• Corona-Fälle treten vermehrt in Wintermonaten auf
  • Wissenschaftler untersuchen Zusammenhang zwischen UV-Strahlung und Covid-19-Ausbreitung
  • Forscher erkennen saisonales Muster bei Corona-Infektionen
  • Sommereffekt reicht aber nicht aus, um Pandemie zu bekämpfen

Die Covid-19 Infektionszahlen sind derzeit so hoch wie noch nie. Dass sich das Coronavirus besonders stark in den Wintermonaten verbreitet, haben wir nun am eigenen Leib erfahren. Ein Forscherteam aus den USA hat es sich aus diesem Grund zur Aufgabe gemacht, den Zusammenhang von ultravioletter Strahlung und der SARS-CoV-2-Ausbreitung zu erforschen. Für die Verbreitung des Coronavirus seien die saisonalen Veränderungen in der natürlichen UV-Strahlung ausschlaggebend, so das Forschungsteam der Harvard John A. Paulson School of Engineering and Applied Sciences. Ihre Erkenntnisse wurden kürzlich im Fachjournal "PNAS" dokumentiert. Anzumerken ist jedoch, dass der Effekt der klimatischen Schwankungen auf das Virus geringer ist als die bisher geltenden Präventivmaßnahmen wie beispielsweise das Tragen von Masken.

Covid-19: Hauptsaison im Winter? 

Die natürliche Ultraviolettstrahlung der Sonne könnte neben den bisher geltenden Corona-Maßnahmen ein Grund dafür sein, dass die Infektionszahlen im Sommer 2020 deutlich zurückgingen. Die Harvard University analysiert seit Beginn der Pandemie die Wetterdaten aus 3000 Regionen in mehr als 170 Ländern. Daraufhin fanden die Wissenschaftler eine kontinuierliche Verbindung zwischen dem Ausbreitungspotenzial des Coronavirus und der jeweils vorherrschenden UV-Strahlung, berichtet das Onlineportal heilpraxisnet.de.

Ersichtlich wurde aus den Forschungen, dass ein saisonales Muster in Zusammenhang mit Covid-19 besteht. Demnach breitet sich das Virus vor allem in den kalten Monaten aus, da die UV-Strahlung im Winter deutlich geringer als in den Sommermonaten ist.

Ein Mitglied aus dem Wissenschaftlerteam, Jonathan Proctor, pointiert daher: „Das Verständnis der potenziellen Saisonalität bei der COVID-19-Übertragung könnte dazu beitragen, unsere Reaktion auf die Pandemie in den kommenden Monaten besser anzupassen“.

Covid-19 vs. UV-Strahlung

Besonders in der nördlichen Hemisphäre zeigt sich ein exakter Zusammenhang zwischen beiden Komponenten. In den Monaten mit den geringsten UV-Werten war die Ausbreitungsrate im Durchschnitt um sieben Prozent höher als in den Monaten mit der höchsten UV-Strahlung.

UV-C Keimtötende Lampe bei Amazon ansehen

Unklar sind sich die Forschenden jedoch über den Zusammenhang der Ausbreitung und den klimatischen Faktoren der Temperatur und der Feuchtigkeit. Die Arbeitsgruppe bestätigt trotzdem: „Wir sind uns des UV-Effekts sicher, aber das ist nur ein Teil des Gesamtbildes der Saisonalität“, berichtet Tamma Carleton, eine der Forschenden. 

Der finale Grundsatz der Forscher lautet: "Je höher die UV-Strahlung, desto geringer ist die Ausbreitungsrate von COVID-19". Dennoch reichen die Effekte des Sommers nicht aus, um die Pandemie zu bekämpfen. Daher haben die aktuellen Präventivmaßnahmen wie die Quarantäne, der Mund- und Nasenschutz oder die Abstandshaltung immer noch höchste Priorität.

Einen Überblick über die effektivsten Corona-Maßnahmen erhalten Sie hier.