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Aldi, Lidl und Edeka: Wo landen nicht-verkaufte Backwaren?

Brötchen, Brezen, Baguettes. Backwaren zählen bei den Deutschen zu den absoluten Favoriten. Das spiegelt sich auch im Handel wieder. Fast jeder Discounter oder Supermarkt bietet sie an. Doch was passiert, wenn nicht alle Backwaren verkauft werden können?
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Bei Aldi, Lidl & Co.; Was passiert mit Brötchen, Brezen und Co. nachdem sie nicht verkauft werden konnten? Symbolfoto: leno2010/Adobe Stock
Bei Aldi, Lidl & Co.; Was passiert mit Brötchen, Brezen und Co. nachdem sie nicht verkauft werden konnten? Symbolfoto: leno2010/Adobe Stock

Brötchen, Brezen, Baguettes und vieles mehr. Der Deutsche verbraucht pro Jahr rund 57 Kilogramm an Brot und Backwaren. Und das kommt nicht von ungefähr, denn die Beliebtheit der Leckereien spiegelt sich auch im Angebot wieder. In nahezu jedem Supermarkt oder auch Discounter findet man die verschiedensten Angebote. Mal in einem Back-Automaten, mal in einer dafür errichteten Theke. Doch was passiert eigentlich mit den Brezen, Brötchen, Broten, Baguettes und Co. nachdem sie nicht verkauft werden konnten? Diese Frage hat sich chip.de gestellt.

Aldi und Lidl: Überflüssige Backerzeugnisse? Alles eine Frage der Planung

Die Anfrage gegenüber den Ketten Aldi, Lidl, Penny und Norma beantworteten die Vertriebsketten versöhnlich. Sie könnten sehr genau steuern, wie viel Backwaren sie verbrauchen würden. So wüssten die Mitarbeiter stets, wann sie während des Tages den Ofen zum letzten Mal einschalten müssen. In einer Pressemitteilung erklärt beispielsweise Lidl, dass sich die Mitarbeiter an der Nachfrage orientieren würden. "Je weniger pro Tag verkauft wird, desto weniger werde Gebacken", so der Pressesprecher.

Backwaren bei Discountern: Ist Geiz wirklich Geil?

Sollten trotz der sogenannten "Bedarfsmessungen" Backwaren vom Vortag übrig bleiben, würden diese am Folgetag zum reduzierten Preis angeboten. Außerdem seien die Brotprodukte gut gekennzeichnet, merkt ein Sprecher des Rewe-Discounters Penny gegenüber Chip.de an. Nach der Maßgabe nicht verkaufte Backwaren am Folgetag günstiger anzubieten arbeiten neben Penny auch Aldi Süd, Aldi Nord, Norma, Lidl, Rewe und Edeka. Kunden bekämen hier Rabatte von bis zu 30 Prozent.

Bei Edeka, Aldi und Lidl: Backwaren für einen guten Zweck

Doch nicht nur dem eigenen Geldbeutel sollen die alten Backwaren zugute kommen. Auch soziale Einrichtungen wie die Tafel oder "Foodsharing" würden davon profitieren. Und sollten die Waren auch so nicht an den Mann oder die Frau gebracht werden können, würden sie anderweitig weiterverarbeitet. "Backwaren, die nicht mehr verkaufsfähig sind und nicht mehr gespendet werden können, geben wir an weiterverarbeitende Betriebe ab. Diese verwenden sie unter anderem zur Herstellung von Tierfuttermittel", schreibt ein Pressesprecher von Lidl an die Redaktion von chip.de. Außerdem würden die Überbleibsel auch zur Herstellung von Rohbiogas sowie Biomethan verwendet. Edeka wiederum verarbeite das Brot zu Paniermehl.

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