Bei Lebensmitteln, die giftig sein können, denken viele sofort an Kugelfisch, Muskatnuss oder bestimmte Pilze. Doch auch Lebensmittel, die wir regelmäßig essen und für völlig unverdächtig halten, sind unter Umständen giftig.

Wussten Sie beispielsweise, dass Kidneybohnen hochgiftig sind? Und selbst der köstliche Rhabarber? Wir verraten Ihnen, welche Lebensmittel eigentlich giftig sind und worauf Sie achten müssen, bevor Sie sie konsumieren.

Diese 7 Lebensmittel sind eigentlich giftig

Bittermandeln

Mandeln sind eine beliebte Backzutat, die es in sich hat: Schon fünf bis zehn rohe Bittermandeln können bei Kindern zu einer tödlichen Vergiftung führen. Das liegt daran, dass das in den Mandeln enthaltene Amygdalin in unserem Körper in giftige Blausäure umgewandelt wird. Die Bittermandeln bekommt man normalerweise nur in der Apotheke, allerdings kann es passieren, dass im Supermarkt eine von ihnen unbeabsichtigt unter die Süßmandeln* gemischt wird. Das Problem: Die Mandeln sind optisch nicht zu unterscheiden.

Aber es gibt Entwarnung, denn die giftigen Bittermandeln haben ihren Namen nicht von ungefähr. Und ihr bitterer Geschmack verhindert im Regelfall, dass man mehr als eine von ihnen isst.

Kartoffeln

Auch Kartoffeln sind ein eigentlich giftiges Lebensmittel. Der Grund dafür ist das in den Knollen enthaltene Solanin. Solanin dient dazu, Fäulniserreger abzutöten und somit die Pflanze zu schützen. Das Gute ist, dass das Solanin beim Kochen der Kartoffeln größtenteils zerstört wird und sie damit ungefährlich für und sind. Allerdings sollten Kartoffeln mit grünen Stellen oder Keimen nicht mehr verzehrt werden, da sich hier besonders viel Solanin bildet.

Fest- oder mehligkochend - wo ist der Unterschied?

Die Vergiftungserscheinungen bei Solanin reichen von Kopfschmerzen, Erbrechen, Durchfall oder Halsschmerzen bis hin zu schweren Vergiftungen, die tödlich enden können. Ältere Kartoffeln sollten deswegen immer geschält werden.

Cashewkerne

Cashewkerne sind ein beliebter und auch besonders gesunder Snack. Doch auch sie sind in ihrer ursprünglichen - ungegarten - Form giftig, denn sie enthalten Urushiol, ein Gift, das schon beim bloßen Berühren starke Reaktionen auslösen kann. Glücklicherweise wird das Gift durch Erhitzen zerstört und somit sind die meist gerösteten Cashewkerne* aus dem Supermarkt ungefährlich.

Übrigens: Die Cashewkerne werden häufig zu den Nüssen gezählt. Botanisch gesehen sind sie allerdings gar keine Nüsse, sondern die Kerne des Cashewapfels.

Rhabarber

Auch Rhabarber kann giftig sein. Denn Rhabarber enthält die giftige Oxalsäure, das meiste davon in den Blättern. Wenn diese entfernt werden, ist die Gefahr überschaubar. Generell gilt: Je saurer der Rhabarber, desto giftiger. Die Oxalsäure verursacht auch das pelzige Gefühl im Mund, wenn man Rhabarber isst. Achtung: Menschen mit Nierenproblemen sollten komplett auf Rhabarber verzichten, da die Oxalsäure Nieren- und Blasensteine verursachen kann.

Rhabarber: Obst oder Gemüse?

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen klingen eigentlich sehr harmlos und gesund. Allerdings sind diese roh,(ebenso wie Mandeln) nur sehr eingeschränkt genießbar. Auch sie enthalten ein Gift, das bei Hitze zerstört wird: Lektin Phaseolin. Bei Kindern kann der Verzehr von mehr als sechs  grünen Bohnen beispielsweise aus dem Garten zu heftigen Vergiftungen und sogar zum Tod führen. Genießen Sie die Protein-Bomben also auf jeden Fall gekocht!

Kidneybohnen

Auch Kidneybohnen sind im rohen Zustand giftig. Sie enthalten das Gift Phytohämagglutinin, welches erst durch das Kochen zerstört wird. Vorsicht: Achten Sie beim Kochen von Kidneybohnen auf jeden Fall darauf, dass das Wasser wirklich kocht und nicht bloß erhitzt wird, sonst drohen Vergiftungserscheinungen und Magen-Darm-Beschwerden.

Maniok

Der Maniok enthält im rohen Zustand Zyanid - also Blausäure! Und die ist hochgiftig. Deshalb sollte man Maniok niemals roh verzehren. Die Maniok-Knolle stammt aus Südamerika, wird aber inzwischen auf der ganzen Welt gegessen. Man kann sie, geschält und klein geschnippelt, beispielsweise in Salzwasser kochen und zerstampfen - heraus kommt ein leicht süßlicher Kartoffelbrei. Maniok (auch "Yuca" genannt) punktet außerdem mit vielen Nährstoffen und Vitaminen, zum Beispiel Vitamin K. Gleichzeitig ist die Knolle reich an Stärke - und Kalorien.

Äußerlich ähnelt Maniok einer Süßkartoffel, hat damit aber rein gar nichts zu tun.

Auch interessant: Wer sich gesünder ernähren will, sollte diese 10 Lebensmittel vom Speiseplan streichen.

Jetzt neu: Schnäppchen-Newsletter per E-Mail abonnieren

 

*Hinweis: In der Redaktion sind wir immer auf der Suche nach tollen Angeboten und nützlichen Produkten für unsere Leser - nach Dingen, die uns selbst begeistern und Schnäppchen, die zu gut sind, um sie links liegen zu lassen. Es handelt sich bei den in diesem Artikel bereitgestellten und mit einem Einkaufswagen-Symbol beziehungsweise einem Sternchen gekennzeichneten Links um sogenannte Affiliate-Links/Werbelinks. Wenn Sie auf einen dieser Links klicken und darüber einkaufen, bekommen wir eine Provision vom Händler. Für Sie ändert sich dadurch nichts am Preis. Unsere redaktionelle Berichterstattung ist grundsätzlich unabhängig vom Bestehen oder der Höhe einer Provision.