• Neue Studie zu Spinat veröffentlicht
  • Wissenschaftler untersuchen Substanz, die Trainingsleistung steigern soll
  • Wird Spinat auf Dopingliste gesetzt?
Der Popeye-Mythos ließ es schon vermuten: Spinat macht stark. Diese These konnten Forscher an der Freien Universität Berlin nun wissenschaftlich belegen. In einer Humanstudie konnte eine Leistungssteigerung durch Stoff festgestellt werden, der in Spinat enthalten ist. In Kombination mit entsprechendem Training konnte eine signifikante Leistungssteigerung nachgewiesen werden, wie die ARD-Radio-Recherche Sport und Arte am Dienstag (25. Juni 2019) mitteilten.

Hoher Kraftzuwachs durch Spinat?

Während der Studie wurde Sportlern zehn Wochen lang die Substanz "Ecdysteron" vor dem Krafttraining verabreicht: Diese ist auch in Spinat enthalten. Im Zuge dessen wurde ein dreimal so hoher Kraftzuwachs im Vergleich zur Placebo-Gruppe festgestellt.

"Unsere Hypothese war, dass wir eine Leistungssteigerung sehen, aber dass die so groß sein würde, das hatten wir nicht erwartet", erklärt Maria Parr, Professorin am Institut für Pharmazie der FU Berlin. Sie riet deswegen der "Welt-Anti-Doping-Agentur", "Ecdysteron" auf die Liste der verbotenen Mittel zu setzen.

Spinat-Studie: Das ist der Hintergrund

Es gab in der Vergangenheit schon mehrere Hinweise darauf, dass "Ecdysteron" im russischen Sport eingesetzt wurde. Außerdem kamen in den vergangenen Jahren Nahrungsergänzungsmittel mit "Ecdysteron"-Zusatz auf den Markt, die mit positiven Effekten auf die sportliche Leistung warben. Sie warben ebenfalls damit die Kraft steigern, den Muskelaufbau zu verbessern und die Erholung nach dem Training erleichtern.

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