• Neue Corona-Regeln für Schulen und Kitas: Die Bundesregierung hat neue Maßnahmen für den kommenden Dezember beschlossen.
  • Die Weihnachtsferien werden früher beginnen.
  • Außerdem gibt es Änderungen bei der Maskenpflicht und den Quarantäne-Regelungen.

Schulen und Kitas sollen auch im Dezember geöffnet bleiben - darauf einigten sich Bund und Länder am 25. November 2020. Um die Infektionszahlen unter Kontrolle zu bekommen, muss es laut Bundesregierung aber auch dort konkretere Vorgaben geben. Nachdem Bundeskanzlerin Merkel und die 16 Ministerpräsidenten der Bundesländer am Mittwoch über das weitere Vorgehen diskutierten, soll eine neue Hotspot-Strategie das Infektionsrisiko wieder minimieren. Auch der bayerische Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) meldete sich zu Wort: Vor allem in Corona-Hotspots rechnet er in den kommenden Wochen mit einem verstärkten Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht. 

Corona-Regeln: Das gilt für Schulen im Dezember

  • Weihnachtsferien: Die Weihnachtsferien starten in diesem Jahr deutschlandweit früher, nämlich schon am 19. Dezember. Letzter Schultag ist Freitag, 18. Dezember. Damit wird den Schülern ermöglicht, sich schon vor den Weihnachtsfeiertagen in häusliche Quarantäne zu begeben. Für Schüler, deren Eltern am 21. und 22. Dezember arbeiten müssen, soll es laut Piazolo ein Programm zur Notbetreuung geben. Geplant sei, dass Lehrkräfte an beiden Tagen zur Verfügung stehen werden. Wie genau das Angebot aussehen werde, soll noch in den nächsten Tagen geklärt werden.
  • Maskenpflicht: Vereinbart wurde eine Maskenpflicht im Unterricht ab der 7. Klasse, abhängig von den regionalen Corona-Zahlen. In Regionen mit einer Inzidenz von "deutlich mehr" als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gilt, überall wo der Abstand nicht eingehalten werden kann und im Unterricht in weiterführenden Schulen ab der 7. Klasse, für alle Personen eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Allerdings gilt in den meisten Bundesländern längst eine Maskenpflicht im Unterricht, und zwar schon ab der 5. Klasse, in Bayern sogar an Grundschulen.

  • Corona-Fälle an Schulen und Quarantäne-Regelungen: Bei Corona-Fällen an Schulen soll künftig einheitlich vorgegangen werden. Positiv getestete Schüler und ihre Mitschüler sollen sofort in eine fünftägige Quarantäne. Die Tage am Wochenende zählen mit. Nach fünf Tagen soll es einen Schnelltest geben. Ist der negativ, dürfen die Schüler wieder in die Schule. Wer positiv ist, soll alle drei Tage erneut getestet werden, bis der Test negativ ausfällt. Lehrer sollen dem Beschluss zufolge wegen "des zeitlich befristeten und anders strukturierten Kontakts" nicht in diese "Clusterisolation" einbezogen werden.

  • Hybrid-Unterricht in Hotspots: Für Schüler ab der 8. Klasse ist künftig ein Wechsel-Unterricht ab einem Inzidenzwert von 200 möglich. Diese Maßnahme ist nicht verpflichtend, und muss von den regionalen Behörden angeordnet werden. Schülerfahrten sowie internationaler Schüler-Austausch bleiben weiterhin untersagt. 

Auf twitter fasste Staatssekretär Steffen Seibert die Ergebnisse und Beschlüsse der Bundesregierung zusammen.

Die Bundesregierung hat für den 1. Dezember auch weitere Maßnahmen vorgesehen. Unter anderem gibt es Änderungen beim Einkaufen, bei den Kontaktbeschränkungen, für Weihnachten und Silvester.