• Was zeichnet Superfood aus?
  • Darum sollte man besser zu regionalen Superfoods greifen
  • Die 10 besten heimischen Superfoods
  • Inhaltsstoffe und Wirkung der Superfoods

Laut einer Befragung des BfR-Verbrauchermonitors nahmen von 1006 Befragten nur 5 Prozent täglich Superfoods zu sich. 39 Prozent hingegen stimmten mit „gar nicht“ ab. Avocado, Chiasamen und Quinoa gelten als meist verzehrtes Superfood, dicht gefolgt von Leinsamen, Hafer und Goji-Beeren. Der am häufigsten angegebene Grund, warum Superfoods verzehrt werden, ist der gesundheitliche Aspekt, gefolgt vom angenehmen Geschmack. Aber was macht Superfood so besonders? Und welche regionalen Varianten gibt es? Wir haben die 10 besten heimischen Superfoods für dich zusammengestellt. 

Was zeichnet Superfood aus?

Ein Superfood hat wahre Superkräfte: Den Lebensmitteln wird aufgrund der enthaltenen Nährstoffe ein gesteigerter gesundheitlicher Nutzen zugeschrieben. Das macht ein echtes Superfood aus:

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  • Ist möglichst naturbelassen
  • Ist ein vollwertiges und ganzheitliches Lebensmittel
  • Muss nicht teuer sein
  • Kann aus weit entfernten tropischen oder arktischen Regionen stammen, oder direkt vor unserer Haustür wachsen

Oftmals handelt es sich bei Superfood, wie etwa Mango, Chiasamen oder Quinoa, um Exoten aus fernen Ländern, die lange Importwege hinter sich haben, und dann für teures Geld verkauft werden.

Bei weit gereisten Produkten lohnt es sich immer, den CO2-Ausstoß im Hinterkopf zu behalten und auf fairen, biologischen Anbau zu achten. Je länger die Importwege, desto größer und umweltschädlicher auch der CO2-Fußabdruck. Daher ist es deutlich nachhaltiger und umweltfreundlicher zu Superfoods aus Deutschland zu greifen, wie es auch ein Klimatarier machen würde. Im Folgenden stellen wir dir die 10 besten heimischen Superfoods vor.

Rote Beete als das heimische Superfood schlechthin

Die dunkelrote Farbe ist das Markenzeichen der Roten Beete. Noch nimmt die heimische Rübe eher eine Nebenrolle auf dem Speiseplan ein. Das sollte sich jedoch möglichst ändern, denn: So viele Gesundheitsvorteile wie die Rote Beete hat kaum ein anderes Gemüse. 

  • Kalorienarm
  • Verdauungsfördernd
  • Vorbeugend bei Herzkrankheiten
  • Steigert die sportliche Leistung 
  • Wirkt Blutdrucksenkend
  • Fördert die Darmgesundheit

Die Rote Beete ist reich an Antioxidanzien, Vitaminen und Ballaststoffen: Kalzium und Phosphor erhalten die Knochengesundheit, Kalium und Magnesium helfen den Muskeln, Eisen, B-Vitamine, Vitamin C und Folsäure helfen, geistig fit zu bleiben.

Damit die Rote Beete jedoch ihre Superkräfte entfalten kann, sollte man mindestens 100 Gramm von ihr essen. Ob roh im Salat, im Smoothie oder im Saft, ob gekocht oder eingelegt als Beilage: Die Rote Beete bietet nahezu unendliche Vielfalt.

Brokkoli: Das Anti-Krebsmittel

Brokkoli zählt zu den Kohlgewächsen und ist dem Blumenkohl sehr ähnlich. Der grüne Kohl macht der Trendkategorie „Superfood“ dank seiner zahlreichen Nährstoffe und deren Wirkung alle Ehre.

Brokkoli hat eine Vielzahl von gesundheitlichen Vorteilen, einschließlich seiner Fähigkeit, krebserregende Wirkstoffe zu verhindern, die Verdauung zu verbessern, den Cholesterinspiegel zu senken und die Vitamin- und Mineralstoffaufnahme zu maximieren. Er trägt auch dazu bei, das Immunsystem zu stärken, die Haut zu schützen und Entzündungen zu lindern. Zudem trägt die enthaltene Folsäure zu einer gesunden Entwicklung des Kindes im Mutterleib bei.

