Eine Studie der Universität Bern schätzt: Jeder fünfte bestätigte Coronafall verläuft ohne Symptome. Die Gefahr einer Ansteckung darf dabei jedoch nicht unterschätzt werden: Obwohl eine Person bei einer Infektion tagelang keine Symptome zeigt, kann sie trotzdem schon andere anstecken. Doch welche Gefahr entsteht dadurch? 

Das Robert-Koch-Institut unterscheidet mit Blick auf die übermittelten Daten zu Corona-Infektionen zwischen drei relevanten Personengruppen: symptomatische, präsymptomatische und asymptomatische Fälle.

Covid-19: Symptomatisch, präsymptomatisch, asymptomatisch

Jemand mit symptomatischem Krankheitsverlauf leidet nach der Ansteckung an den typischen Anzeichen für Corona wie Fieber, Geschmacks- und Geruchsverlust und Husten. Die Symptome können unterschiedlich stark auftreten. Laut einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland überträgt diese Gruppe das Virus am häufigsten auf weitere Menschen. Damit stellen die Corona-Erkrankten mit Symptomen die größte Gefahr dar, was die Verbreitung des Virus anbelangt. 

Die Zeitdauer vom Erkrankungsbeginn des Überträgers bis zum Symptombeginn bezeichnet man als präsymptomatisch, also "vor den Symptomen". In den ersten Tagen zeigen Infizierte keine Symptome. Erst nach einigen Tagen treten dann Husten, Fieber, Atemnot, Geschmacks- und Geruchsverlust auf. Schon vor dem Auftreten der typischen Corona-Anzeichen stellen Infizierte eine Gefahr dar: Denn die Ansteckungsgefahr ist kurz vor und direkt beim Symptombeginn am höchsten, wie diverse Studien belegen. 

Die dritte Personengruppe sind die asymptomatischen Fälle. Hier steht die Wissenschaft noch am Anfang. Forscher sind sich uneinig, wie viele Fälle wirklich ohne Symptome verlaufen. Es könnte deutlich mehr asymptomatische Fälle geben als vermutet. Unterschätzen sollte man diese Personengruppe jedoch keinesfalls, denn eine Gefahr der Ansteckung besteht trotzdem. Dies legt auch eine neue Studie nahe: Dabei war eine asymptomatische Frau 70 Tage lang ansteckend. Betroffene sollten sich nach einem positiven Testergebnis deshalb unbedingt in Quarantäne begeben und Kontakte zu anderen Menschen meiden.

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Kontaktverfolgung bei asymptomatischen Fällen schwieriger

Prof. Dr. Martin Scherer ist ebenfalls bewusst, dass bei den asymptomatischen Fällen noch viele Fragen offen sind. "Wir müssen die Dunkelziffer ausleuchten, brauchen aber eine Toleranz von Unsicherheit, denn die Wissenschaft kann noch nicht alles erklären", sagte er dem ZDF. 

Ein weiteres Problem bei asymptomatischen Fällen: Die Kontaktverfolgung ist bei verborgenen Krankheitsfällen schwieriger. Auch die Einschätzung einer Ansteckungsgefahr für Risikogruppen wird erschwert.  Deshalb weisen die Berner Studienautoren darauf hin, dass genaue Ermittlungen der tatsächlichen asymptomatischen und präsymptomatischen Infektionen entscheidend für die Entwicklung von Strategien zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung seien.

Auch interessant: Hier können Sie nachlesen, welches Corona-Symptom häufiger zeigen als Erwachsene. 

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