauungsorgans, die sogenannte Mukosa. Somit spielt die Gesundheit des Darms eine wichtige Rolle für unser Immunsystem. 

Darmgesundheit: Darum sollten wir auf unseren Darm achten

Aus diesem Grund lohnt es sich, die eigene Ernährung einmal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen: Bestimmte Lebensmittel können nämlich unsere Darmflora angreifen und langfristig unser Immunsystem schwächen. Das Ergebnis: Wir sind anfälliger für Krankheiten. Grund genug, einen Blick darauf zu werfen, welche Nahrung unseren Darm zerstört. Hier erfährst du, welche Lebensmittel du unbedingt vermeiden solltest. Über die Darmgesundheit zu sprechen, ist längst kein Tabuthema mehr. Denn: Unser körperliches Wohlbefinden hängt zu einem großen Teil von unserem Verdauungstrakt ab. Prof. Dr. med. Julia Seiderer-Nack, Autorin von Ratgebern zur Darmgesundheit, bezeichnet den Darm auch aus diesem Grund als "Schaltzentrale der Gesundheit".

Buchtipp: Darm mit Charme: Alles über ein unterschätztes Organ

Neuere Studien vermuten sogar, dass eine Veränderung der Darmflora eine Demenz begünstigen und sogar beschleunigen kann. Außerdem hat ein gesunder Darm nicht nur positiven Einfluss auf unser Immunsystem, sondern sorgt unter anderem auch für schöne Haut, Haare und Nägel.

Umso unangenehmer ist es dann, wenn unsere Darmgesundheit aus der Balance geraten ist. Das Ergebnis: ein gereizter Darm. Um dies zu verhindern, solltest du die folgenden Lebensmittel nicht in großen Mengen konsumieren. Denn auch hier gilt, wie so oft: Die Dosis macht das Gift.

Diese Lebensmittel greifen den Darm an

Einfacher Zucker

Schlechte Nachrichten für alle Backwaren-Liebhaber und Naschkatzen: Einfacher Zucker ist vor allem in Weißmehl und raffiniertem Zucker zu finden. Und davon naschen nicht nur wir gerne, sondern vor allem Bakterien im Darm, deren schnelle Vermehrung dadurch gefördert wird. Das Problem: Die zuckerliebenden Bakterien sind dann in der Überzahl und verdrängen andere Bakterien im Darm, die für die Aufspaltung von komplexerem Zucker (Vielfachzucker) zuständig sind. Dieses Ungleichgewicht bietet außerdem den bösen Hefepilzen die Möglichkeit, sich im Darm auszubreiten.

Künstliche Süßstoffe

Genauso wie einfacher Zucker sind künstliche Süßstoffe in großen Mengen ein Feind für unsere Darmflora. Sie kommen nicht nur in Form von kleinen weißen Tabletten zum Süßen von Tee und Kaffee vor, sondern sind auch ein Bestandteil von kalorienarmen Softgetränken oder Fertiggerichten. Eine Studie hat herausgefunden, dass die Süßstoffe die Darmflora negativ beeinflussen und dadurch unter anderem die Bildung von kurzkettigen Fettsäuren erhöht wurde.

Schlechte Fette

Wie der Name schon impliziert, sind schlechte Fette, wie zum Beispiel in Margarine, Mayonnaise, und Schmalz, nicht gut für unseren Darm. Deswegen sollten diese nur gelegentlich im Ernährungsplan auftauchen. Stattdessen empfiehlt es sich, zu gesünderen Alternativen wie Leinöl, Olivenöl oder Hanföl greifen. 

Stark verarbeitete Fleisch- und Wurstwaren

Darunter fallen beispielsweise Gepökeltes und Geräuchertes, welche bei übermäßigem Konsum nicht nur den Darm reizen, sondern auch Bauchschmerzen, Krämpfe und Blähungen auslösen können. Laut Experten sollte man pro Woche nicht mehr als 500 Gramm rotes Fleisch zu sich nehmen, um die Gesundheit des Darmtrakts zu gewährleisten.

Das ist zu tun, wenn der Darm doch einmal gereizt ist

Manchmal passiert es eben doch: Ein paar Tage wurde die gesunde Ernährung etwas vernachlässigt und man hat übermäßig fettig gegessen. Vielleicht hat man zusätzlich dazu noch Stress – und all das schlägt auf den Magen bzw. Bauch: Der Darm ist gereizt und krampft. Um diese Krämpfe etwas zu lindern, sollte für ausreichend Wärme durch ein warmes Bad oder eine Wärmeflasche gesorgt werden.

Auch sollte viel getrunken werden, um den Darm durchzuspülen. Besonders verträglich ist warmer, ungesüßter Tee oder Wasser; Kaffee solltest du unbedingt vermeiden. Außerdem empfiehlt sich eine fettarme Ernährung. Dabei sollte man besonders darauf achten, die Mahlzeiten nicht zu stark zu würzen. Idealerweise isst man zudem sehr langsam und in kleinen Portionen, um den Darm nicht zu überfordern. Aber Achtung: Bei massiven Beschwerden sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden.

Welche sechs Lebensmittel zudem den Darm beruhigen, erfährst du in diesem Artikel.

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