• Zucker-Alternative Süßungsmittel: Das steckt wirklich drin
  • Darum sind Süßstoffe so gesundheitsgefährdend
  • Süßstoffe: Diese besseren Alternativen gibt es

Süßstoffe sind Zusatzstoffe, die Lebensmittel süßen, aber im Gegensatz zu Zucker keine Energie liefern. Sie haben zwar angeblich keine Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel oder auf die Zahngesundheit, bergen aber dennoch einige ungeahnte Risiken.

Gesundheitliche Risiken von Süßstoff: Experten sprechen sich für kompletten Verzicht aus

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollten nur weniger als zehn Prozent der täglichen Energiezufuhr aus Zucker bestehen. Viele Menschen nehmen häufig viel mehr Zucker zu sich, als sie sollten und steigen auf Süßstoff um, der auf den ersten Blick als gute Alternative gilt. Doch der chemische Zuckerersatz kann unvorhersehbare körperliche Probleme verursachen. Experten wie Dr. Mark Hyman, Arzt und Bestsellerautor der New York Times, sprechen sich sogar für einen kompletten Verzicht auf jegliche Süßstoffe aus.

Süßstoffe sind synthetisch hergestellte oder auch natürliche Ersatzstoffe, beispielsweise aus Süßstoffpflanzen für Zucker, die um einiges süßer sind. Süßstoffe bieten Karies verursachenden Bakterien keine Nahrung, da sie von der Mundflora nicht verstoffwechselt werden. Aspartam, Stevioglycoside und Natriumcyclamat sind Beispiele für Süßstoffe in Lebensmitteln. Süßstoffe haben keine oder wenige Kalorien, schmecken allerdings etwa zehn bis 13.000-mal süßer als Zucker. Klingt sehr verlockend, ist aber nicht wirklich gesundheitsfördernd.

Sehr häufig werden Süßstoffe allerdings mit Zuckeraustauschstoffen verwechselt. Zuckeraustauschstoffe sind - im Gegensatz zu Süßstoffen - Energielieferanten. Sie enthalten 2,4 Kalorien pro Gramm und sind damit etwa halb so "schwer" wie Zucker. Die Austauschstoffe und auch Süßstoff eignen sich gut für Diabetiker, da sie im Vergleich zu Zucker den Insulin- und Blutzuckerspiegel nicht beeinflussen.

Deshalb sind Süßstoffe so schlecht für die Gesundheit

Forschende haben in einer Studie den Konsum von kalorienarmen gesüßten Getränken untersucht, die ergab, dass diese mit einer höheren Gesamtenergie- und Zuckeraufnahme bei Kindern verbunden ist. Mithilfe von 7026 Kindern, die über fünf Jahre an der Studie der National Health and Nutrition Examination Survey teilnahmen, konnten die Forschenden die Nährstoffaufnahme über gesüßte Getränke im Vergleich zu Wasserkonsumenten bewerten. 

Amazon-Buchtipp: Auswirkungen von Süßstoffen - Böse Chemie oder Gesunder Zuckerersatz?

Laut dieser Studie war der Konsum von Süßungsmitteln mit mehr Gesamtkalorien und zugesetztem Zucker verbunden. Aufgrund dieses Ergebnisses stellen Forscher*innen den Nutzen von kalorienarmen gesüßten Getränken für das Gewichtsmanagement bei Kindern und Jugendlichen infrage. Große Mengen an Süßstoff können somit den gesamten Stoffwechsel verändern und ungünstige Gewichtszunahmen begünstigen, auch wenn der Süßstoff selbst fast keine Kalorien enthält.

Da sich durch die künstlichen Süßmacher die Zusammensetzung der Darmbakterien verändert, kann es zur Gewichtszunahme kommen. Weiterhin erhöht sich mit regelmäßiger Süßstoffaufnahme das Risiko für Bluthochdruck, Diabetes und Herzerkrankungen. Außerdem wirken Süßstoffe abführen, machen süchtig und können Migräne und Hautausschlag auslösen. Und zusätzlich stehen sie im Verdacht, krebserregend zu sein. Somit ist es anscheinend doch die gesündere Variante, beim "echten" Zucker zu bleiben und die Zuckeraufnahme auf eine gesunde Menge zu reduzieren.

Süßstoff weglassen: Diese Zucker-Alternativen gibt es

Auch wenn die meisten Eigenschaften von Süßstoff sicherlich sehr überzeugend wirken, kann dennoch ein übermäßiger Verzehr zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führen. Deshalb solltest du es mit der kalorienarmen Süße nicht übertreiben und lieber auf natürliche Süßungsmittel wie Agavendicksaft oder Honig zurückgreifen.

Bei vielen Lebensmitteln, die Süßstoffe anstelle von Zucker enthalten, könntest du dich für die Zuckervariante entscheiden, beispielsweise bei Kräuterbonbons oder Süßgetränken. Wenn du generell Lust auf etwas Süßes verspürst und deiner Gesundheit zusätzlich etwas Gutes tun willst, dann greife anstelle von ungesunden Snacks einfach zu einem Apfel, einer Banane oder verwende anstelle von Süßungsmitteln Agavendicksaft, Ahornsirup, oder Kokosblütenzucker.

Weitere Lebensmittel, die keinen gesundheitsschädlichen Süßstoff enthalten und trotzdem süß schmecken:

Mach den Test, wie stark deine Zuckersucht  ist und informiere dich über ein zuckerfreies Leben. Auch das Buch von "Die Wahrheit über künstliche Süßstoffe*" gibt einen guten Überblick, was sich wirklich hinter dem Thema verbirgt.

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