Das Coronavirus entwickelt sich ständig weiter und bildet immer neue Mutationen. Einige davon sind ansteckend und machen krank, andere entstehen zwar, aber breiten sich nie aus. Erfahrungsgemäß ist davon auszugehen, dass die Zahlen im kommenden Herbst wieder steigen werden. An welcher Variante das liegen könne, schätzt Virologe Hendrik Streeck ein. 

Der Virologe (Leiter des Instituts für Virologie von der Universität Bonn) ist davon überzeugt, dass das Coronavirus auch weiterhin nicht stillsteht und sich weiterentwickeln wird. Man müsse davon ausgehen "dass wir auch im Herbst und Winter vielleicht eine Variante haben, die leichter übertragbar ist", sagte Streeck im Interview mit n-tv

Nur leicht übertragbar oder auch hochgefährlich? 

"Ob sie nach Deutschland kommen, das können wir jetzt nicht vorhersagen", sagt Streeck auf die Frage hin, ob die neuen Omikron-Varianten BA.4 und BA.5 - die derzeit die Zahlen in Südafrika hochtreiben - auch zu uns kommen werden. Allerdings gibt es nicht nur Varianten von Omikron, sondern viele andere Mutationen des Coronavirus.

"Wir sehen ständig neue Varianten und Subvarianten, die sich entwickeln", erklärt er. Ob sie krankmachende Eigenschaften haben, könne man Streeck zufolge nicht voraussagen.