Was ist "Quarantäne"? Seit Beginn der Corona-Pandemie wird der Begriff "Quarantäne" wieder besonders oft benutzt. Der Duden definiert Quarantäne als eine "vorübergehende Isolation", wenn ein Mensch oder Tier mit einer ansteckenden Krankheit infiziert ist oder zumindest der Verdacht darauf besteht. 

Zum Beispiel, wenn jemand positiv auf das Coronavirus getestet wird oder Kontakt zu jemandem hatte, der positiv getestet wurde, muss er für vierzehn Tage in Quarantäne - also zu Hause - bleiben. In dieser Zeit sollte man zudem keinen Kontakt zu anderen Menschen haben, um niemanden anzustecken.

Quarantäne: Woher kommt das Wort eigentliche?

Ihren Ursprung hatte die Idee der Quarantäne allerdings schon vor Jahrhunderten: Die heute selbstverständlichen Hygiene-Standards gab es damals noch nicht - gefährliche Krankheiten wie die Pest oder die Spanische Grippe konnten sich dadurch wesentlich schneller verbreiten.

Im 14. Jahrhundert kam die damalige Handelsmetropole Venedig auf eine neue Idee, die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern. Da die meisten Menschen per Schiff nach Venedig kamen, bestand ein hohes Risiko, dass die Passagiere die Pest aus anderen Städten einschleppen. 

Zu dieser Zeit war jedoch bereits bekannt, dass Menschen, die die Pest überlebt hatten, nach 40 Tagen nicht mehr ansteckend waren. Auch für Menschen, die Kontakt zu einem Pestkranken hatten, bestand nach 40 Tagen keine Gefahr mehr, ebenfalls an der Pest zu erkranken. Die Stadt ordnete daher kurzerhand an, dass jedes Schiff für 40 Tage vor der Küste Anker setzen muss, bevor seine Insassen Venedig betreten dürfen.

Die Zahl 40 heißt im Italienischen "quaranta" und im Französischen, was damals ebenfalls weit verbreitet war, "quarante". Und aus dieser Bezeichnung für die Schutzmaßnahme der Venezianer entwickelte sich später schließlich der deutsche Begriff "Quarantäne".