"Hierzulande rauchen 22,4 % der Bevölkerung", schreibt Öko-Test. "Frauen mit 18,6 % weniger als Männer (26,4 %). Die 30- bis 35-Jährigen stellen mit 30,7 % den höchsten Anteil, unter den 15- bis 18-jährigen Jugendlichen rauchen 5,6 Prozent." Den meisten Süchtigen fällt es schwer, endlich mit dem Rauchen aufzuhören. Viele haben sich das wahrscheinlich schon etliche Male vorgenommen. Um sich das Aufhören ein Stück weit zu erleichtern, greifen viele (Ex-)Raucher daher zu Nikotinpräparaten. Ob und was diese Mittel bringen und wie nützlich und gesund sie sind, hat das Verbrauchermagazin Öko-Test getestet. Wir haben die wichtigsten Ergebnisse für Sie.

Nikotinpflaster & Co.: Die Entzugssymptome werden gelindert

Nikotinersatzprodukte sind in erster Linie dazu da, die Entzugssymptome der Rauchentwöhnung zu lindern. Generell gilt dabei: Je länger ein Mensch geraucht hat, desto heftiger und anstrengender wird auch der Rauchentzug werden. Bereits nach einer halben Stunde sinkt die beruhigende Wirkung des Suchtstoffes und der Körper reagiert, sofern er kein neues Nikotin zugeführt bekommt, gereizt und unruhig. Durch viele Studien und Metaanalysen wurde bereits bestätigt, dass die Wahrscheinlichkeit, mit dem Rauchen aufzuhören, mit Nikotinersatzprodukten um 15 bis 36 Prozent größer ist, als ohne. Welche Nikotinersatzpräparate gibt es also - und wie gut sind sie? Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat nach Antworten auf diese Fragen gesucht.

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Nikotinkaugummis

Während des Kauens wird Nikotin freigesetzt, und nach 15 bis 30 Minuten baut sich im Körper ein wirksamer Nikotinspiegel auf. Zusätzlich gibt es sogar verschiedene Stärken des Nikotingehalts. Schädliche Zusatzstoffe in den Kaugummis sind bisher nicht bekannt. Allerdings kann die Gewöhnung an das Kaugummikauen auch zu Suchteffekten führen.

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Nikotinpflaster

Die Pflaster werden morgens auf eine beliebige Stelle der Haut geklebt und geben über 16 oder 24 Stunden kontinuierlich Nikotin an den Körper ab. Suchtattacken sind damit komplett ausgeschlossen. Auch konnten keine Giftstoffe oder Weichmacher bei den Laboruntersuchungen gefunden werden.

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Niktotininhaler

Um das Gefühl des Rauchens für Mund und Hände möglichst gut zu simulieren, eignet sich ein Nikotin Inhaler am besten. Der Inhaler mit Patrone wird wie eine herkömmliche Zigarette angewendet und hält je nach Verlangen 1 bis 3 Tage. Insgesamt sollten bei starkem Verlangen aber nie mehr als 6 Patronen am Tag verwendet werden. Inhaltsstoffe aus dem Tabakrauch oder andere krebserregende Substanzen sind im Inhaler selbstverständlich nicht enthalten.

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Motivations-Buch zur Entwöhnung: "Ich rauche gern"

Rauchen, während man dieses Buch liest, gehört für viele zum Programm dazu. Der Autor verspricht mit seinem 30-Tage Programm das Aufhören enorm zu erleichtern. Wem es also neben Präparaten noch an Input, Inspiration und Motivation fehlt, dem könnte dieses Buch nicht schaden.

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Ratgeber: Tipps von Öko-Test - "Rauchstopp beginnt im Kopf"

Öko-Test hat einige wertvolle Tipps für alle zusammengetragen, die mit dem Rauchen aufhören wollen. Wichtiger als alle Mittelchen der Welt sei der feste Vorsatz, mit dem Rauchen aufzuhören. Und ein starker Wille. Die wichtigsten Punkte laut Öko-Test:

  • "Wichtiger als ein Nikotinersatzprodukt ist ein starker Wille. Wenn Sie es alleine nicht schaffen, lassen Sie sich beraten.
  • Rauchstopp beginnt im Kopf: Versuchen Sie, Ihr rauchfreies Leben nicht als Leid und Verzicht zu sehen, sondern als Gewinn an Gesundheit, Unabhängigkeit und Lebensqualität.
  • Achten Sie auf die unterschiedlichen Dosierungen der Mittel und passen Sie diese der Höhe Ihres Konsums an.
  • Nikotinpflaster reizen häufig die Haut. Kleben Sie diese jeden Tag an eine andere Stelle."

Fazit: Keine zu hohen Erwartungen

Die Nikotinersatzpräparate sind keine Wunderheilmittel. Sie wirken zwar unterstützend, allerdings sollten ein starker Wille und eventuell ein ärztliches Gespräch die Grundvoraussetzung sein, um dem Rauchen ernsthaft den Kampf anzusagen. "Die Chance, mit dem Rauchen aufzuhören, ist am größten, wenn Ausstiegswillige eine psychologische Beratung mit einer medikamentösen Therapie kombinieren", so Öko-Test.

Die Auswertung ihrer Studie fasste das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) wie folgt zusammen: "Ohne Nikotinersatztherapie schafften es 10 von 100 Personen, mit dem Rauchen aufzuhören, mit Nikotinersatztherapie gelang es 16 von 100 Personen. Eine Nikotinersatztherapie verhalf also zusätzlich 6 von 100 Personen zum erfolgreichen Rauchstopp."

Den kompletten Test mit allen Ergebnissen lesen Sie kostenpflichtig auf der Öko-Test-Webseite.

Auch interessant: Dass Zigaretten ungesund sind, ist inzwischen überall bekannt. Erschreckende Bilder auf den Verpackungen warnen vor den schlimmen Folgen des Tabakkonsums. Aber was passiert, wenn man tatsächlich aufhört mit dem Rauchen - und kann sich der Körper danach wirklich regenerieren?


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