• Schon die Großmutter hat vor aufgewärmtem Spinat gewarnt - und zwar zu Recht
  • Aufwärmen bei den meisten Lebensmitteln kein Problem, bei diesen hier schon
  • Besonders das Aufwärmen in der Mikrowelle ist kritisch

Schon als Kind wurde man von den Eltern davor gewarnt: Spinat dürfe man auf gar keinen Fall noch einmal aufwärmen. An dieser alten Küchenweisheit ist tatsächlich etwas dran: Denn bei manchen Lebensmitteln kann es gefährlich sein, sie ein weiteres Mal aufzuwärmen, vor allem in der Mikrowelle. Wir sagen Ihnen, welche Lebensmittel das sind und, worauf Sie beim Aufwärmen achten müssen.

Diese Lebensmittel sollten Sie besser nicht in der Mikrowelle aufwärmen

Spinat

Wie eingangs gesagt: An der Küchenweisheit, Spinat nicht wieder aufzuwärmen, ist etwas dran. Tatsächlich kann aufgewärmter Spinat sogar giftig sein. Schuld daran ist sein hoher Nitratwert. Nitrat wird bei Raumtemperatur nämlich in das giftige Nitrit umgewandelt. Dieses kann, zusammen mit manchen Eiweißabbauprodukten, krebserregende Nitrosamine bilden. Auch kann der hohe Nitritgehalt, der durch das Aufwärmen entsteht, zu Übelkeit und Brechdurchfall führen.

Spinat sollte man also besser nicht mehr aufwärmen. Wenn doch kein Weg daran vorbeiführt, sollten Sie zumindest darauf achten, den Spinat nach dem Kochen so schnell wie möglich abzukühlen, da so die Nitritbildung gehemmt wird. Im Kühlschrank bildet sich Nitrit zwar langsamer, aber dennoch stetig. Lagern Sie den Spinat also nie länger als zwei Tage ein. Beim Aufwärmen sollten Sie darauf achten, dass der Spinat mindestens zwei Minuten bei über 70 Grad erhitzt wird. Der Topf eignet sich hierfür besser, da die Mikrowelle nicht gleichmäßig erhitzt.

Hähnchen

Auch Hähnchen sollte man nicht unbedingt wieder aufwärmen. Der Grund hierfür ist, dass sich beim Aufwärmen die Proteinstrukturen im Fleisch verändern, sodass sie im Magen nicht mehr richtig verdaut werden können. Dies kann zu Magenproblemen, Übelkeit oder Durchfall führen. Auch werden beim Garen nicht immer alle Salmonellen abgetötet. Die übrigen können sich im Hähnchen vermehren und werden beim Aufwärmen in der Mikrowelle nicht zuverlässig abgetötet. Hier droht eine Salmonellenvergiftung.

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Hähnchen sollte also auf gar keinen Fall in der Mikrowelle aufgewärmt werden. Stattdessen sollte es mehrere Minuten lang komplett und bei über 70 Grad erhitzt werden. Wichtig: Am Ende muss das Fleisch auch in der Mitte heiß sein.

Reis, Kartoffeln, Nudeln

Reis, Nudeln oder Kartoffeln aufzuwärmen ist unproblematisch? Leider nicht. Denn bei diesen Lebensmitteln können sich nach dem ersten Garen Sporen und Bakterien bilden -  eine Lebensmittelvergiftung droht. Die Bakterien und Sporen bilden sich noch schneller, wenn die Lebensmittel schon beim ersten Mal nicht richtig erhitzt wurden. Nach dem Abkühlen sollten Lebensmittel wie Reis, Kartoffeln oder Nudeln daher sofort in den Kühlschrank gestellt werden. 

Da die Mikrowelle keine gleichmäßige Erhitzung der Lebensmittel gewährleistet, sollten Sie immer einen Topf zum Aufwärmen nutzen. Ansonsten können sich die Bakterien und Sporen weiterhin im Essen befinden. Auch hier gilt: Immer mehrere Minuten bei über 70 Grad erhitzten.

Pilze

Auch Pilze sind zum erneuten Aufwärmen eher ungeeignet. Pilze enthalten vor allem Wasser und viel Eiweiß. Dadurch können sich Mikroorganismen und gefährliche Giftstoffe bilden, die in der Mikrowelle nicht abgetötet werden. Diese können zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen.

Beim Aufwärmen von Pilzen sollten Sie also einiges beachten. Auch Gerichte mit Pilzen sollten daher möglichst schnell abgekühlt und dann im Kühlschrank gelagert werden - allerdings auch nur maximal einen Tag lang. Beim Aufwärmen in Topf, Pfanne oder Ofen sollte das Gericht mehrere Minuten bei über 70 Grad erhitzt werden. Wärmen Sie das Gericht aber kein zweites Mal auf.

Eier

Ähnlich wie beim Hähnchen ist das Aufwärmen von Eiern und Ei-Gerichten risikobehaftet. Auch hier können sich die Proteinstrukturen verändern und Verdauungsprobleme hervorrufen. Außerdem können sich bei der Lagerung bei Raumtemperatur Salmonellen im Ei vermehren. Daher sollte auf ein Aufwärmen eher verzichtet werden, und das Ei-Gericht frisch verzehrt werden.

Sollten Sie es dennoch aufwärmen wollen, achten Sie darauf, es über 70 Grad zu erhitzen, um ein mögliches Risiko zu Minimieren. Mikrowellen eignen sich hier nicht, um ein gleichmäßiges Erhitzen zu gewährleisten. Nehmen Sie daher ausschließlich den Topf, die Pfanne oder den Ofen.

 

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