Mit einer Häufigkeit von  20 Prozent ist die Fettleber* eine der häufigsten Lebererkrankungen in Deutschland. Betroffen sind vor allem Menschen zwischen 40 und 60 Jahren. Bei Kindern und Jugendlichen kann diese Lebererkrankung jedoch auch schon auftreten.

Im schlimmsten Fall endet die Fettleber in einer Leberzirrhose* und einem Leberversagen. Das gilt es zu verhindern! Im Folgenden stellen wir Ihnen alle Fakten rund um die Fettleber und die sehr vielversprechende Fettleber-Diät* vor.

Was ist eine Fettleber und wie entsteht sie?

Bei einer Fettleber* handelt es sich um eine vergrößerte, auf Ultraschallbildern oft hellere, Leber.  Eine Fettleber führt häufig zu Entzündungen und kann im schlimmsten Fall in einer Leberzirrhose enden. Zu vermuten, eine Fettleber sei nur bei Alkoholikern zu finden, ist falsch. Richtig ist, dass mehr als 90 Prozent aller Alkoholiker unter einer Fettleber leiden. Hier spricht man von einer alkoholischen Fettlebererkrankung (AFLD = alcoholic fatty liver disease).

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Schon ein regelmäßiger Alkoholkonsum von etwa 24 bis 30 Gramm reinem Alkohol bei Männern gilt als schädlich für die Leber. Das entspricht in etwa 0,75 Litern Bier am Tag. Bei Frauen wirkt sich schon die Hälfte schädigend aus. Aufgrund des starken Alkoholkonsums verändern sich die Leberzellen, wodurch eine Fettleber entsteht.

Jedoch leiden auch Menschen unter einer Fettleber, die wenig oder gar keinen Alkohol konsumieren. Hierbei handelt es sich um eine nicht-alkoholinduzierte Fettlebererkrankung (NAFLD = non-alcoholic fatty liver disease). Die Ursachen sind mit 70 bis 90 Prozent Übergewicht und Fettleibigkeit. Außerdem kann auch Diabetes Mellitus Typ 2* eine Ursache sein. Besonders schädlich ist der Figurtyp der "Apfelform": Fett rund um den Bauch, welches auch Auswirkungen auf die inneren Organe hat. Doch auch Menschen mit einem völlig normalen Gewicht leiden unter einer Fettleber. Dies ist bei etwa sechs Prozent der Menschen der Fall - die Ursache ist in einer ungesunden Ernährungsweise, einer Lebererkrankung oder in Medikamentenkonsum zu suchen. 

Symptome einer Fettleber

In den meisten Fällen spürt ein Betroffener erst sehr spät, dass etwas mit seiner Leber nicht stimmt, da sich eine Fettleber* lange sehr unauffällig verhält. Wenn die Leber erst einmal richtig verfettet ist, verspürt der Betroffene oft Appetitlosigkeit, Müdigkeit und Schlappheit und ein Völlegefühl. Teilweise treten auch Übelkeit und ein Druckgefühl im Bauch auf. Die Fettleber-Symptome sind alles in allem eher unspezifisch. Sicher erkennt der Arzt eine Fettleber durch einen Ultraschall des Bauchraumes. Es zeigt sich dort, dass die Leber vergrößert und auf dem Ultraschallbild oft etwas heller ist, als sie normalerweise wäre. Auch im Blut kann man durch auffällige Werte eine Fettleber vermuten. Ganz sicher nachweisen kann man eine Fettleber dann durch eine Biopsie - eine Gewebeentnahme der Leber. 

Behandlung

Eine Fettleber wird je nach Ursache behandelt. Liegt sie nachweislich an einem erhöhten Alkoholkonsum, sollte man diesen unterlassen. Liegt die Ursache in einer falschen Ernährungsweise, hilft nur eine Ernährungsumstellung*. Im Folgenden bringen wir Ihnen die Fettleber-Diät* näher.

Wie funktioniert die Fettleber-Diät?

Die beste Ernährungsweise, um einer Fettleber an den Kragen zu gehen, ist, auf Zucker jeglicher Art (auch Frucht-Zucker), Alkohol und Salz zu verzichten. Stattdessen sollten Sie genügend gute Kohlenhydrate einnehmen. Dafür eignen sich Vollkornprodukte*, Raps*- und Olivenöl*. Außerdem ist ausreichend Gemüse ein Muss. Im Folgenden haben wir Tipps für Sie, wie Sie sich im Tagesverlauf ernähren können.

1. Frühstück

Als ideales Frühstück bei einer Fettleber-Diät* eignen sich Haferflocken* mit frischen Obst, Naturjoghurt, Nüssen*, Leinsamen und fettarmer Milch. Wenn Sie lieber Brot essen, können Sie auch das tun, jedoch ausschließlich Vollkornbrot*. Belegen können Sie das mit einer Scheibe Käse oder Hüttenkäse, dazu etwas Obst und Gemüse.

2. Mittagessen

Beim Mittagessen gibt es eine Faustregel, an die Sie sich halten können. Diese besagt, dass Sie Mittags einen halben Teller Gemüse, einen Viertel Teller Vollkornprodukte* (Nudeln, Reis, Quinoa, Hirse, Buchweizen) und einen Viertel Teller proteinreiche Lebensmittel (Fisch, Fleisch, Eier, Tofu) essen sollten. Zum Nachtisch dürfen Sie Obst naschen. 

3. Abendessen

Abends sollten Sie auf eine leichte Mahlzeit setzen. Hierzu empfiehlt sich Salat mit etwas Olivenöl* und Essig. Besonders schmack- und nahrhaft sind Endivien, Chinakohl oder Feldsalat. Garnieren können Sie den dann mit Kernen, zum Beispiel mit Kürbis- oder Sonnenblumenkernen, Eiern, Schafskäse oder Mozzarella. 

Sie sehen also: Der Grundstock Ihrer Ernährung bei einer Fettleber-Diät* sollte Gemüse sein. Außerdem Nahrungsmittel, die viel Eiweiß enthalten, da dies besonders sättigend wirkt. Dieses Eiweiß gewinnen Sie unter anderem aus Hülsenfrüchten, Nüssen, Eiern, Milch und Fisch oder Geflügel. Ergänzend dazu, sollten Sie pflanzliche Öle konsumieren, besonders gesund ist Leinöl. Auch Vollkorn-Produkte sollten auf Ihrem Speiseplan stehen. Obst sollen Sie natürlich auch zu sich nehmen - sofern es relativ zuckerarm ist.

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