Krebsdiäten liegen derzeit im Trend. Egal ob zur Vorbeugung oder zur Unterstützung der Behandlung - im Netz finden sich unzählige Diätpläne, die angeblich Wunder bewirken sollen. Dabei schießen die meisten dieser Diäten am Kern des Krebs-Problems vorbei. 

Bereits seit 1924 ist bekannt: Um sich zu entwickeln und fortzupflanzen benötigen Krebszellen Zucker, genauer gesagt Glucose. Aufgrund dieser Beobachtung zielen die meisten Vorschläge für die richtige Anti-Krebs-Ernährung auf eine komplette Streichung der Zuckerzufuhr ab. Die Vorstellung, den Krebs durch das Weglassen des Nachtisches zu besiegen, ist jedoch nicht richtig.

Worauf es bei Krebsdiäten wirklich ankommt

Dass sich Krebs von Zucker ernährt, ist zwar eine wichtige Erkenntnis, sie kann allerdings nicht einfach eins zu eins auf den Menschen übertragen werden. Nur weil eine Zelle in der Petri-Schale eines Labors auf eine bestimmte Art und Weise reagiert, heißt das nicht, dass sie das im Körper des Menschen genauso tun wird.

Die Aussage "Ohne Zucker - kein Krebs" ist also falsch. Richtig ist stattdessen, dass die Ernährung einen Einfluss auf die Entstehung und den Verlauf einer Krebserkrankung hat. Anders als das vermeidliche Experten und Foren behaupten, geht es jedoch nicht um das Weglassen eines bestimmten Nährstoffes. Beim Essen liegt die Krebs-Gefahr woanders.

Der wichtigste Grundsatz beim Aufstellen eines Speiseplans zur Reduzierung des Krebsrisikos lautet: Egal was man isst, zu viel davon ist nie gut. Wie die Apotheken-Umschau berichtet, ist Übergewicht einer der gefährlichsten Faktoren beim Thema Krebs und könnte in den nächsten Jahren sogar die Fallzahlen beim Rauchen einholen.

Bauchfett als Risikofaktor für Krebserkrankung

Mittlerweile wurden mindestens 13 Krebsarten identifiziert, bei denen zu viele Kilos das Risiko erhöhen. Darunter einige der am häufigsten auftretenden, wie Darm-, Brust- und Prostatakrebs. Da immer mehr Krebsarten in Zusammenhang mit Übergewicht gebracht werden, könnte Übergewicht einen übergeordneten Einfluss auf Tumore haben, anders als zum Beispiel Rauchen, das nur Lungenkrebs auslöst.

Laut der Apotheken-Umschau würde beispielsweise eine Frau mit Body-Mass-Index 30 ihr Risiko für gynäkologische Tumore verdoppeln. Das Übergewicht ist dabei gar nicht der direkte Auslöser der Krebserkrankungen, sondern begünstigt lediglich deren Entstehung und Wachstum.

Wie unter anderem das Deutsche Krebsforschungszentrum berichtet, sind vor allem Entzündungsprozesse und die erhöhte Hormonausschüttung innerhalb des Fettgewebes dafür verantwortlich. Solche Hormone sind bei Frauen beispielsweise das Östrogen. Hinzu kommt, dass das Fettgewebe durch eine vermehrte Ausschüttung von Botenstoffen vom Körper in einer Art dauerhaften Entzündungszustand gehalten wird.

Gibt es krebserregende Lebensmittel?

Bei der Krebsvorbeugung kommt es also auch auf eine ausgewogene Ernährung an. Doch gibt es Lebensmittel, auf die komplett verzichtet werden sollte? Wissenschaftler haben tatsächlich ein paar Lebensmittel identifiziert, durch welche das Krebsrisiko wahrscheinlich leicht erhöht wird.

An erster Stelle steht Alkohol, welcher nachweislich das Risiko für einige bestimmte Tumorarten erhöht. Der Konsum von Gegrilltem, Gebratenem und Frittiertem erhöht ebenfalls das Risiko. Bei diesen Prozessen entstehen Stoffe wie Acrylamid und Nitrosamine, welche als krebserregend eingestuft werden.

Auch sehr abzuraten ist von verschimmelten Lebensmitteln. Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als schädlich eingestuft ist außerdem verarbeitetes und rotes Fleisch. Dieses erhöht die Wahrscheinlichkeit an Darmkrebs zu erkranken. Konsumiert man diese Produkte in Maßen und nicht täglich, ist der Einfluss jedoch eher gering.

Richtige Ernährung: Gibt es ein Krebs-Wundermittel?

Wenn es so viele bekannte krebserregende Stoffe gibt, gibt es dann auch Lebensmittel, welche den Krebs bekämpfen? Zwar tauchen immer wieder Studien mit vielversprechenden Ergebnissen auf, diese konnten leider nie mit gleich gutem Ergebnis wiederholt werden. Die Vorstellung, dass einzelne Lebensmittel eine Wunderwirkung auf Krebspatienten oder zur Vorbeugung entfalten, ist heute unter Ärzten kaum noch verbreitet.

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Da der Körper grundsätzlich alle Nährstoffe braucht, ist es zur Vorbeugung von Krebs nicht ratsam und notwendig, komplett auf eine Gruppe zu verzichten, wie es neue Trenddiäten vorschlagen. Der Nummer 1-Speiseplan zur Senkung des Krebsrisikos setzt also hauptsächlich auf Ausgewogenheit und Vollwertigkeit. Eine fleischreduzierte Kost mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten ist also der beste Weg. Auch sollte man darauf achten, sein Protein nicht nur aus tierischen Quellen zu beziehen.

Welche Lebensmittel sie besser nicht zu häufig essen sollten, lesen Sie hier: Lecker, aber leider krebserregend: Diese Lebensmittel schaden dem Körper

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