• Pilzsaison 2021 ist da: 10 heimische Speisepilzsorten, die du kennen solltest
  • Aufgepasst - giftige Doppelgänger: Jährlich erleiden viele Menschen eine Pilzvergiftung
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Es gibt sehr viele leckere Pilze in Deutschlands Wäldern zu finden, aber Vorsicht: Manche Pilze haben giftige Doppelgänger. Es gibt beispielsweise Speisepilze, die wunderbar in diversen Gerichten gekocht und verarbeitet werden können, die aber gleichzeitig in Kombination mit Alkohol giftig werden. Dann gibt es wiederum Giftpilze, die Speisepilzen zum Verwechseln ähnlich sehen. Im besten Fall sind sie einfach nur ungenießbar beim Verzehr. Hier kommen 10 Speisepilze mit Verwechslungsgefahr.

1. Der Steinpilz

Der Steinpilz steht in Deutschland unter Naturschutz und darf nur für den eigenen Verzehr gesammelt werden. Häufig findet man den Gemeinen Steinpilz in der Nähe von Fichten oder in Mischwäldern.

Steinpilze wachsen am besten nach Regenfällen an warmen Sommertagen. Die Wachstumsphase des Steinpilzes beginnt ab Mai und endet im Oktober. Im Juli und August wachsen die begehrten und wertvollen Speisepilze jedoch am häufigsten.

Verwechselt werden kann der Steinpilz mit dem Satans-Röhrling oder dem Gallen-Röhrling.

2. Der Pfifferling

Der Pfifferling wächst am besten in der Nähe von Fichten, Eichen, Kiefern, Tannen und Rotbuchen.

Auch der Pfifferling steht laut Bundesartenschutzverordnung unter Naturschutz und ist bei uns "besonders geschützt". Aus diesem Grund darf er nur in geringen Mengen für den eigenen Verzehr gesammelt werden.

Verwechselt werden kann der Pfifferling mit dem falschen Pfifferling oder mit dem spitzkegeligen Rauhkopf.

3. Der Maronen-Röhrling

Die Marone, wie der Maronen-Röhrling im Volksmund gerne genannt wird, ist in Nadelwäldern relativ häufig zu finden. Der Maronen-Röhrling wächst bereits ab Juni, die Hauptsaison ist aber ab September bis hinein in den November.

Vom rohem Verzehr des Speisepilzes wird abgeraten, da die radioaktive Strahlenbelastung sehr hoch sein kann.

Verwechselt werden kann der Maronen-Röhrling mit anderen Röhrlingen.

4. Der Parasol

Der Parasol oder Gemeine Schirmling wächst bevorzugt auf Wiesen, Weiden, in Parks, an Wegrändern, Waldrändern sowie in lichten Mischwäldern.

Finden kann man den auffälligen Speisepilz von Juni bis September. Die Kappen der Pilze kann man panieren und wie Schnitzel in der Pfanne braten.

Verwechselt werden kann der Parasol mit dem Fleischbraunen Schirmling. Dieser ist tödlich giftig.

5. Die Ziegenlippe

Die Ziegenlippe wächst gerne in Buchenwäldern relativ gleichmäßig in ganz Deutschland. Im Süden findet man sie jedoch etwas häufiger. Die Ziegenlippe bevorzugt warme Standorte und steht als Einzelpilz.

Meistens findet man sie zwischen Juli und Oktober.

Verwechselt werden kann die Ziegenlippe mit verschiedenen Röhrlingen, beispielsweise dem Rotfuß-Röhrling. Dieser schmeckt deutlich bitterer als die Ziegenlippe.

6. Der Violette Lacktrichterling

Der Violette Lacktrichterling kann in seiner Farbe zwischen intensivem Lila, Blau und blasseren violetten Farbtönen variieren.

Die intensiv lila gefärbten Pilze schmecken jedoch am besten. Er sollte nicht mit dem Rettichhelmling verwechselt werden.

Der Violette Lacktrichterling ist ein weit verbreiteter Pilz, der von Sommer bis Herbst vor allem in Laub-, Misch- und Nadelwälder zu finden ist. Dort wächst er an feuchten Stellen auf Laub- sowie auf Nadelstreu. 

7. Der Samtfußrübling

Der Gemeine Samtfußrübling ist in Asien ein äußerst beliebter Speisepilz und wird dort kultiviert.

Der Pilz wächst in Gruppen an Totholz oder an verschiedenen Baumarten. Er ist überwiegend im Winter zu finden.

Verwechselt werden kann er mit dem ähnlich aussehenden Gifthäubling. Der Gifthäubling ist jedoch tödlich giftig, er enthält ein ähnliches Gift wie der Knollenblätterpilz.

8. Der Hallimasch

Der Hallimasch oder Honigpilz ist nur gut gegart genießbar, am besten sollte man nur die Kappe verarbeiten. Roh ist der Pilz giftig. Das Gift ist nicht hitzebeständig und zerfällt beim Kochen.

Der Hallimasch wächst in Gruppen von September bis Dezember an lebenden und totem Baumholz. Er ist weit verbreitet. Er variiert stark in der Optik vom jungen Pilz bis zum alten Fruchtkörper.

Er sollte nicht mit dem Sparriger Schüppling verwechselt werden. Dieser kann starke Magen- und Darmprobleme verursachen.

9. Der Gemeine Rotfußröhrling

Der Gemeine Rotfußröhrling wächst in Laub-, Misch-, und Nadelwäldern und ist dort häufig zu finden. Die Hauptsaison des Pilzes ist zwischen Juli und November.

Die jungen Pilze eignen sich deutlich besser zur Verarbeitung in der Küche, da ältere Exemplare des Gemeinen Rotfußröhrlings oft von Schneckenfraß oder Schimmelpilzen befallen sind.

Der Gemeine Rotfußröhrling kann mit dem Satans-Röhrling verwechselt werden. Dieser ist giftig.

10. Der Schopf-Tintling

Der Schopf-Tintling oder Spargelpilz ist ein Verwandter der Champignons und gilt als ausgezeichneter Speisepilz. Er sollte jedoch nur als junger, weißer Pilz  mit geschlossener Kappe verzehrt werden.

Der Schopf-Tintling wächst an Wegrändern, in Gärten und auf Wiesen. Oft steht er in großen Gruppen beisammen. Er wächst ab April bis hinein in den November, die Hauptsaison des Pilzes liegt aber im September.

Verwechselt werden kann der Schopf-Tintling mit anderen Tintlingen, die in Kombination mit Alkohol stark giftig sein können. Das gilt bis zu 14 Tage vor oder nach dem Verzehr der Tintlinge.

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