• Wichtig: Viel trinken an heißen Tagen
  • BZgA warnt: Bei sommerlichen Temperaturen besser auf Alkohol verzichten
  • Alkohol bedeutet für den Körper bei Hitze zusätzlichen Stress
  • Alkohol kann unter Umständen zu schwerwiegenden Badeunfällen führen

An heißen Sommertagen ist es wichtig, viel zu trinken. Gerade jetzt, wo die sogenannte "Sahara-Peitsche" nach Deutschland rollt und Temperaturen von bis zu 38 Grad mitbringt. Viel trinken an heißen Tagen ist so wichtig, da der Körper seine eigene Temperatur übers Schwitzen reguliert und dabei nicht nur Flüssigkeit, sondern auch notwendige Mineralstoffe verliert. Diese werden durch beispielsweise Mineralwasser wieder nachgeliefert. 

Viel trinken an heißen Tagen - aber besser auf Alkohol verzichten

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, kurz BZgA, empfiehlt allerdings, an Hitzetagen auf alkoholische Getränke weitgehend zu verzichten, da diese zum Durstlöschen ungeeignet sind. Michaela Goecke, Leiterin des Referats für Suchtprävention der BZgA, erklärt in einer Pressemitteilung von Donnerstag (12. August 2021): "Alkoholkonsum bedeutet für den Körper immer Stress – zum einen muss das Zellgift Alkohol über die Leber abgebaut werden, zum anderen beeinträchtigt Alkohol als psychoaktive Substanz unsere Wahrnehmung, Koordination und Reaktion."

Und weiter: "Bei Hitze kann der Konsum von Alkohol zur Gefahr werden: Zum Beispiel kann das Risiko für einen Kreislaufkollaps steigen, weil sich durch Alkohol – wie durch Hitze – die Blutgefäße erweitern. Dadurch sinkt der Blutdruck und es kann zu einem Kollaps und Bewusstlosigkeit kommen. Deshalb gilt an Hitzetagen: Durstlöschen am besten mit Wasser, Saftschorlen und Früchtetees oder mit anderen alkoholfreien Getränken." Vor allem ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen sollten an heißen Tagen vorsichtig im Umgang mit Alkohol sein, da ihr Wasseranteil im Körper meist noch niedriger ist, als bei jungen oder gesunden Personen. "Darüber hinaus ist ihre Leber länger damit beschäftigt, den Alkohol abzubauen und es kann zu gefährlichen Wechselwirkungen kommen, wenn Medikamente eingenommen werden", so die BZgA. 
 
Auch weist die BZgA darauf hin, dass wer an heißen Tagen Abkühlung im Wasser sucht, vorher auf keinen Fall Alkohol trinken sollte. Es kann zu dramatischen Badeunfällen kommen, wenn Menschen bei Hitze alkoholisiert ins kühle Wasser gehen – ob See, Fluss oder Schwimmbad. Der Körper kann aufgrund des Alkohols nicht normal auf die Kälte reagieren und die Blutgefäße verengen. Der schnelle Wechsel von Hitze zu Kälte birgt dann die Gefahr eines Kälteschocks – und dies schon bei einer Wassertemperatur von rund 20 Grad Celsius. Infolge eines Kälteschocks kann der Kreislauf kollabieren und die Gefahr des Ertrinkens droht.