Fasten vor dem Vollrausch: Um beim exzessiven Konsum von Alkohol kein Gewicht zuzunehmen, verzichten vor allem junge Menschen manchmal tagelang auf Nahrung. Doch warum?

Da alkoholische Getränke häufig sehr kalorienreich sind, hat der Konsum schnell einen Effekt auf das Körpergewicht. Um das auszugleichen, verzichten vor allem junge Menschen zuvor tagelang auf Nahrung. Dieses Verhalten wird auch "Drunkorexie" genannt und ist in den vergangenen Jahren immer häufiger aufgetreten. 

"Drunkorexie": Vor allem im jungen Erwachsenenalter weit verbreitet

Der Begriff setzt sich aus zwei Wörtern zusammen: Dem englischen Wort "drunk" (betrunken) und dem medizinischen Fachbegriff für Magersucht "Anorexie". Als medizinisch anerkannte Diagnose gilt die Essstörung zwar noch nicht, dennoch wird sie bereits in Studien untersucht. 

So zeigte sich, dass Drunkorexie besonders häufig bei jungen Erwachsenen auftritt. Laut dem Beratungszentrum für Essstörungen "Dick & Dünn" sind vor allem junge Frauen im Alter von 16 bis 26 Jahren davon betroffen. Doch auch bei Personen zwischen 25 und 35 Jahren wurde nachgewiesen, dass etwa jeder Fünfte schon Erfahrungen damit gemacht hat.

Die Ursachen für dieses Verhalten sind vielfältig: So spielen etwa ein niedriges Selbstwertgefühl, Defizite bei der Emotionsregulierung oder Perfektionismus eine entscheidende Rolle, wie das Ergebnis einer italienischen Studie aus dem Jahr 2020 zeigt. In der Studie wurden 513 männliche und 334 weibliche Personen im Alter von 14 bis 22 Jahren befragt.

Schädliche Wirkung - Drunkorexie führt im Extremfall zum Tod

Neben seiner schädlichen Wirkung hilft der tagelange Verzicht von Nahrung den Betroffenen dabei, schneller in einen Rausch zu gelangen, da Alkohol auf leeren Magen schneller wirkt. Das Verhalten kann daher einerseits zu Unterernährung, beim Konsum von Alkohol jedoch auch schnell zu einer Alkoholvergiftung führen. Die schnellere und intensivere Wirkung des Alkohols führt zudem schneller zu Gewalttaten, Kontrollverlust oder sexuellen Übergriffen. 

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Hinzu kommt, dass sich aus dem Verhalten eine ernstzunehmende Essstörung entwickeln kann, aus der eine Magersucht resultiert. Im Extremfall führt Drunkorexie sogar bis zum Tod, wie das Ärzteblatt schreibt. 

Um dem vorzubeugen, sollten Jugendliche darin geschult werden, auf anderem Wege ihre Emotionen zu regulieren und emotionale sowie körperliche Bedürfnisse zu befriedigen. 

 

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