München
Trinken

Die Durststrecke endet: Deutscher Bierverbrauch steigt wieder - der Absatz stimmt, die Flaschenanzahl nicht

Deutschland exportiert nach China, den USA und Brasilien am meisten Bier der Welt. Die Produktionsbänder in den Brauereien laufen auf Hochtouren. Mittlerweile trinken die Deutschen auch wieder deutlich mehr Bier. Doch ein Problem bleibt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Deutschland exportiert nach China, den USA und Brasilien am meisten Bier der Welt. Die Produktionsbänder in den Brauereien laufen auf Hochtouren. Mittlerweile trinken die Deutschen auch wieder deutlich mehr Bier. Doch ein Problem bleibt.   Symbolbild: pixabay.com/Motorbiene
Deutschland exportiert nach China, den USA und Brasilien am meisten Bier der Welt. Die Produktionsbänder in den Brauereien laufen auf Hochtouren. Mittlerweile trinken die Deutschen auch wieder deutlich mehr Bier. Doch ein Problem bleibt. Symbolbild: pixabay.com/Motorbiene


Bierverbrauch in Deutschland steigt wieder

Die Kassen in den Deutschen Brauerei klingeln wieder. Egal ob Lager, Pils oder Weizen - die Kurve des Gerstensaft-Verbrauchs der Menschen in Deutschland zeigt nach oben. Nachdem der Bierabsatz 2017 auf 93,5 Millionen Hektoliter gesunken war, zeigt die Absatzkurve nun wieder nach oben.

  • Fakt: Der Wert des Bierabsatzes war 2017 so schlecht wie nie zuvor, seit der Wiedervereinigung.


  • Neben dem guten Absatz der Brauereien sind auch an Preiserhöhungen mehrerer Unternehmen an den guten Umsätzen der Branche verantwortlich. Zwischen Winter und Frühling 2018 hatten zahlreiche Firmen ordentlich an den Preisen geschraubt, was sich nun bezahlbar macht. Diese Erhöhung war jedoch nur möglich, da sich in den Monaten davor eine stabile Entwicklung abgezeichnet hatte.

    • Fakt: Laut Statistischem Bundesamt lagen die Bierpreise im Juni um 4,1 Prozentpunkte höher als Vorjahresmonat.


    • Industriebiere erleben Hochphase

      Laut einem Bericht des "Tagesspiegels", profitieren insbesondere Großbrauereien, die Industriebiere vertreiben, von den sommerlichen Temperaturen und der anhaltenden Hitzewelle 2018. Brauereien wie Veltins, Krombacher, Oettinger oder Bitburger genießen "historische Absatzspitzen". Dies sagte eine Sprecherin von "Veltins" dem Medienportal.


      Leergut-Problematik auch in Franken

      Wie zuletzt bekannt wurde, kämpfen viele Brauereien in Deutschland zur Zeit mit dem Problem zu wenig Flaschen zur Verfügung zu haben. Da viele Verbraucher die Pfandflaschen horten, müssen sich die Betriebe nun Lösungen überlegen. Bei Großbrauereien wie "Veltins" wurden zusätzliche Bierkästen geordert. Gegenüber dem "Tagesspiegel" sprach die "Veltins"-Sprecherin von Tausenden, die neu bestellt wurden. Problematisch wird es eher, bei individualisierten Flaschen, bei denen beispielsweise ein Brauereilogo im Flaschenhals enthalten ist. Die Anzahl dieser Flaschen ist deutlich limitierter. Möglicherweise ein Problem, welches kleinere Brauereien betrifft.
      Diese Problematik betrifft die Brauereien jedoch nicht nur im Abfüllprozess von Bier. Eine fränkische Brauerei spürt den Flaschenmangel beim Abfüllen von Mineralwasser und Limonade. Dabei handelt es sich um die Brauerei Göller aus Zeil am Main in Unterfranken. Auf Nachfrage des "Fränkischen Tags" wurden die Schwierigkeiten ebenfalls damit begründet, dass viele Verbraucher im heimischen Keller lagern - oder besser gesagt: Bunkern.

      Auch der Deutsche Brauer-Bund berichtete von einer in diesem Jahr "besonders ausgeprägten" Leergut-Knappheit. Gerade in den Sommermonaten könne es immer wieder zu Leergut-Engpässen kommen, sagte Sprecher Marc-Oliver Huhnholz. Die Branche appelliert deshalb an ihre Kunden, Leergut möglichst "zeitnah" in den Handel zurückzubringen.


was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren