• Haferflocken gelten als Superfood - warum eigentlich?
  • So wird Hafer zum Fatburner
  • Tipps zum Kauf und Verzehr von Haferflocken und Haferkleie

Als Bestandteil von Frühstücksmüsli erfreuen sich Haferflocken großer Beliebtheit. Doch neben ihrem guten Geschmack enthalten sie auch viele gesunde Nährstoffe, die unsere Verdauung nachhaltig beeinflussen. Weniger bekannt ist jedoch, dass eine besondere Form der Haferflocken unsere Fettverbrennung anheizen kann. 

Haferflocken gelten als Superfood - warum eigentlich?

Haferflocken (Avena sativa) sind schmackhaft und zudem vielseitig einsetzbar. Als glutenarmes Getreide liegen sie zudem voll im Trend. Sie werten dein Müsli auf, sorgen in Bratlingen für den rechten Biss, können in Brot und Brötchen verbacken werden oder als leckere Haferplätzchen für süße Momente sorgen. Trotz ihres hohen Kaloriengehalts, von etwa 350 Kilokalorien pro 100 Gramm, können sie beim Abnehmen unterstützen. Außerdem steckt neben dem guten Geschmack in den gequetschten Getreidekörnern noch jede Menge an gesunden Nährstoffen wie Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralien.

Diese gesunden Inhaltsstoffe stecken in Hafer

  • Komplexe Kohlenhydrate halten länger satt, denn unser Körper benötigt mehr Zeit, um die langkettigen Kohlenhydrate zu verdauen. Dadurch erfolgt die Magenentleerung viel langsamer und du fühlst dich länger satt. Zudem steigt der Blutzuckerspiegel nur langsam an und es wird weniger Insulin benötigt.
  • Ballaststoffe sind weitgehend unverdauliche Nahrungsbestandteile, die im Magen aufquellen und Wasser binden. Auf 100 Gramm enthalten Haferflocken etwa 10 Gramm Ballaststoffe, in Form von Pektin und Zellulose. Diese dienen den nützlichen Darmbakterien als Nahrung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen, mindestens 30 Gramm Ballaststoffe am Tag zu sich zu nehmen.
  • Beta-Glucan, ist ein löslicher Ballaststoff, der eine Art Schutzfilm auf der Magen- und Darmschleimhaut bildet. Studien belegen, dass Beta-Glucan sich positiv auf den Cholesterinspiegel und den Blutzuckerspiegel auswirkt. Zur Kontrolle des Blutzuckerspiegels hat sich auch die Haferkur als sehr wirksam erwiesen. Die gesundheitsförderlichen Eigenschaften der Beta-Glucane aus Hafer und auch aus Gerste konnten in Studien hinlänglich nachgewiesen werden. So sind entsprechende Health Claims (gesundheitsbezogene Angaben) von der Europäischen Kommission zugelassen und in der Positivliste erlaubter gesundheitsbezogener Angaben aufgenommen wurden.
  • Mineralien wie Magnesium, Phosphor, Eisen und Zink, Mangan und Selen versorgen den Körper mit einer Extraportion wichtiger Mikronährstoffe
  • Vitamine, von denen vor allem der hohe Gehalt an B-Vitaminen hervorsticht, unterstützen wichtige Körperprozesse. 

So wird Hafer zum Fatburner

Um deine Fettverdauung anzukurbeln, solltest du Haferkleie auf deinen Speiseplan setzen, die nur aus Teilen des vollen Haferkorns besteht. Haferkleie setzt sich aus dem Haferkeimling und den äußeren Schichten des Mehlkörpers zusammen. Sie ähnelt mehr einem groben, schrotig gemahlenen Mehl und hat einen leicht nussigen Geschmack. Die Vorteile der Haferkleie sind:

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  1. Haferkleie enthält 15 Gramm Ballaststoff pro 100 Gramm und damit 50 % mehr Ballaststoffe als die gepressten Haferflocken aus dem ganzen Korn.
  2. Haferkleie schlägt zusätzlich mit weniger Kalorien (240 bis 330 Kilokalorien pro 100 Gramm) zu Buche als Haferflocken.
  3. Haferkleie enthält weniger Fett als Haferflocken.
  4. Haferkleie enthält mehr Beta-Glucan als Haferflocken.
  5. Obwohl Haferkleie nicht das gesamte Haferkorn enthält, befindet sich hier ein Großteil der Vitamine, Mineralstoffe, Eiweiße und Ballaststoffe eines Haferkorns, aber weniger Kohlenhydrate.

Haferkleie ist pur wenig schmackhaft. Du kannst aber wunderbar dein Müsli damit verfeinern. Um hier den Eiweißanteil zu steigern, kombiniere Haferkleie am besten mit Joghurt, Chia-Samen oder Nüssen. Dadurch sinkt automatisch der Anteil der Kohlenhydrate und du unterstützt damit die Fettverbrennung. Einen zusätzlichen Fatburner-Effekt erzielst du mit der Zugabe von Gewürzen wie Ingwer oder Zimt. Wenn du zusätzlich dein Haferkleie-Müsli mit Wasser statt mit Milch anrührst, sparst du nochmal Kalorien ein. Aber auch als Mehlersatz beim Backen von Brot oder Keksen sowie in Soßen eingerührt, ist Haferkleie sehr wertvoll.

Tipps zu Kauf und Verzehr von Haferflocken und Haferkleie

  • Bevorzuge Bioqualität: Neben den gesundheitlichen Vorteilen ist Haferkleie auch ein sehr günstiges Lebensmittel. Auch in Bioqualität bleibt Haferkleie bezahlbar und aufgrund des regionalen Anbaus fallen lange Lieferwege weg. Das Verbrauchermagazin Öko-Test stellt immer wieder Verunreinigungen in Haferflocken fest. Hierzu zählen neben Glyphosat auch Schimmelpilzgifte, Mineralöl und Nickel. Unter den mit der Note "Sehr gut" bewerteten Haferflocken befanden sich auf den ersten fünf Plätzen ausnahmslos Bio-Produkte.
  • Erhöhe die Flüssigkeitszufuhr: Haferkleie quillt im Magen auf, sodass sie auch das Stuhlvolumen erhöht und die Darmtätigkeit angeregt wird. Deshalb ist es sehr wichtig, dass du genug Flüssigkeit zu dir nimmst, da es sonst zu Verstopfung oder im schlimmsten Fall zu einem Darmverschluss kommen kann.
  • Steigere die Menge langsam: Außerdem solltest du deinen Körper langsam an den höheren Ballaststoffanteil gewöhnen, da sonst Verdauungsbeschwerden wie Blähungen auftreten können. 
  • Sei vorsichtig bei Verdauungsproblemen und Allergien: Wenn du unter Schluckstörungen leidest, oder an Verengungen im Verdauungstrakt, solltest du auf Haferkleie verzichten.
  • Solltest allergisch auf Hafer reagieren, ist der Verzehr von Haferkleie ebenfalls nicht zu empfehlen. 
  • Wenn du unter Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) leidest, kannst du auf nicht-kontaminierten, glutenfreien Hafer zurückgreifen, der mit dem Symbol der durchgestrichenen Ähre gekennzeichnet sein muss.

Lesetipp: Haferflocken sind in der äußeren Anwendung gut für deine Haut!

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