• Corona-Variante aus Garmisch-Partenkirchen wurde analysiert
  • Ergebnis: Mutation ist nicht neu
  • Klinikum ist erleichtert

Die in Garmisch-Partenkirchen entdeckte Coronavirus-Variante konnte von der Berliner Charité entschlüsselt werden. Dabei kam heraus, dass diese Mutation nicht neu ist. Die Forscher geben daher Entwarnung.

Update: Corona-Variante aus Garmisch-Partenkirchen ist analysiert

Die Forscher haben herausgefunden, dass es bei der scheinbar "neuen" Corona-Mutation um eine bereits identifizierte Variante handelt. Es gebe weltweit bereits 102 solcher Varianten, die letzte wurde im September 2020 entdeckt, wie der BR berichtet.

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Da die Variante B. 1. 1. 134 bisher nur selten aufgetreten ist, lässt sich noch keine Aussage über die klinische Relevanz machen. Der ärztliche Direktor der Klinik Clemens Stockklausner ist aber auf jeden Fall "erleichtert, dass es sich um keine gänzlich unbekannte Variante handelt". Außerdem denkt er, "dass davon auszugehen ist, dass die bekannten Maßnahmen zum Schutz vor SARS-CoV-2 greifen". Er gehe auch nicht von einer so starken Ausbreitung wie bei der britischen, südafrikanischen oder brasilianischen Mutation aus. 

Vorherige Berichterstattung: Drosten und Kollegen bestätigen neu entdeckte Mutation

Dass das Coronavirus mutiert, ist schon länger bekannt. So sorgte zuletzt die Mutation B1.1.7, die vorerst in England und mittlerweile auch in Deutschland nachgewiesen wurde, für Aufruhr. "Seit Beginn der Pandemie wurden weltweit über 12.000 Veränderungen in den Sequenzen festgestellt“, erklärt der Geschäftsführer des Klinikums Garmisch-Partenkirchen, Frank Niederbühl.

Die Laborkräfte des Klinikums stellten zu Beginn der letzten Woche erstmals abweichende Ergebnisse bei der Untersuchung der Abstriche fest. Clemens Stockklausner, stellvertretender Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin, stellte schließlich den Kontakt zu den Kollegen in der Berliner Charité her, um den überraschenden Befunden nachzugehen.

Den Verdacht, dass es sich um eine Veränderung des Coronavirus handeln könnte, bestätigten die Experten im Labor von Christian Drosten. Das Klinikum Garmisch-Partenkirchen möchte jedoch von einer "Panikmache" absehen. Der Nachweis einer neuen Mutation heißt nicht automatisch, dass sie infektiöser ist und ein verminderter Schutz durch die bekannten Impfstoffe besteht. 

Neue Corona-Mutation muss noch weiter erforscht werden

Eine Entwarnung können die Mediziner allerdings auch noch nicht geben. Es braucht weitere Untersuchungen in Berlin, um festzustellen, welche Charakteristika das neue veränderte Virus hat. "Wir erwarten bis Ende Januar eine Rückmeldung mit weiteren und aussagekräftigen Details", so der Geschäftsführer des Klinikums Garmisch-Partenkirchen. 

Woher genau die neue Coronavirus-Variante kommt, kann man zum jetzigen Zeitpunkt ebenfalls noch nicht sagen. Auch dies bedarf noch weiteren Untersuchungen. Denn nur weil die Virus-Mutation in Bayern nachgewiesen wurde, heißt es nicht zwingend, dass dort auch ihr Ursprung liegt. 

Im Krankenhaus in Garmisch-Partenkirchen werden derweil verschärfte Maßnahmen ergriffen, um das Coronavirus einzudämmen. Die Corona-Stationen wurden als Isolierstationen deklariert und das gesamte Personal soll nun mit Schnelltests untersucht werden, bevor es mit dem Dienst beginnt. Am heutigen Montag (18. Januar 2021)  sollen außerdem weitere 100 Impfungen erfolgen.

 

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