Nicht nur Menschen, sondern auch Hunde und Katzen können sich mit dem Coronavirus infizieren. Das wurde schon vor einiger Zeit bestätigt. Bislang ging man aber davon aus, dass die Zweibeiner die Vierbeiner anstecken - und nicht andersherum. Eine Forschergruppe der Universität Granada und der andalusischen Schule für Gesundheit hat das genauer untersucht - und ist zu einem anderen Schluss gekommen. 

Demnach haben Hundebesitzer ein 78 Prozent höheres Risiko, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Die entsprechende Studie wurde in der Fachzeitschrift Environmental Research veröffentlicht. In der Studie haben die Forscher rund 2000 Menschen befragt, welchen Aktivitäten sie während der Corona-Pandemie nachgehen und ob sie sich mit dem Virus infiziert haben. Danach haben sie die Ergebnisse verglichen, um die gefährlichsten Tätigkeiten zu ermitteln. 

Laut Studie können Hunde Coronaviren auch auf den Menschen übertragen 

"Die Ergebnisse unserer Forschung warnen vor einer erhöhten Ansteckung unter Hundebesitzern", erklärt Professorin Cristina Sánchez González gegenüber der britischen Zeitung Daily Mail. Die Wissenschaftler haben sich zwei Szenarien überlegt, warum das so sein könnte: Entweder Hunde stecken den Menschen tatsächlich direkt an oder die Hunde streifen - zum Beispiel beim Gassigehen - kontaminierte Oberflächen. Wenn das Herrchen oder Frauchen dann seinen Schützling streichelt, könnten die Viren übertragen werden. In jedem Fall sollten die Hygiene-Maßnahmen auch im Umgang mit Hunden eingehalten werden, appelliert Sánchez. 

Hier einige Tipps, was Sie beachten sollten, wenn Sie einen Hund oder ein anderes Haustier besitzen: 

  • Nach jedem Kontakt mit Tieren die Hände waschen. 
  • Haustiere nicht küssen oder mit ins Bett nehmen. 
  • Die Tiere nicht über das Gesicht, offene Wunden oder Lebensmittel schlecken lassen. 
  • Kinder sollten nicht auf Hundedecken oder an Katzenklos spielen. 
  • Das Trinkwasser der Tiere regelmäßig wechseln. 
  • Futter- und Trinknapf, Katzentoilette, Käfig und Stall regelmäßig mit heißem Wasser säubern. 
  • Katzen- oder Hundedecken regelmäßig bei mindestens 60 Grad waschen.

Weitere Gefahrenquellen sind die Arbeit vor Ort und Heimlieferdienste 

Bunte.de hat zudem noch weitere Ergebnisse der spanischen Studie zusammengetragen. Die Forscher haben herausgefunden, dass weitere Gefahrenquellen, um sich mit dem Coronavirus anzustecken, die Arbeit vor Ort statt im Homeoffice und das Nutzen von Heimlieferdiensten sind.  

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Die sinnvollste Maßnahme zur Verringerung des Ansteckungsrisikos haben die Forscher auch herausgefunden: Am besten sollte man sich, sobald man nach Hause kommt, sofort die Hände desinfizieren. Dadurch werde das Risiko um 94 Prozent gesenkt. 

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