• Hafer gilt als heimliches Superfood
  • Hafer hilft beim Abnehmen
  • Das Immunsystem wird gestärkt

Zahlreiche Ernährungsexperten empfehlen, ohne Frühstück in den Tag zu starten. Als Teil des Intervallfastens gilt der Morgen meist als Zeitabschnitt ohne Nahrungsaufnahme. Wer allerdings nicht auf ein Frühstück als Routinemahlzeit verzichten will oder kann, für den ist dieses leckere Frühstück geeignet: Haferbrei. 

Haferbrei, häufig auch als Porridge oder Oatmeal bezeichnet, ist aus mehreren gesundheitlichen Perspektiven prädestiniert. Einerseits dient der Brei mit Hafer als Energielieferant für den Tag. Bereits eine Schüssel liefere mehr Ballaststoffe als eine Scheibe Vollkornbrot, sagt Chris Seal, Professor für Ernährung an der "Universität Newcastle" zur Daily Mail. Zudem ist Haferbrei arm an Zucker und Fett. Stattdessen beinhaltet das Frühstück wertvolle Spurenelemente, wie beispielsweise Eisen, Kupfer, Mangan oder B-Vitamine.

Dabei rücken vor allem wasserlösliche Ballaststoffe in den Mittelpunkt: Sie sollen besonders gesund sein. Konkret geht es um Beta-Glucan. Es bildet im Magen eine Schutzschicht, die sich auf die Mageninnenwand legt und ein Sättigungsgefühl hervorruft, wie Seal sagt. Auf diese Weise isst man weniger, nimmt möglicherweise schneller ab. Die gebildete Substanz hat allerdings auch eine Schutzwirkung: 4,5 Gramm Beta-Glucan auf 100 Gramm Hafer schützen zum Beispiel die Schleimhaut des Verdauungstraktes, sagt Silke Restemeyer von der "Deutschen Gesellschaft für Ernährung" der dpa. Auch ein fränkischer Wissenschaftler bestätigt das: Beim Hafer kommt es ganz besonders auf eine spezielle Art von Ballaststoffen an, die Beta-Glucane", sagt Johannes Gottfried Mayer von der "Universität Würzburg" zur Deutschen Presse-Agentur

Doch Beta-Glucan hat noch einen weiteren Effekt: Es baut Cholesterin ab. So kann verhindert werden, dass zu viel davon in den Blutkreislauf gerät. Drohende Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden auf diese Weise entschärft. Das Immunsystem profitiert enorm vom Superfood-Frühstück. Eine Studie des "University Colleges London" zeigt Erstaunliches: "Das ist dasselbe Ergebnis, wie wenn Sie Statine nehmen würden", sagt George Grimble, Leiter der Studie - größter Vorteil von Beta-Glucan, das in Haferbrei enthalten ist: Es gibt keine Nebenwirkungen im Vergleich zum chemischen Produkt.

Grimble zeigt noch einen weiteren sich positiv auswirkenden Aspekt des Beta-Glucans: "Beta-Glucan bildet Säuren, unter anderem Buttersäure, welche auf die DNA von Zellen im Dickdarm einwirken können und vor Krebs schützen."

Haferbrei als Superfood: Deshalb esse ich Porridge zum Frühstück

Vera Schaller von Fränkische-Rezepte.de berichtet von ihren persönlichen Frühstückserfahrungen:

Haferflockenbrei, Porridge, Overnight Oats – ganz gleich wie man ihn nennt: Dieser Frühstückstrend schmeckt einfach. Und hat sich bei mir von einem Trend hin zu einer echten Gewohnheit entwickelt. Das hat neben geschmacklichen natürlich auch andere Gründe. Zum einen habe ich die Zutaten immer Zuhause, denn für die Basis reichen ja schon Haferflocken und Milch. Persönlich verwende ich am liebsten Hafermilch, für absolute Schokoladenfans kann ich auch den Oatly Haferdrink Kakao* empfehlen.

Einfach die Haferflocken in eine Schüssel oder ein Weck-Glas füllen und so viel Milch hinzugeben, dass alle Flocken ausreichend bedeckt sind. Gerne füge ich der Grundmasse noch weitere Superfoods, wie Chia- oder Leinsamen, hinzu. Ein Schuss Agavendicksaft oder ein wenig Honig verleihen noch etwas Süße. Und dann kommt das ganze über Nacht in den Kühlschrank. Diese sogenannten Overnight Oats sind perfekt für einen entspannten Morgen, denn so lässt sich das Frühstück schon am Vorabend zubereiten. Aufstehen, Toppings hinzugeben und schon kann geschlemmt werden!

Hafermilch einfach selber machen

Porridge ist eines der vielseitigsten Rezepte, die ich kenne. Die einfache Grundmasse lässt sich mit zahlreichen Zutaten ganz nach eigenem Belieben aufwerten. Nüsse, Trockenobst, Datteln oder Schokosplitter sowie Vanille und Zimt sind die Klassiker unter den Beigaben. Hier meine Vorschläge für mögliche Konstellationen nach Jahreszeit:  

  • Frühlings-Frühstück: Rhabarberkompott (mit Orangenschale) und gehackten Pistazien 
  • Sommertraum: Gefrorene Beeren, Honig, Kokosflocken 
  • Herbst-Brei: Zwetschgen, Dattel und/oder Feigen mit Mandelblättchen 
  • Weihnachtsmix: Nüsse, Äpfel oder Birnen und jede Menge Zimt 

Natürlich sind der eigenen Fantasie keine Grenzen gesetzt! Viel Spaß beim Ausprobieren.  

*Hinweis: In der Redaktion sind wir immer auf der Suche nach tollen Angeboten und nützlichen Produkten für unsere Leser - nach Dingen, die uns selbst begeistern und Schnäppchen, die zu gut sind, um sie links liegen zu lassen. Es handelt sich bei den in diesem Artikel bereitgestellten und mit einem Einkaufswagen-Symbol beziehungsweise einem Sternchen gekennzeichneten Links um sogenannte Affiliate-Links/Werbelinks. Wenn Sie auf einen dieser Links klicken und darüber einkaufen, bekommen wir eine Provision vom Händler. Für Sie ändert sich dadurch nichts am Preis. Unsere redaktionelle Berichterstattung ist grundsätzlich unabhängig vom Bestehen oder der Höhe einer Provision.