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Spätfolgen

"Long Covid": Beschwerden auch nach überstandener Corona-Infektion

Es ist mittlerweile bekannt, dass eine Infektion mit dem Coronavirus auch nach der Genesung diverse Folgen nach sich ziehen kann. Forscher konnten diese nun in zwei Phasen aufteilen.
 
Die Spätfolgen einer Corona-Infektion können in zwei Phasen unterteilt werden.
US-Forscher veröffentlichten eine Studie, in deren Ergebnis die Spätfolgen einer Corona-Infektion in zwei Phasen unterteilt werden können. Symbolbild: Foto: engin akyurt/ Unsplash.com
  • Studie teilt Corona-Spätfolgen in zwei Phasen auf
  • Unterscheidung zwischen bekannten Langzeitfolgen und schwerer Immunreaktion des Körpers
  • Während Immunreaktion kann es zu Organversagen kommen
  • Viele  Spätfolgen von Covid-19 noch nicht bekannt

Nach einer Corona-Infektion kann es weitere Spätfolgen geben: Dass das Coronavirus Langzeit- und Spätfolgen hat, ist bereits den meisten bekannt. Besonders die Lunge und der Geruchs- und Geschmackssinn können auch längere Zeit nach einer akuten Corona-Erkrankung beeinträchtigt werden. Eine neue Studie hat die Spätfolgen von Covid-19 nun in zwei Phasen eingeteilt.

Coronavirus-Spätfolgen: Experten sprechen von zwei Phasen

Im Fachmagazin Jama Network veröffentlichten US-Forscher eine Studie, welche die Erkrankung in noch zwei weitere Phasen nach der unmittelbaren Infektion aufteilt. Die Ergebnisse könnten nicht auf jeden einzelnen Covid-19-Patienten angewendet werden, allerdings träten die beiden Phasen häufig genug auf, um im Hinblick auf die gesamte Bevölkerung als relevant erachtet zu werden. 

Zu Beginn des Krankheitsverlaufs steht natürlich die Infektion mit Sars-CoV-2. Die anschließenden Phasen beziehen sich auf den Zeitraum nach der Genesung und beginnen meist wenige Wochen danach der Infektion.

1. Phase: Schädigung der Organe durch Immunreaktion

Laut Studie tritt die erste der beiden zusätzlichen Krankheitsphasen etwa zwischen der zweiten und vierten Woche nach der Infektion auf. Sie kommt zwar nur in seltenen Fällen zum Vorschein, ist dafür allerdings besonders gefährlich. Aufgrund einer überschießenden Immunreaktion des Körpers entzünden sich unterschiedliche Organe und werden schwer geschädigt. Besonders häufig betroffen sind Herz, Niere und Lunge. Dieses sogenannte Hyperinflammationssyndrom kann zum Organversagen bis hin zum Tode führen.

2. Phase: Häufige Corona-Spätfolgen

Etwa ab der vierten Woche nach der Infektion beginnt die zweite Phase. Diese wird oftmals als "Long Covid" oder "Post Covid" bezeichnet und beinhaltet unterschiedliche Spätfolgen, die wohl bei der Mehrheit der Betroffen auftreten. Die häufigsten Spätfolgen sind: 

  • starke Erschöpfung
  • Atemnot
  • Gelenk- und Brustschmerzen
  • Husten
  • Geruchsverlust

Die zweite Phase ist laut Studie von den meisten Menschen noch nicht vollständig durchlaufen worden, weswegen es schwer zu sagen ist, wie lange dieser Krankheitsabschnitt wirklich dauert. In vielen Fällen heilen die Spätfolgen jedoch wieder aus. 

In einem Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk (BR) bestätigte die Neurowissenschaftlerin Jessica Freiherr, dass etwa die Hälfte aller Corona-Patienten noch vier Wochen nach der Infektion mit Geruchsproblemen zu kämpfen habe. 

Experte: Noch nicht alle Spätfolgen sind bekannt

Doch das Virus ist noch zu jung, um die gesamte Zahl der möglichen Langzeit- und Spätfolgen zu kennen. "Wir werden die Frage möglicher Spätschäden frühestens im Lauf des Jahres 2021 valide beantworten können. Bis zu einem Jahr können sich neurologische Symptome zum Glück noch zurückbilden", heißt es vonseiten des Generalsekretärs der deutschen Gesellschaft für Neurologie gegenüber der Deutschen Presseagentur.

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Eine weitere mögliche Langzeitfolge könnte das Guillain-Barré-Syndrom sein. Die seltene Nervenentzündung soll durch das Coronavirus begünstigt werden und führt zu Lähmungen an Händen und Füßen. 

aa

 

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