• Was ist Ayurveda?
  • Ayurvedische Ernährung: Diese Lebensmittel stärken und schützen dich täglich
  • Klassische Ayurveda-Empfehlungen, um gesund und leistungsfähig zu bleiben

Wer richtig isst, braucht keine Medizin. Eine gesunde Ernährung schafft einen gesunden Körper. Das wiederum wirkt sich positiv auf deine Psyche und auf dein gesamtes System aus. In diesem Artikel erklären wir dir nicht nur, worum es sich bei Ayurveda handelt, sondern geben wertvolle Tipps, wie du langfristig gesund bleibst und zu mehr Lebensenergie gelangst.

Ayurvedische Ernährung: Was ist Ayurveda eigentlich?

Ayurveda ist eine indische Heilkunst und bedeutet „das Wissen vom Leben“. Der Fokus wird hierbei auf die Gesundheit des Menschen gelenkt - und nicht auf die Krankheit. Ayurveda setzt da an, wo du direkt etwas für dich tun kannst. Es geht um deine individuelle Konstitution und wie du deine körperliche und geistige Balance wieder findest, beispielsweise durch Ernährung, eine bestimmte Lebensweise aber auch durch deine geistige Lebenseinstellung. 

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Im Ayurveda spricht man von drei verschiedenen Doshas (Konstitutionen): Vata, Pitta und Kapha. Die Doshas sind verantwortlich für die unterschiedlichen Veranlagungen oder Wesenszüge eines Menschen und sie steuern die körperlichen und geistigen Funktionen. Bei jedem Menschen sind die Konstitutionen unterschiedlich stark ausgeprägt, was wiederum eine individuelle, einzigartige Kombination ergibt. Mache deinen eigenen Dosha Test und finde heraus welcher Dosha-Typ du bist.

Je ausgeglichener du in deiner körperlichen und geistigen Konstitution bist, umso mehr Lebensenergie kannst du freisetzen. Auch im Jahreszeitenzyklus findet man die Doshas wieder. Die Kälte und Trockenheit im Winter (Vata). Die Hitze des Feuers im Sommer (Pitta). Und die Feuchtigkeit und Kühle im Frühling und Frühsommer (Kapha). Mit bestimmten Lebensmitteln kannst du also nicht nur deine individuelle Konstitution ausgleichen, sondern deine Ernährung sogar den Jahreszeiten anpassen, um möglichst viel Lebensenergie zu erlangen und dein Immunsystem zu stärken.

Ayurveda: Die Lehre der menschlichen Konstitutionen - die drei Doshas der ayurvedischen Ernährung

Typische Merkmale von Vata (Raum und Luft):

  • Viel Denken
  • Hohe Kreativität 
  • Geistige Flexibilität 
  • Zerstreutheit
  • Feingliedriger Körper
  • Dünne Haare und Haut

Typische Merkmale von Pitta (Feuer):

  • Hohes Durchsetzungs- und Umsetzungsvermögen
  • Viel Power und Energie
  • Rötliche Haare
  • Sommersprossen
  • Laute Stimme
  • Kleine Augen, stechender Blick
  • Intelligenz

Typische Merkmale von Kapha (Wasser und Erde):

  • Trägheit, Schwere
  • Bodenständigkeit
  • Ruhe
  • Gelassenheit
  • Dicke Haare
  • Große Augen
  • Laute klare Stimme

Ayurvedische Ernährung im Alltag - diese Lebensmittel stärken und schützen dich täglich

Gesunde Ernährung schmeckt nicht einfach nur gut: Durch eine ausgeglichene und vollwertige Ernährung, mit der richtigen Menge und Kombination der Lebensmittel, kannst du einen immensen Unterschied in Sachen Gesundheit machen. Die ayurvedische Ernährung ist vegetarisch mit viel Gemüse und Reis und kann nicht ohne Gewürze. Alles kann, nichts muss! Je nach Geschmack, Verträglichkeit, Saison und Region kannst du natürlich deine Vorlieben ausleben. Der regelmäßige Genuss der folgenden Lebensmittel fördert deine Gesundheit und beugt Krankheiten vor:

  • Honig
  • Mandeln
  • Cashewnüsse 
  • Sesam
  • Rosinen
  • Datteln
  • Feigen
  • Granatapfel
  • Trauben
  • Mango
  • Ingwer
  • Kardamom
  • Knoblauch (gekocht)
  • Kurkuma
  • Zimt

Jedes Lebensmittel hat eine bestimmte Wirkung auf deinen Körper, ebenso wie auf die Doshas. So kannst du zum Beispiel bei überschüssigem Vata Datteln oder Rosinen in deine Ernährung mit einbauen, um deinen Kapha-Anteil wieder zu erhöhen. Die obigen Lebensmittel stärken dein Immunsystem und sind ebenso gesunde Zuckeralternativen. 

Klassische Ayurveda-Empfehlungen, um gesund und leistungsfähig zu bleiben

Gesundheit bezieht sich im Ayurveda nicht nur auf die rein körperliche Gesundheit, sondern schließt Geist und Seele mit ein. Die Gesundheit basiert laut Ayurveda ganz wesentlich auf der Ernährung. "Wer sich richtig ernährt, braucht keine Medikamente", so der Kerngedanke. Wer sich nicht richtig ernährt, dem helfen auch keine Medikamente. Wenn du also beginnst, deinen Körper gut zu ernähren, wirkt sich das ebenso auf deine mentale Gesundheit aus. Auf der anderen Seite haben zahlreiche Studien bewiesen, dass sich mentale Gesundheit (eine positive Einstellung zu sich selbst) ebenso fördernd auf die Körpergesundheit auswirkt. 

Mit diesen Tipps für Essgewohnheiten kannst du beginnen:

  • Esse die richtige Menge: Wenn du deine Hände zu einer Schale formst, entspricht das der ungefähren Größe deines Magens.
  • Regelmäßiges Essen und Zwischenmahlzeiten vermeiden: Eine Mahlzeit braucht drei bis fünf Stunden um verdaut zu werden.
  • Nehm dir Zeit und Ruhe beim Essen: Die Energie, die du beim Essen hast, nimmst du über dein Essen in dich auf. Stress ist also nicht gerade fördernd.
  • Iss möglichst frische, hochwertige Nahrung: Je öfter Lebensmittel verarbeitet wurden, desto weniger Nährstoffe enthalten sie, desto ungesünder sind sie.
  • Ausgewogener Geschmack: Süß, sauer, salzig, bitter, scharf und herb sollten über den Tag abgedeckt werden, das mindert Gelüste.
  • Richtige Nahrungsmittelkombination: Vermeide Kohlenhydrate in Kombination mit Milchprodukten.
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Auch Verhaltensweisen auf mentaler Ebene helfen dir, ein angenehmeres, vitalisierendes, gesundes und glücklicheres Leben zu führen: Spreche die Wahrheit zu dir selbst und zu anderen. Schlechte Gefühle sollten nicht unterdrückt werden. Bemühe dich um die Eigenschaften ruhig, friedvoll, hilfsbereit und respektvoll. Yoga, Meditation oder auch Massagen fördern ebenfalls deine mentale Gesundheit. Wie du siehst, kannst du in ganz vielen Bereichen etwas tun, um dein gesamtes Wohlbefinden zu verbessern. Ayurveda ist also kein "Gesundheitsplan", sondern vielmehr eine bewusst gewählte Lebensweise.

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