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Gesundheit

Forscher warnen: Dieser Faktor erhöht Diabetes-Risiko immens

Diabetes ist weltweit verbreitet. Deutschland ist allerdings mit Millionen Betroffenen Spitzenreiter in Europa. Doch woran liegt das? Wissenschaftler haben sich in der Ursachenforschung der Frage gewidmet, ob die Gene oder das Gewicht das Krankheitsrisiko begünstigen - die Antwort ist eindeutig.
 

Geht es um Menschen, die an Diabetes Typ II erkrankt sind, ist Deutschland Spitzenreiter. Im europäischen Vergleich weist die Bundesrepublik dem "Internationalen Diabetes Atlas" zufolge 9,5 Millionen Menschen im Alter zwischen 20 und 79 Jahren auf, die Diabetes-krank sind. Im Vergleich dazu: In Spanien sind es 3,6 Millionen und in Italien 3,7 Millionen Betroffene. 

Weltweit sind mehr als 460 Millionen Menschen von Diabetes betroffen, rund 90 Prozent davon von Typ II. Gesundheitsexperten haben sich deshalb in einer Studie der Ursachenforschung gewidmet. Konkret ging es darin um die Frage, ob das Gewicht oder die Genetik über das Diabetes-Risiko entscheidet. 

Gewicht oder Gene? Dieser Faktor erhöht das Diabetes-Risiko

Das Ergebnis: Das Gewicht, gemessen im "Body-Mass-Index (BMI)", hat einen deutlich größeren Einfluss auf das Diabetes-Risiko als die genetische Voraussetzung. 

"Bei Menschen, die eine bestimmte BMI-Schwelle überschreiten, steigt die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken, und bleibt auf demselben hohen Risikoniveau, unabhängig davon, wie lange sie übergewichtig sind", erklärt Studienleiter Brian Ference von der "Universität Cambridge"

Die Wissenschaftler untersuchten in der Studie mehr als 445.000 Menschen mit einem Durchschnittsalter von 57,2 Jahren. Über fünf Jahre hinweg wurden sich beobachtet, zu Studienbeginn und -ende jeweils ihr "BMI" errechnet. Dabei erhöhte sich das Diabetes-Risiko in der Gruppe mit dem höchsten "BMI" von 34,5 kg/m² um das elffache im Vergleich zur Gruppe mit dem niedrigsten "BMI" von 21,7 kg/m².

Zur Einordnung: Ein "BMI" zwischen 18,5 und 24,9 kg/m² gilt als Normalgewicht. 

In der Erkenntnis, dass Menschen ab einem bestimmten "BMI", unabhängig von der genetischen Voraussetzung, Diabetes-gefährdet sind, sieht Studienleiter Ferrence eine Chance für die Zukunft. Seiner Einschätzung zufolge könnten viele Diabetes-Typ-II-Erkrankungen verhindert werden, indem regelmäßig Bluttests gemacht würden. Schwellenwerte seien entscheidend, um frühzeitig das Risiko erkennen und gegensteuern zu können.

Gesundheitsexperten warnen immer wieder vor ungesunder Ernährung. Zum Beispiel stehen regelmäßig Kalorienbomben auf dem Speiseplan, die das Abnehmen verhindern. Aber auch vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird gewarnt: Durch eine bestimmte Ernährungsweise kann dem entgegengewirkt werden.  

tu