Er enthält neben dem hohen Anteil an Folsäure auch doppelt so viel Vitamin C wie Zitronen und ist  reich an Vitamin E, B6, B2 und B1. Im Brokkoli enthaltende Mineralstoffe sind Eisen, Kalzium, Zink, Natrium und Kalium. Auch Ballaststoffe sind in Brokkoli enthalten. Er eignet sich ausgesprochen gut, um ihn in den Ernährungsplan einzubauen, wenn du Körpergewicht verlieren willst.

Grünkohl wirkt antibiotisch

Grünkohl, der von Oktober bis Februar geerntet wird, ist ein Winter-Klassiker. Traditionell wird er mit Wurst gekocht, vor allem in Norddeutschland. Aber auch ohne die Wursteinlage ist der Kohl wegen seines hohen Eisen- und Proteingehalts als das "Fleisch" unter den Gemüsen bekannt. Grünkohl enthält auch Antioxidantien sowie die Vitamine C, E und K sowie Folsäure, Kalium, Calcium und Magnesium.

Die Wirkung von Grünkohl: 

  • Antibiotische und immunstärkende Eigenschaften
  • Verdauungsfördernd
  • Beugt Darmerkrankungen und Krebs vor
  • Reguliert den Cholesterinspiegel
  • Hilfreich bei Wundheilungsstörungen
  • Herzschützende Eigenschaften

Was viele nicht wissen: Der eine Grünkohl existiert nicht. Vielmehr werden mit dem Begriff „Grünkohl“ mehrere Sorten zusammengefasst, die alle eine Unterart von Kohlgemüse darstellen. Vor allem in Süddeutschland hat das Superfood die Teller noch nicht erobert und gilt als relativ unbekannt. 

Blaubeeren als Sommertrend

Die farbintensiven Beeren sind nicht nur ein absoluter Hingucker, sondern machen dem Begriff „Superfood“ auch alle Ehre. Sie sind wahre Nährstoffbomben: Neben Vitamin A, B, Beta-Carotin, C und E und den Mineralstoffen Eisen, Kalium, Kalzium und Magnesium, weisen Blaubeeren auch zahlreiche Ballaststoffe auf. 

Dank der gesunden Inhaltsstoffe unterstützt die kleine Frucht die Herzgesundheit, Knochenbildung, Blutdruck, Krebsvorsorge und sogar die psychische Gesundheit. Auch die darin enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe helfen dabei, die Neubildung von Fettzellen zu reduzieren und Entzündungsvorgänge im Organismus auszubremsen.

Frische saftige Heidelbeeren gelten als der Sommertrend schlecht hin. Egal ob in der Frühstückbowl, als Nachmittagssnack oder im Mineralwasser: Blaubeeren sind ein echter Genuss. 

Herbstliches Superfood: Die Birne

Die deutschlandweit verbreitete Birne zählt zu einer sehr unterschätzten regionalen Frucht. Dabei sind Birnen nicht nur saftig und lecker, sondern auch ein natürliches Heilmittel für deine Verdauung und die Aktivität deines Gehirns. 

Sie ist besonders reich an Vitamin A, Carotin, Vitamin C, B1, B2, Folsäure und zahlreichen Mineralstoffen. Also ein Superfood, das einen unglaublich hohen Nährstoffbedarf für unseren Körper abdeckt. 

Was viele nicht wissen: Besonders die Schale der Birne ist voll mit gesundheitsfördernden Wirkstoffen und sollte deswegen am besten mitgegessen werden. 

Johannisbeere als Vitamin C-Lieferant

Die Johannisbeere ist ebenfalls eine extrem gesunde Frucht und steht seit neusten Studien unter dem positiven Verdacht, tatsächlich Krebs vorzubeugen. Ihr Merkmal für ein Superfood: 100 Gramm von den kleinen Beeren enthalten 3 mal Mehr Vitamin C als eine Zitrone. 

Außerdem neutralisieren sie den Insulinspiegel und können durch den Verzehr ihrer Kerne sogar bei Neurodermitis helfen.

