Pinkeln unter der Dusche: Viele tun es, die meisten würden es aber niemals offen zugeben. Laut einer Umfrage aus den USA lassen sogar mehr als 80 Prozent der Leute beim Duschen nicht nur das Wasser laufen. Jedoch ist das Thema vor allem bei Paaren oft heiß umstritten.

Es klingt zunächst nicht schön und ist es sicher auch nicht, offenbart bei näherer Betrachtung aber einige klare Vorteile: inFranken.de erklärt, welche positiven Effekte das Pinkeln unter der Dusche haben kann.

Diese Vorteile hat das Pinkeln unter der Dusche

  • Man spart Wasser: Bis zu sieben Liter pro Toilettengang, den man nicht benötigt
  • Man spart Zeit: Statt vorher oder nachher extra aufs Klo zu gehen, erledigt man das Wasserlassen zeitgleich zum Duschen
  • Man bleibt keimfrei: Wer unter der Dusche pinkelt, vermeidet Kontakt mit Toilettenbakterien

Neben der klaren Zeitersparnis (weil man nicht extra das Klo aufsuchen, Händewaschen, die Kleidung runter- und wieder hochziehen muss), kann man mit dem Pinkeln in der Dusche auch einiges an Geld sparen: Sie verschwenden kein Klopapier und kein zusätzliches Wasser. Pro Betätigung der Klospülung sind das immerhin sieben Liter. So kommen pro Jahr Tausende Liter Wasser zusätzlich zusammen, die sich Dusch-Pinkler sparen.

Urin als populäres Heilmittel

Kosmetikprodukte enthalten häufig Urin: So soll der Eigenurin gegen zahlreiche Beschwerden helfen, beispielsweise bei starker Schuppenflechte, Fußpilz, Warzen und Hühneraugen. Viele Patienten behandeln diese Leiden mit Eigenurin. Der Ekel vor dem Urinieren in der Dusche scheint also reichlich übertrieben.

Kontakt mit Fäkalbakterien am Klo vermeiden

Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass durch das Pinkeln unter der Dusche der Kontakt mit Toilettenbakterien vermieden wird. Nach dem Klogang steht für gewöhnlich Händewaschen an: Und wieder verbrauchen Sie Wasser und Seife. Beides hätten Sie sich unter der Dusche direkt sparen können, weil das Wasser ja eh schon läuft.

Kann Pinkeln in der Dusche gefährlich sein?

Die Urologin Stephanie Kielb von der Northwestern University Feinberg School of Medicine stellt gegenüber dem Online-Magazin "Self" klar: In aller Regel ist das Pinkeln unter der Dusche völlig ungefährlich. Urin besteht aus Wasser mit einem geringen Harnstoffanteil und einigen Stoffwechselprodukten, wie zum Beispiel Ammoniak, Urochrom (färbt den Urin gelb) und Kreatin. Auch ein paar Bakterien sind im Urin, diese sind aber bei gesunden Menschen ungefährlich, da sie ganz natürlich in der Blase vorhanden sind.

Infektion möglich, aber unwahrscheinlich

Heikel kann es nur dann werden, wenn eine Infektion vorliegt (zum Beispiel Blasenentzündung, Harnwegsinfektion). Wenn man sich etwa beim Rasieren schneidet und anschließend Krankheitserreger, die sich im Urin befinden, in die Wunde gelangen, kann das unter Umständen gefährliche Folgen haben. "Theoretisch könnten schädliche Bakterien aus dem Urin in offene Stellen in der Haut gelangen und eine Infektion verursachen", so Gary Goldenberg, Assistent für klinische Dermatologie an der Icahn School of Medicine in New York. Selbst Cellulite könne auf diese Weise entstehen. Das Risiko sei allerdings niedrig, so der Experte.

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