Nach einer rund dreimonatigen Pause fand am 6. Juni 2020 wieder der erste Flohmarkt in Bayern statt. Bayerns größter Flächenflohmarkt in München-Riem hat dafür eine Sondergenehmigung bewilligt bekommen. "Flohmärkte sind noch nicht wieder erlaubt, denn sie unterliegen dem landesweiten Veranstaltungsverbot nach § 5 Satz 1 der Fünften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (5. BayIfSMV)“, erklärt ein Ministeriumssprecher gegenüber inFranken.de. Warum zwischen den Kaufhäusern und Flohmärkten unterschieden werde, begründete der Sprecher mit der unterschiedlichen Auffassung wie ein Flohmarkt zu bewerten sei.

"Flohmärkte fallen nicht unter den Marktbegriff im Sinne der 5. BayIfSMV.“ Dennoch könne „auf Antrag die zuständige Kreisverwaltungsbehörde eine Ausnahmegenehmigung erteilen.“

Flohmärkte in Bayern mit Hygienemaßnahmen: Diese Sonderregelungen könnten sich durchsetzen

Wie solche Ausnahmegenehmigungen aussehen könnten und welche Infektionsschutzmaßnahmen ergriffen werden müssen, um eine sichere Durchführung des Flohmarktes zu gewährleisten, darüber gibt ein Blick nach München-Riem Aufschluss. Bei dem Freiflächenflohmarkt, der das nächste Mal bereits am 13. Juni 2020 stattfinden soll, können beispielsweise nicht alle Interessenten teilnehmen.

Wer den ersten Flohmarkt in Bayern nach dem Corona-Lockdown besuchen möchte, der muss sich online ein Besucherticket für einen Euro, mit Parkplatz zwei Euro, besorgen und registrieren. Denn: Ohne Ticket ist ein Zugang zum Flohmarkt nicht möglich.

Auch die Auflagen für Verkäufen sind ähnlich: Wer verkaufen will, braucht dafür zwingend ein Fahrzeug sowie einen Verkaufstisch. Und auch die müssen zuvor online gebucht und registriert werden. Die Kosten des Verkaufsplatzes basieren dabei auf der Ware die angeboten werden soll. Zudem spielt auch das gewählte Transportmittel eine Rolle beim Preis.

Diese Hygiene-Regelungen gelten für Ticketbesitzer

  • Hat man das Gelände einmal betreten, ist das Ticket ungültig. Verlässt man das Gelände also einmal, kann man nicht wieder zurück.
  • Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist Voraussetzung.
  • Der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Besuchern muss eingehalten werden.
  • Pro Verkaufsstand sind maximal drei Personen erlaubt.
  • Die Hände müssen regelmäßig desinfiziert werden und es dürfen nur Gegenstände angefasst werden, die auch gekauft werden wollen.
  • Die Gegenstände sollen nach Möglichkeit kontaktlos bezahlt werden. Bei Barzahlung soll das Geld etwa in eine dafür vorgesehene Schale gelegt werden.

Mit einer baldigen Rückkehr zu Flohmärkten ohne besondere Hygiene-Regelungen ist indes nicht zu rechnen. Der Regierungssprecher erklärt: „Wann eine Lockerung der Regelungen zu erwarten ist, hängt vom Infektionsgeschehen ab. Die bayerische Staatsregierung beobachtet und prüft die Entwicklung kontinuierlich.“