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Tag der Rückengesundheit

Das Volksleiden Rückenschmerzen

Mit Sport gezielt gegen Rückenprobleme vorgehen
 
Foto: andreaobzerova - stock.adobe.com
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Rückenschmerzen sind ein Volksleiden, von dem sicher jeder schon mal betroffen war. In vielen Fällen sind Sport und Bewegung ein wichtiger Faktor, um die Rückenprobleme effektiv zu bekämpfen. Doch nicht alle Sportarten eignen sich.

Rückenschmerzen sind eine der häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit in Deutschland. Laut der Techniker Krankenkasse sind sie die Hauptursache für jede zehnte Krankschreibung. Knapp jeder dritte Erwachsene ist von Rückenschmerzen betroffen. Die Volkskrankheit kommt nicht nur bei älteren Menschen vor, sondern betrifft auch schon junge Erwerbstätige zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr. Vor diesem Hintergrund betrifft die Prophylaxe nicht nur ältere, sondern auch junge Menschen.

In vielen Fällen sind Rückenprobleme auf Bewegungsmangel zurückzuführen. Wer einen Vollzeit-Job ausübt und von Montag bis Freitag im Büro sitzt, sollte sich - auch wenn es Überwindung kostet - in seiner Freizeit bewegen. Sport und regelmäßige Bewegung sind unabdingbar. Sowohl für Erwerbstätige, die viel sitzen, als auch für jene, die sich im Beruf viel bewegen oder körperlich schwere Arbeit leisten, ist Sport nach der Arbeit nur von Vorteil.

Einzelne Sportarten im Check

Wer gezielt Sport treiben möchte, um den Rücken nachhaltig zu stärken, sollte eine Sportart ausführen, die rückenfreundlich ist. Damit der Sport keine kontraproduktiven Einflüsse auf den Rücken hat, muss man allerdings ein paar Dinge beachten. Wer akut Rückenschmerzen verspürt, darf nicht gleich Vollgas geben. Jeder Mensch reagiert individuell auf körperliche Belastung und Betätigung. Wer also frisch mit Sport beginnt, sollte seine Belastungsgrenzen langsam steigern. Generell sollte man darauf achten, dass Hals- und Lendenwirbelsäule nicht überstreckt werden. Zudem sind Bewegungen zu vermeiden, bei denen die Wirbelsäule stark gestaucht wird.

Vorsicht bei Ballsportarten

Wer in seiner Freizeit eine Ballsport- oder Mannschaftssportart ausübt, sollte im Hinblick auf den Rücken einige Vorsicht walten lassen. Zum einen ist die Verletzungsgefahr durch Kollisionen mit Mitspielern gegeben - wie beispielsweise beim Hand- oder Fußball. Zum anderen bringen bestimmte Bewegungsabläufe gewissen Risiken mit sich. Schnelle Stopp-Bewegungen oder unsanfte Landungen nach Sprüngen sind für die Wirbelsäule nicht gerade ideal. Wer weiterhin eine Gemeinschaftssportart ausüben möchte, sollte zum Ausgleich den Rücken durch separates Training kräftigen.

Mit Vorsicht zu genießen sind übrigens auch Sportarten, bei denen man einen Schläger schwingt. Tennis, Badminton oder Squash sind bei aktiven Rückenschmerzen nicht empfehlenswert. Rückschlagspiele oder Streckungen sowie Verdrehungen der Wirbelsäule sind bereits für einen intakten Rücken belastend. Ebenso sind Überkopfschläge beim Badminton kritisch zu sehen. Wer nicht auf seine Lieblingssportart mit dem Ball oder Schläger verzichten möchte, sollte ergänzend dazu seine Rückenmuskulatur trainieren und es während dem Spiel etwas sanfter angehen lassen.

Beinarbeit ist gefragt

Es gibt einige Sportarten, die die Rückenmuskulatur und darüber hinaus noch andere Muskelgruppen stärken. In der kalten Jahreszeit ist beispielsweise Skilanglauf ein idealer Sport, um Rücken, Arme und Beine zu trainieren. Der Bewegungsablauf fordert per se alle Muskelgruppen. Allerdings ist Skilanglauf eine Sportart, die es in sich hat. Ein sommerliches Pendant zum Skilanglauf ist mehr oder weniger Inline-Skating. Durch die gleitenden Bewegungen werden die Gelenke nur schwach belastet. Grundsätzlich wird sowohl beim Skilanglauf als auch beim Inline-Skating die Rumpfmuskulatur trainiert - beim Langlauf allerdings intensiver als beim Inline-Skating.

Ein anderer Sport, bei dem die Beine den Hauptantrieb geben, ist das Joggen. Generell ist das Joggen an der frischen Luft ein idealer Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag. Man sollte allerdings auf die Lauftechnik sowie auf die richtigen Laufschuhe achten, damit die Gelenke nicht falsch belastet werden. Alternativ zum Joggen bietet sich auch Walking an. Walking ist gelenkschonender und trainiert trotzdem die Ausdauer. Auch Radfahren ist eine super Möglichkeit, sich zu bewegen. Voraussetzung für die Rückengesundheit ist allerdings, dass man möglichst mit aufrechtem Rücken fährt. Ein niedriger Lenker, wie es bei Rennrädern üblich ist, verspannt den Rücken nur noch mehr.

Sich gesund schwimmen

Die Universallösung für Rückenprobleme und auch für andere Gelenkbeschwerden ist das Schwimmen. Die Schwerelosigkeit im Wasser entlastet die Wirbelsäule und andere Gelenke und Muskeln von ihrer Aufgabe : nämlich uns Menschen zu stabilisieren. Beim Schwimmen wird die Rumpfmuskulatur trainiert. Bei Beschwerden der Halswirbelsäule eignet sich besonders Kraulen oder Rückenschwimmen.

Zudem gibt es natürlich auch Helfer für den Alltag, wie kurze Übungen, die die Muskeln auflockern und den Rücken ein Stück weit stärken. Melissa Hiller

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