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Franken
Maskenpflicht

Corona-Mund-Nasen-Schutz: Von FFP2 bis N95 - diese Unterschiede gibt es bei den Masken

Der zu Beginn der Coronakrise oft unterschätzte Mund-Nasen-Schutz ist aktuell nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Mittlerweile herrscht auch auf öffentlichen Plätzen Maskenpflicht. Hier ein Überblick, warum ein Mundschutz auch wirklich sinnvoll ist.
 
Von FFP2 bis N95 - deshalb sind Masken so sinnvoll
Mundschutz, Schutzmasken, Mund-Nasen-Schutz & Co.: Bayern- und bundesweit gilt die Maskenpflicht. Foto: OrnaW/pixabay.com.

Ob in öffentlichen Verkehrsmitteln, beim Einkaufen oder mittlerweile auch auf öffentlichen Plätzen in Innenstädten: Die Alltagsmaske* bestimmt das Bild, wenn wir uns in der Öffentlichkeit bewegen. Mittlerweile hat sich fast ein jeder daran gewöhnt, und wir nutzen sie stellenweise sogar als Mode-Statement. 

Und das hat auch seinen Grund: Der Mund-Nasen-Schutz hilft nachweislich bei der Eindämmung des Coronavirus - am effektivsten in Kombination mit weiteren Schutzmaßnahmen. Das bestätigen unter anderem die Experten vom Robert-Koch-Institut. 

Corona-Maske: So effektiv schützt sie

Trotz anfänglicher Zweifel, ob ein Mund-Nasen-Schutz* wirklich zur Eindämmung des Corona-Virus beitragen kann, ist die Maske mittlerweile fester Bestandteil unseres Alltags. Aus gutem Grund: Unter anderem bestätigt das Robert-Koch-Institut die Wirksamkeit des Schutzes im Kampf gegen Corona. 

RKI bestätigt: Schutzmasken sind wirksam

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat mittlerweile die Wirksamkeit von Schutzmasken* im Kampf gegen das Coronavirus bestätigt. Die Forscher sammelten im Hinblick eines Rapid Review Studien zur Wirksamkeit sogenannter "nicht-pharmazeutischer Interventionen" zur Bekämpfung des Coronavirus, die in diversen Fachzeitschriften veröffentlicht worden sind. Zu diesen Interventionsmaßnahmen gehört auch die Maske*. Diese Überblicks-Studie konnte insgesamt 27 Studien ausmachen, die eindeutig auf die Vorteile des Mund-Nasen-Schutzes hinwiesen. 

Dabei stellte sich heraus, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, gepaart mit dem Verbot großer Versammlungen und der Schließung von Schulen und vermehrter Arbeit aus dem Home Office, zu einer Senkung der Infektionszahlen führte. Das Zentrum für Internationalen Gesundheitsschutz des RKI führte dazu eine groß angelegte Längsschnittanalyse in 37 Ländern durch, die die Wirkung dieser Maßnahmen feststellen möchte. Das Ergebnis: Auch in dieser Analyse kommen die Forscher zu dem Schluss, dass das Tragen von Masken gemeinsam mit den weiteren Maßnahmen zu sinkenden Infektionszahlen führt.

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Maske minimiert Risiko: Absolute Sicherheit dennoch nicht gewährt

Der gewöhnliche Mund-Nasen-Schutz* bietet laut dem Online-Portal Ärzte-im-Netz keinen 100-prozentigen Schutz vor Partikeln, die die Maske durchdringen. Deren Anzahl wird jedoch stark minimiert, da die Maske die Tröpfchen abfängt und so verhindert, dass ein Großteil der Partikel direkt auf unsere Schleimhäute gelangt. Mittelgroße, in der Luft schwebende Partikel gelangen dennoch durch die Maske. Der Epidemiologe Holger Schünemann kam in einer Analyse mehrerer Studien zu dem Schluss, dass das Maskentragen das Infektionsrisiko um 80 Prozent senken kann - und das gilt sogar für ganz einfache OP-Masken.

Beim Sprechen verteilen wir unbemerkt Aerosole in der Luft, die von anderen eingeatmet werden. Diese Aerosole können potentiell das Coronavirus beherbergen und so andere infizieren. Dabei dient die Maske* vor allem dem Schutz anderer Menschen. Auch beim Atmen werden schon solche Aerosole ausgestoßen, jedoch in einer geringeren Partikelgröße. Wer singt oder hustet, verteilt größere Partikel an seine Umwelt und damit potentiell auch mehr Viren. 

FFP1, FFP2, FFP3, N95: Unterschiedliche Typen von Schutzmasken

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte unterscheidet drei Maskentypen, die unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. In den Kliniken werden in erster Linie die medizinischen Gesichtsmasken oder die partikelfilternden Halbmasken verwendet. Neben den Schutzklassen FFP2 und FFP3 gibt es noch den Standard FFP1.  FFP steht für "Filtering Face Pieces". Wie der Hersteller Uvex auf seiner Website informiert, filtern FFP1-Masken mindestens 80 Prozent der sich in der Luft befindlichen Partikel (bis zu einer Größe von 0,6 um). Beim Standard FFP2 müsse dieser Wert bei mindestens 94 Prozent liegen. Schutzmasken der Schutzklasse FFP3 indes böten den "größtmöglichen Schutz vor Atemluftbelastung" (99 Prozent).

