Es gibt sie in Apotheken, bei Online-Händlern oder beim Discounter um die Ecke: Corona-Schnelltests sollen rasch Gewissheit über eine mögliche Infektion liefern und das ganz bequem von zu Hause aus. Die Qualität der angebotenen Tests und damit auch die Verlässlichkeit der Ergebnisse unterscheiden sich aber stark. Ein neues Online-Tool soll nun helfen, gute Schnelltests vorab herauszufiltern.

Beim jüngsten Corona-Gipfel haben Bund und Länder am Montag (24. Januar 2022) den Beschluss der Gesundheitsminister unterstützt, der besagt, dass PCR-Tests für vulnerable Gruppen priorisiert werden sollen. Dazu zählen beispielsweise Klinikpatienten sowie das Personal. Schnelltests werden zukünftig also noch wichtiger für diejenigen, die nicht zur priorisierten Gruppe zählen.

Welche Schnelltests sind wirklich zuverlässig? Neues Online-Tool bietet Hilfe

Um bereits vor dem Kauf zu erkennen, wie verlässlich einzelne Schnelltests tatsächlich sind, bietet das Online-Tool „schnelltesttest.de“ eine einfache Überprüfung in drei Schritten an. Dafür müssen Kunden mit dem Handy den Barcode einscannen, der auf der Verpackung des Tests abgedruckt ist. Wer der Webseite allerdings keinen Zugriff auf die Handykamera erlauben will, kann den Barcode auch manuell eintippen.

Nach einem Klick auf den „Überprüfen“-Button liefert das Tool Angaben zum Schnelltest und darüber, wie sicher das Ergebnis ausfallen wird. Erscheint ein grüner Haken auf dem Handybildschirm, bedeutet dies, dass die Sensitivität des Tests bei einer hohen Viruslast bei über 75 Prozent liegt. Falls der Seite noch keine Details zu einem bestimmten Test vorliegen, wird ein rotes Kreuz angezeigt.

Hinter dem Online-Tool steckt das ehrenamtliche Berliner Techniker-Kollektiv „Zerforschung". Das Paul-Ehrlich-Institut hatte im November vergangenen Jahres 122 Corona-Tests auf ihre Verlässlichkeit untersucht und dabei jeden fünften als mangelhaft und nicht sensitiv genug bewertet.

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Trotzdem zog das Institut ein relativ positives Fazit aus der Analyse: "Die meisten der evaluierten Antigen-Schnelltests erfüllten die geforderten Bedingungen und sind für die schnelle Identifizierung von akuten Infektionen mit hoher Viruslast geeignet."

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte das Paul-Ehrlich-Institut Anfang Januar zudem damit beauftragt, eine Positivliste derjenigen Tests zu erstellen, die auch eine Ansteckung mit der Omikron-Variante erkennen können.

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