• Neuartiges Coronavirus in britischen Fledermäusen nachgewiesen
  • Wie gefährlich ist das Coronavirus für Menschen?
  • Forschende warnen vor unbedachtem Kontakt mit Fledermäusen

Fledermäuse und Corona: Seit Beginn der Pandemie werden die beiden regelmäßig miteinander konnotiert. Lange Zeit ging sogar das Gerücht um, die Verspeisung einer Fledermaus hätte uns die Pandemie beschert. Obwohl Virologe Christian Drosten eine deutlich plausiblere Quelle für den Ursprung des Virus nennt, ist der Zusammenhang zwischen Coronaviren und den kleinen Blutsaugern nicht aus der Luft gegriffen. Die Tiere gelten als Träger von Coronaviren. Und nun ist in Großbritannien in einer Untersuchung der University of East Anglia  ein bislang unbekanntes Coronavirus nachgewiesen worden.

Neues Coronavirus bei Fledermäusen entdeckt: Beta-Coronaviren weiter verbreitet als gedacht

Prinzipiell gelten Coronaviren im Zusammenhang mit Fledermäusen als nichts Besonderes. Rund 3000 Coronaviren-Arten werden von Fledermäusen transportiert, wie der Deutschlandfunk berichtet.  Ein Teil von ihnen ist für den Menschen als Bedrohung wahrzunehmen, darunter zählen zum Beispiel Mers, Sars oder Sars-CoV-2. In Großbritannien wurde nun ein bislang unbekanntes Coronavirus nachgewiesen, das derselben Untergattung wie Sars oder Sars-Cov-2 angehört.

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Die Forschenden der University of East Anglia untersuchten zuvor die Kotproben von kleinen Hufeisennasen, einer Art Fledermaus, bei der bislang keine Coronaviren festgestellt wurden. Dem Focus zufolge galten  bislang  vor allem Südchina und Südostasien als Untersuchungsgebiete für zoonotische Coronaviren in Fledermäusen. Das Studienergebnis zeigt, dass die Verbreitung der sogenannten Beta-Coronaviren wesentlich weiter vorangeschritten ist, als das bisher gedacht war.

Der Grund für die Gefährlichkeit mancher Coronaviren liegt in der Struktur des Virus. Da die meisten Coronaviren nicht in der Lage sind an die menschliche Zelle anzudocken, stellen diese auch keine Bedrohung für ihn dar.  Selbiges gilt auch für das neu entdeckte Coronavirus. Dessen Rezeptoren machen es ihm aktuell nicht möglich, einen Menschen zu infizieren.

Durch Fledermäuse konnte Virus mutieren

Dadurch ist die Gefahr allerdings noch nicht ganz gebannt. Tatsächlich liegt dennoch ein Risiko in Fledermäusen als Träger von den Coronaviren. In einer Mitteilung der Universität beschreibt Professor Andrew Cunningham Fledermäuse als einen "melting-pot" (dt. Schmelztiegel) für Coronaviren. Sollte eine Fledermaus sich ebenfalls mit Sars-CoV-2 infizieren, dann könnte das neuartige Virus mutieren und die Rezeptorenstruktur von Sars-CoV-2 übernehmen - und somit zur Gefahr für den Menschen werden.

Dementsprechend raten die Wissenschaftler*innen  zur Vorsicht im Umgang mit Fledermäusen und anderen wilden Tieren.  Eine Infektion mit dem Sars-CoV-2 Virus könnte ernsthafte Folgen haben. Professorin Diana Bell rät sogar zu weltweiten Maßnahmen im Umgang mit Fledermäusen und anderen wilden Tieren. Abschließend stellt sie allerdings nochmal klar, keine generelle Panik gegenüber Fledermäusen erzeugen zu wollen: "Wie alles Wildleben stellen sie keine Bedrohung dar, solange man sie in Ruhe lässt".

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