  1. Mund-Nasen-Bedeckung: Für den privaten Gebrauch, kein Medizinprodukt. Die Schutzwirkung ist in der Regel zwar nicht nachgewiesen, nachgewiesen ist jedoch, dass die Maske Tröpfchen abfängt. 
  2. Medizinische Gesichtsmasken: Unter anderem OP-Masken. Dienen dem Fremdschutz und sind ein Medizinprodukt.
  3. Partikelfilternde Halbmasken: Sogenannte FFP1-, FFP2- und FFP3-Masken. Diese Masken schützen im Gegensatz zu normalen Mund-Nasen-Bedeckungen und medizinischen Gesichtsmasken den Träger und Personen in der Umgebung und sind mit und ohne Ausatem-Ventil erhältlich. Die N95-Masken fallen unter anderem darunter. CE02163-zertifizierte FFP2-Masken gibt es auch bei fränkischen Anbietern zu günstigen Preisen.
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Ist ein Visier eine Alternative zur Maske?

Das Tragen eines Visiers ist laut Robert-Koch-Institut keine Alternative zum herkömmlichen Mund-Nasen-Schutz. Damit eine Schutzmaske ihre Wirksamkeit erzielt, sollte sie Mund und Nase vollständig bedecken und an den Rändern eng am Gesicht anliegen, damit so wenig Luft wie möglich hindurch geht. Idealerweise sollten Masken* aus Stoffen verwendet werden, die möglichst dicht sind und sich heiß waschen lassen. Der Maske gelingt es so, möglichst wenig Tröpfchen, die beispielsweise beim Sprechen verschleudert werden, nach außen zu lassen. 

Ein Visier ist lediglich in der Lage, Tröpfchen, die direkt aus einer geraden Richtung auf die Scheibe treffen, abzuhalten. Nach unten und zur Seite hin ist es jedoch offen und lässt potentielle Viren ungehindert nach außen. Auch Studien weisen bereits darauf hin, dass ein Visier wesentlich mehr Tröpfchen nach außen lässt als eine Maske. 

2. Corona-Welle: Steigt die Nachfrage nach Schutzmasken wieder?

Während der ersten großen Corona-Welle waren Schutzmasken neben anderen Artikeln ein schwer gefragtes Produkt. Auch Desinfektionsmittel, Paracetamol, Hefe und Klopapier waren schnell vergriffen und im Internet nur noch zu horrenden Preisen zu haben. Darum ist es sehr wahrscheinlich, dass auch jetzt, während der zweiten Welle, die Schutzmasken wieder knapp werden. Das RKI geht nach wie vor von "sehr dynamischen und ernstzunehmenden Situation" aus und rät dringend zur Einhaltung der AHA-Regel: Abstand, Hygiene, Alltagsmaske*

In erster Linie traf der Schutzmaskenmangel damals das medizinische Personal in den Krankenhäusern und Arztpraxen - und das weltweit, so das Ärzteblatt. In Deutschland veranlasste ein Krisenstab aus Bundesinnen- und Bundesgesundheitsministerium damals einen Exportstop für medizinische Schutzausrüstung. Ob die Knappheit von Schutzmasken erneut auf uns zukommen wird, lässt sich nicht sicher sagen, aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch. 

Zum Weiterlesen: So verhindern Sie dass Ihre Brille durch die Maske beschlägt.

Regelmäßige Reinigung der Maske beachten

Öko-Test weist auf seiner Website auf die richtige Pflege des Mund-Nasen-Schutzes* hin. Es wird vermutet, dass sich Coronaviren bis zu 72 Stunden auf Oberflächen halten können - so auch auf Masken. Deshalb sollte die Maske regelmäßig gewechselt werden und Stoffmasken sollten bei mindestens 60 bis 70 Grad Celsius gewaschen werden. Hierbei können die Masken sowohl in der Maschine oder per Hand gewaschen werden. Zum Waschen gibt es aber noch eine Alternative: Das Erhitzen im Backofen. Stecken Sie den Mund-Nase-Schutz einfach bei 70 Grad Celsius für eine halbe Stunde in den Ofen und sie wird komplette virenfrei.

Das selbe gilt für das Bügeln der Maske: Auch hierbei werden so hohe Temperaturen erreicht, dass als Viren abgetötet werden und wir wieder eine Maske haben, die wir gefahrlos anziehen können. Auch das Erhitzen in der Mikrowelle hat sich bewährt, allerdings nur, wenn die Maske nicht über einen integrierten Metallbügel verfügt. Auch künstlich hergestellte Fasern haben nichts in der Mikrowelle verloren. Für die Reinigung in der Mikrowelle wird die Maske auf zwei Schalen mit lauwarmem Wasser gelegt und circa zwei Minuten bei 750 Watt erhitzt. 

Alle Neuigkeiten zum Coronavirus in Bayern lesen Sie im Newsticker nach. 

Fazit: Die Maske ist unverzichtbar

Die Alltagsmaske* ist im Kampf gegen das Coronavirus unverzichtbar. Selbst wenn sie nicht mit einer 100-prozentigen Sicherheit vor einer Übertragung schützt, kann sie das Risiko stark eindämmen - manche Experten sprechen von einer 80 Prozent geringeren Übertragungswahrscheinlichkeit. Auch das RKI hat mittlerweile bestätigt, dass Schutzmasken nachweislich bei der Eindämmung des Virus helfen - in Kombination mit weiteren Maßnahmen, wie etwa das Einhalten der AHA-Regeln, könnte das die Wucht des Virus zu einem Teil abschwächen.

 

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