Neun von zehn Deutschen sind Kaffeetrinker. Für die meisten ist der Griff zur Tasse am Morgen selbstverständlich und kaum noch wegzudenken. Doch nun haben Forscher herausgefunden, dass der Wachmacher zum Start in den Tag negative Auswirkungen hat.

Forscher der University of Bath untersuchten in einem Experiment die Blutzuckerregulierung von insgesamt 29 gesunden Männern und Frauen. Dafür spielten sie verschiedene Szenarien in drei aufeinanderfolgenden Nächten durch, um herauszufinden, ob der Kaffee, der noch vor der ersten Mahlzeit getrunken wird, negative Auswirkungen auf den Stoffwechsel hat. 

Eine Tasse Kaffee bereits alarmierend

Während der Untersuchungen, bei denen die Probanden eine Nacht normalen Schlaf hatten und in zwei Nächten stündlich geweckt wurden, wurden die Blutzuckerwerte der Testpersonen ständig gemessen. Dabei erkannten die Wissenschaftler, dass bereits eine Tasse Kaffee mit etwa 300 Milligramm Koffein ausreicht, um einen Anstieg des Blutzuckers zu erzeugen. Vor allem nach den unruhigen Nächten sei der Anstieg besonders stark. 

Zwar stellt ein hoher Blutzuckerspiegel vorerst kein bedenkliches Krankheitssymptom dar, bei regelmäßigem Anstieg kann daraus jedoch die Stoffwechselerkrankung Diabetis mellitus Typ 2 entstehen, so die Forscher. 

Kaffee sollte erst nach dem Frühstück getrunken werden

Ein hoher Blutzuckerspiegel durch den morgendlichen Kaffeegenuss lässt sich vermeiden, sofern das Heißgetränk erst nach dem Frühstück getrunken wird. Fünf Tassen des Koffeingetränkes gelten daher bislang als unbedenklich, sofern sie nicht zu heiß, auf leeren Magen oder nach einer zu kurzen Nacht getrunken werden.

Ab wie vielen Tassen der Kaffee-Konsum schädlich ist, lesen Sie hier: So viel Kaffee pro Tag ist gerade noch gesund