Vor allem die schwarze Johannisbeere zählt zu den ältesten Heilpflanzen und wird aufgrund der schnellen enzündungshemmenden Wirkung oft als „pflanzliches Cortison“ bezeichnet. 

Leinsamen: Kleine Kerne, große Wirkung

Leinsamen wirken durch ihre kleine Größe recht unscheinbar, sind jedoch randvoll gefüllt mit wichtigen Nährstoffen. Die kleinen Kerne aus Flachs sind ernährungstechnisch mindestens genauso der Knüller wie Chiasamen. 

Sie enthalten Omega-3-Fettsäuren, die beim Aufbau von Nerven- und Gehirnzellen eine wichtige Rolle spielen und das Blut besser fließen lassen. Ballaststoffe sorgen für gute Darmgesundheit und sorgen für eine lange Sättigung. Die in den Leinsamen enthaltene Schleimstoffe unterstützen die gereizte Magen- und Darmschleimhaut beim Heilungsprozess. Außerdem werden die Knochenbildung durch Kalzium und Vitamin E gestärkt. 

Aber Vorsicht: Mehr als zwei Esslöffel Leinsamen pro Tag sollten es allerdings nicht sein, denn dies kann zu Verdauungsproblemen führen.

Heimischer Superstar: Sauerkraut

Wir wollen es nicht unerwähnt lassen: das gute alte Sauerkraut. Es ist fermentiert und enthält daher jede Menge probiotische Kulturen, die eine sehr positive Wirkung auf das Verdauungssystem haben. Sowohl Magen als auch Darm werden positiv beeinflusst.

Die Bakterienarten im Sauerkraut produzieren allesamt Antibiotika, die uns vor Krankheitserregern, die wir über die Nahrung aufnehmen, schützen. Weiterhin hat Sauerkraut entzündungshemmende Effekte, und durch jede Menge Vitamine und Mineralstoffe galt es früher als eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel, vor allem im Winter. 

Sauerkraut ist ein waschechtes Superfood, mit einer ganzen Reihe an positiven Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Noch dazu ist es ein einheimisches Produkt und darüber hinaus sehr günstig. 

Hülsenfrüchte als langanhaltender Sattmacher

Hülsenfrüchte sind luftgetrocknete Samen und zählen ebenfalls als Superfood. Die meisten Hülsenfrüchte sind nicht in roher Form verzehrbar, sondern müssen gewässert oder gekocht werden, quellen oder keimen.

Dank des hohen Eiweiß- und Eisenanteils sind Hülsenfrüchte besonders wichtig für Vegetarier und Veganer. Zusätzlich sind darin zahlreiche Vitamine, Proteine und Ballaststoffe enthalten. Sie gelten als langanhaltender Sattmacher. Sie senken den Blutdruck und Cholesterinspiegel und verringern somit automatisch das Risiko auf Herzleiden und Diabetes

In vielen Ländern gelten die gesunden Samen als Grundnahrungsmittel, was sich jedoch bei uns nur träge durchsetzt. Dabei lassen sie sich einfach und vielseitig kombinieren und dienen als wertvoller Nährstofflieferant. 

Klein aber Fein: Kürbiskerne

Kürbisse wurden ursprünglich in Nord- und Südamerika angepflanzt, aber inzwischen sind sie in der ganzen Welt verbreitet und gedeihen auch in Deutschland gut. Kürbiskerne eignen sich prima als Snack für zwischendurch oder als Dekoration auf Gerichten.

Kürbiskerne sind ein hervorragender Lieferant von Proteinen, essentiellen Omega 3 Fettsäuren und Ballaststoffen. Auch Vitamin A, B, C, und E sowie Kalium, Kalzium Magnesium und Zink sind in Kürbiskernen enthalten und zählen deshalb auch als Superfood.

Positive Auswirkungen von Kürbiskernen:

  • Schützen vor Zivilisationskrankheiten
  • Helfen bei Entzündungen
  • Senken den Cholesterinspiegel
  • Stärken die Abwehrkräfte
  • Können durch Antioxidantien eine positive Wirkung bei Krebserkrankung haben
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