• Immer mehr Fälle von Coronainfektionen bei Doppelt-Geimpften
  • Neue Studie aus Israel untersucht die betroffenen Menschen
  • Besonders Vorerkrankungen als Risikofaktor
  • Auffrischimpfung und Herdenimmunität werden dringend empfohlen

Die Delta-Variante ist in Deutschland weiterhin auf dem Vormarsch. Dem Robert-Koch-Institut  (RKI) zufolge dominiert die Variante seit Ende Juni den Anteil der Corona-Infektionen im Land.  Auch in anderen Ländern löst diese Entwicklung Sorgen aus, so beispielsweise auch in England. Denn obwohl das Land einen hohen Geimpften-Anteil besitzt,  weist es Mitte Juli  eine 7-Tages-Inzidenz von knapp 500 auf. Trotz der Impfung kommt es nämlich immer wieder zu Infektionsfällen  und teilweise auch zu Todesfällen.

Studie aus Israel: Doppelt-Geimpfte erkranken an Corona - diese Gruppe ist besonders betroffen

Eine kürzlich veröffentlichte Studie aus Israel geht den Zahlen der geimpften Infizierten und auch der Frage nach, welche Bevölkerungsgruppen am schwersten von einer Infektion-trotz-Impfung betroffen sind.  In Israel wurden die Untersuchungen bereits früh aufgenommen, da das Problem schon Ende April 2021 durch die sehr hohe Impfquote  entdeckt worden war. Dort waren insgesamt 397 Geimpfte im  Krankenhaus mit einer Coronainfektion behandelt  worden, von denen wiederum fast 23 Prozent an der Infektion starben, wie BusinessInsider berichtet.

Als Grundlage der Studie dienten 152 Corona-Erkrankte aus 17 verschiedenen Krankenhäusern, deren Zweitimpfung bereits mehr als 7 Tage zurücklag. Auffällig an der Zusammensetzung der Patient*innen war, dass nur sechs von ihnen keine Vorerkrankungen aufwiesen. Vorerkrankte scheinen also nicht nur generell anfälliger für einen schweren Verlauf, sondern ebenfalls für einen Impfdurchbruch des Virus zu sein. 

Auch die verschiedenen Arten der Vorerkrankung spielen eine Rolle. Am weitesten unter den Erkrankten war Bluthochdruck mit 71 Prozent verbreitet. Aber auch  Diabetes  (48 Prozent) und chronisches Nierenversagen (32 Prozent) gehören zu häufig vorgefundenen Vorerkrankungen. Das durchschnittliche Alter der Untersuchten liegt bei 71 Jahren. Ähnlich wie bei den ungeimpften Patienten fielen der Anteil der Todesfälle unter den Krankhausaufenthalten mit 22 Prozent aus. 

Impfschutz bleibt wichtig: Auffrischimpfung und Herdenimmunität als Lösung

Insgesamt kommt die Studie zu dem Schluss, dass besonders die Risikogruppen besonders gefährdet sind, sich trotz einer Impfung einem schweren Coronaverlauf auszusetzen. Obwohl die Deltavariante die Impfwirkung laut Frankfurter Rundschau (FR) schwächt, reduziert die Impfung das Risiko einer Infektion drastisch. 

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Letztlich raten auch die Verfasser*innen der Studie zu aktivem und passivem Impfschutz für besonders gefährdete Gruppen: Das bedeutet auf der einen Seite eine gesteigerte Herdenimmunität und auf der anderen Seite Auffrischimpfungen. Letztere hatte Bundesgesundheitsminister Spahn laut FR bereits für den Herbst 2021 angekündigt. Beim aktuellen Kurs hält Spahn eine Inzidenz von 800 im Herbst für möglich.

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