Immer mehr Menschen melden sich für eine Corona-Impfung bei ihrem örtlichen Impfzentrum an. Welches Impfzentrum für wen zuständig ist, ist gerade für Personen mit mehreren Wohnsitzen schwierig herauszufinden. Kann ich mich an meinem Zweitwohnsitz impfen lassen?

Meldet man sich zentral für eine Impfung an, so wird einem das entsprechende Impfzentrum per Postleitzahl zugewiesen. So klar diese Regelung auch scheint, für Personen mit mehr als einem festen Wohnsitz gibt es oftmals keine klaren Richtlinien. Verbringt man aus beruflichen oder privaten Gründen viel Zeit an verschiedenen Orten, sorgt die Impfregelung für Unsicherheit.

Welches Impfzentrum ist zuständig? Impfen am "Ort des gewöhnlichen Aufenthaltes"

Für eine Impfung im Impfzentrum muss man sich grundsätzlich an das Impfzentrum am Wohnort oder dem Ort des gewöhnlichen Aufenthalts wenden. Ein gewöhnlicher Aufenthalt liegt dann vor, wenn man sich unter Umständen aufhält, die erkennen lassen, dass man an diesem Ort nicht nur vorübergehend ist, teilt das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege auf Nachfrage mit. Das betrifft auch den Zweitwohnsitz.

Es gibt einige Möglichkeiten um zu beweisen, dass es sich bei dem Zweitwohnsitz um einen Ort des gewöhnlichen Aufenthalts handelt. Ein Mietvertrag, oder eine Meldebescheinigung zur Anmeldung am Zweitwohnsitz reichen oftmals aus. Wer so etwas nicht hat, kann auch Belege über regelmäßige Reisen an den Ort oder eine Berufstätigkeit erbringen.

Wie das Staatsministerium weiter mitteilt, gibt es für die Impfzentren keine zentralen Vorgaben zum Umgang mit Haupt- und Nebenwohnsitzen. Ausschlaggebend sollte letzten Endes nur die Postleitzahl des tatsächlichen Aufenthaltsortes sein. Eine Impfung am Zweitwohnsitz ist also grundsätzlich möglich.

Verwirrung in bayerischen Impfzentren

Vergangene Woche wurde bekannt, dass die Stadt Passau Studierende mit Zweitwohnsitz vor Ort für eine Impfung abgelehnt hatte. OB Jürgen Dupper (SPD) erklärte, dass für die Versorgung der Betroffenen nicht genügend Impfstoff vorhanden sei und dass dieser erst zur Verfügung gestellt werden müsse.

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Das zuständige Staatsministerium widersprach dem Vorgehen der Stadt Passau und verwies darauf, dass auch Personen mit Zweitwohnsitz und gewöhnlichem Aufenthaltsort in die Impfungen mit einbezogen werden müssen. In Passau gemeldet sind hiervon rund 10.000.

Auch in der Universitätsstadt Bamberg hieß es auf Nachfrage, dass eine Impfung am Zweitwohnsitz nicht möglich sei. Man solle sich besser bei seinem Erstwohnsitz anmelden. Wer also Diskussionen bei der Impfung vermeiden will, sollte sich bevorzugt an seinem Erstwohnsitz anmelden. Ist das nicht möglich, steht es Interessierten laut Staatsministerium aber dennoch frei, sich auch am Zweitwohnsitz impfen zu lassen. 

Sind Sie schon für eine Impfung registriert? Falls nicht, lesen Sie hier, wie Sie in sechs Schritten an ihren Impftermin kommen: Von der Anmeldung zum Impf-Schutz in 6 einfachen Schritten

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